Alles Wissenswerte über

ListicleS

zurück zum Blog-Lexikon

1. Was bedeutet Listicle?

Der Begriff „Listicle“ setzt sich aus den Wörtern „List“ und „Article“ zusammen. Dadurch wird schon ganz gut deutlich, worum es sich handelt: einen Artikel, der in Form einer Liste geschrieben ist.

2. Wo werden Listicles eingesetzt?

Listicles sind eine Geburt des Internets. Ohne Onlinejournalismus wären Listicles nicht denkbar. Newsportale und Websites, die vom Traffic leben, suchten Anfang der 2000er Jahre nach einer Möglichkeit, ihre komplexen Angebote – also Artikel, Berichte und Fakten – an das Nutzerverhalten – kurze Verweildauer, hohe Absprungrate und kurze Aufmerksamkeitsspanne – anzupassen. 

Die Lösung: Der Listicle.

BuzzFeed habe den Listicle erfunden, sagen manche. Eines steht fest: BuzzFeed hat ihn perfektioniert und früher fast ausschließlich mit Listicles gearbeitet. Der Erfolg gibt diesem Konzept recht. 

Auch zu finden sind Listicles heute am Beginn eines längeren Artikels, zum Beispiel auf Nachrichtenportalen: wichtige Inhalte werden in kurzen Stichpunkten listenartig an den Anfang gestellt.

3. Wie ist ein Listicle aufgebaut?

Ein Klassiker macht deutlich, was einen Listicle ausmacht: „10 Dinge, die du noch nicht über Avocado wusstest.“ Unter dieser Überschrift folgt eine Liste von zehn Fakten, zum Beispiel als stichpunktartige Absätze, Sätze oder sogar untertitelte Bilder.

Ein Listicle versucht, komplexe Informationen in Form von Listen zu präsentieren. Diese einzelnen Listenpunkte können einer Rangliste, einer subjektiven thematischen Einordnung des Autors oder dem Zufall folgen.

4. Welche Vorteile haben Listicles?

Listicles entsprechen der Logik des Internets: sie ermöglichen den Seitenbesuchern, in möglichst kurzer Zeit viele Informationen zu erfassen ("Snackable Content"). Dadurch bekommt der Leser das Gefühl, er habe sich ohne große Anstrengung umfangreich über ein Thema informiert. 

Gleichzeitig sinkt die Hürde, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen. Ein seitenlanger Artikel, geschmückt mit blumigen sprachlichen Ausführungen des Autors, ist auf einer U-Bahn-Fahrt nicht einfach zu lesen. Ein Listicle hingegen ermöglicht, auch „im Vorbeigehen“ Informationen zu schnell, einfach und flexibel zu konsumieren.

5. Listicles in deinem Blog

Auch für deinen Blog bzw. deine WordPress-Seite kann es Sinn ergeben, in Listicles zu denken. Sicher eignet sich ein Listicle nicht bei jedem Thema – deine Seitenbesucher könnten deinen Sprachstil oder die detaillierte Ausformulierung vermissen.

Jedoch besuchen viele deiner Seitenbesucher deine Inhalte „im Vorbeigehen“, haben also wenig Zeit und wollen viele Infos.

Ein Beispiel: ein potenzieller Seitenbesucher steht in Athen und sucht einen Strand in der Umgebung. Es ist heiß, die Sonne brennt vom Himmel und schnelle Abkühlung ist erwünscht. Der Seitenbesucher wird sich also lieber kurz durch einen Listicle „Strand bei Athen? Gesucht und gefunden! 3 Ausflüge ans Meer“ scrollen, als in einem dreiseitigen Elaborat nach Hinweisen und Tipps zu suchen, wo sich die Strände befinden. 

Zusammenfassung

Listicle bedeutet nicht, dass dein Blog oder deine WordPress-Seite in der Qualität sinken wird. Vielmehr erhöhst du die Nutzerfreundlichkeit, indem du bei bestimmten Inhalten diese Form benutzt. Also: Ausprobieren!

Weitere spannenden Informationen zu Listicles

Bock auf einen eigenen blog?

Dann starte mit unserem kostenlosen Online-Schnupperkurs "Blogger werden" in dein Blog-Abenteuer:

Sina - Autorin bei Ferndurst, Soulflake und Blog Wings

Autorin

SINA WENDT

Co-Founder bei Blog Wings und Gