Alles Wissenswerte über den

WordPress Editor

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1. Was ist der WordPress Editor?

Ganz einfach gesagt, erstellst du mit dem WordPress Editor deine Blog-Inhalte.

Ob Seiten, Beiträge oder Galerien: Mit dem Editor kannst du ganz einfach Texte und Medien, wie Bilder oder Videos, bearbeiten, einfügen und online stellen. 

Der folgende Screenshot zeigt die leere Standardansicht des Editors innerhalb des so genannten Content Management Systems "WordPress":

wordpress editor detail ansicht leer

Der Standard WordPress Editor ermöglicht zwei Darstellungsformen, die du oben rechts in der Ansicht findest:

wordpress editor visuell und text

Die linke Darstellungsform - der "visuelle Editor" - ist eine der großen Errungenschaften von WordPress für Nicht-Programmierer:

Er ermöglicht es, einen Inhalt im Backend des Content Management Systems so zu gestalten, wie er auch im Frontend dargestellt wird. 

Das bedeutet: Du brauchst keine HTML-Kenntnisse, um einen toll gestalteten Beitrag mit Zwischenüberschriften, Bildern, kursiven Textzeilen etc. zu kreieren, sondern nutzt einfach die Möglichkeiten des visuellen Editors. Und diese unterscheiden sich nicht großartig von Microsoft Word.

Der visuelle Editor wird daher auch WYSIWYG-Editor genannt. "WYSIWYG" steht dabei für "What You See Is What You Get", also "Was du siehst ist, was du kriegst". 

Die zweite Darstellung, der Text-Editor, stellt deinen Beitrag unformatiert in Form von HTML-Code dar. 

In der folgenden Abbildung siehst du, wie ein Beispieltext in beiden Ansichten dargestellt wird:

html in wordpress visual editor

Visueller Editor

html in wordpress texteditor

Text-Editor

Aber Obacht! Das Wechseln zwischen visueller Ansicht und HTML-Editor kann dazu führen, dass HTML-Code verloren geht. Wenn dir Optik und Formatierung bei deinen Inhalten also sehr wichtig sind, wechsel die Ansicht nicht, wenn du bereits mehr Text in den WYSIWYG-Editor eingepflegt hast. 

2. Wo findest du den WordPress Editor?

Der WordPress Editor wird automatisch bei der Erstellung von Beiträgen und Seiten geöffnet (WordPress-Menü > Beiträge / Seiten > Erstellen).

Du findest ihn in abgespeckter Form auch bei der Anpassung von Text-Widgets

wordpress beiträge erstellen menü

3. Wie funktioniert der WordPress Editor?

Viele der Funktionen des visuellen WordPress Editors kennst du womöglich bereits von Windows Word. 

Die Werkzeugleiste des Editors enthält eine ganze Reihe ähnlicher Befehle. Dazu gehören z. B. Fettung, Kursivschreibung, Aufzählung, Verlinkung und Bündigkeit:

wordpress editor werkzeugleiste hover werkzeuge

Ein umfangreiches Tutorial zum WordPress Editor findest du in unserem WordPress Editor Tutorial:

4. Welches WordPress Editor Plugin ist das beste?

Da der WordPress Editor standardmäßig mit etwas limitierten Formatierungsmöglichkeiten ausgestattet ist, gibt es eine Reihe von Plugins, die die Eingabe mit spannenden weiteren Möglichkeiten bereichern.

#1 TinyMCE Advanced

Der Standard WordPress Editor lässt sich mithilfe des Plugins TinyMCE Advanced ergänzen:  

TinyMCE Advanced
TinyMCE Advanced
Entwickler: Andrew Ozz
Preis: Kostenlos

Einige der Möglichkeiten siehst du in der folgenden Darstellung:

wordpress visual editor plugin tinyMCE advanced

Womöglich ist dir aufgefallen, dass per default einige doppelte Buttons enthalten sind. An dieser Stelle kommt ein wirklich spannendes weiteres Feature ins Spiel: Das Plugin lässt dich die Werkzeugleiste individuell anpassen, sodass du doppelte Elemente eliminieren und die Leiste nach deinen Wünschen ausstatten kannst:

tinyMCE Advanced einstellungen

Hier findest du TinyMCE Advanced auf der offiziellen WordPress Seite.

Falls du noch mehr über das Plugin erfahren möchtest, kannst du dir dieses Video von Nikolaus Kolba anschauen:

Bewertung

Das Plugin wurde bereits über eine Millionen installiert und schneidet dabei mit 4,6 von 5 Sternen sehr gut in den Bewertungen der WordPress User ab (Stand Q1 2018).

Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass das Tool stets mit WordPress kompatibel ist und Sicherheitsrisiken reduziert werden.

TinyMCE Advanced stellt eine hilfreiche und gelungene Erweiterung für den klassichen visuellen WordPress Editor dar.

#2 Gutenberg

Gutenberg klingt oldschool, soll aber die Zukunft des WordPress Editors sein und perspektivisch den aktuellen Editor ersetzen. Wann, ist noch unklar.

Der Gutenberg Editor kann bereits jetzt via Plugin genutzt werden. Schaut man sich die Bewertungen an, kann es womöglich noch eine ganze Weile dauern, bis die aktuelle Beta des Gutenberg Editors ausgereift ist und ins Kernprodukt von WordPress integriert wird:

wordpress editor gutenberg bewertungen

Gutenberg User-Feedback, Stand Q1 2018 (Quelle)

Trotz des bescheidenen Feedbacks sieht der Gutenberg-Ansatz sehr vielversprechend aus und erinnert an einen reduzierten Page Builder, mit dem man nicht nur Seiten und Beiträge frei gestalten kann, sondern sogar ganze Webseiten.

Die Standardansicht von Gutenberg

Der Gutenberg WordPress Editor bringt gleich auf den ersten Blick eine Reihe von Neuerungen mit sich: 

Das Design ist modern-minimalistisch und rückt den Inhalt des Editors in den Fokus. Statt einem abgegrenzten Eingabefeld, wie im klassischen Editor, wird nahezu die gesamte Ansicht zur Eingabe:

wordpress editor gutenberg standard ansicht

Die Zukunft kommt in Blöcken

Die wohl größte Neuerung des Gutenberg Editors sind Blöcke. Sie können als einzelne Elemente in den Editor eingefügt und individuell angepasst werden. 

wordpress editor gutenberg blocks

Dabei gibt es nicht nur neue nützliche Standardelemente, wie z. B. ein "Last Post Widget" oder "Instagram Embeds",  sondern auch die Möglichkeit, jeden einzelnen Block individuell zu gestalten:

wordpress editor block individuell anpassen

Beiträge und Seiten können somit weitaus variabler formatiert werden, viele Elemente, die man sonst nur über zusätzliche Plugins oder HTML-Code ergänzen konnte, werden von Gutenberg mitgeliefert.

Eine ausführliche Demonstration des Gutenberg Editors erhältst du im folgenden Video:

Bewertung

Die Möglichkeiten, die der Gutenberg Editor bietet, können eine wirklich spannende Neuerung für WordPress darstellen.

Bis das Plugin allerdings zuverlässig nutzbar sein wird, kann noch einige Zeit vergehen. Bereits ein kurzer Test zeigte vereinzelte Kinderkrankheiten, die das Nutzererlebnis stärker beeinträchtigten und somit auch die bescheidenen Bewertungen erklärt.

#Weitere WordPress Editoren

Es gibt eine Reihe weiterer Editoren im WordPress-Kosmos, die allesamt ein Problem aufweisen: Sie wurden seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert. Veraltete Plugins stellen ein Sicherheitsrisiko dar oder können Kompatibilitätsprobleme mit aktuelleren WordPress Versionen aufweisen.

Zu diesen Plugins gehören


Von der Nutzung dieser WordPress Editoren ist eher abzuraten.

#Page Builder als Next Level WordPress Editor

Einige WordPress Tools sind mittlerweile auf einer weiteren Evolutionsstufe angekommen und ermöglichen nicht nur das Editieren von Inhalten in Beiträgen und Seiten, sondern sogar das Gestalten ganzer Webseiten mit Drag and Drop. 

Sie werden Page oder Content-Builder genannt und gehen mit ihren Funktionen weit über die Möglichkeiten von Gutenberg hinaus. Schau dir z. B. mal den Thrive Architect an:

Die beliebtesten WordPress Page Builder

Es gibt eine Reihe von WordPress Page-Builder-Tools, die teilweise mit eigenen Themes angeboten werden:

Weitere spannende Tools für Blogger findest du in unserem Artikel "Die 26 besten kostenlosen Tools für Blogger".

Weitere spannende Links zum Thema WordPress Editor

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Autor

BENNET POLENZ


Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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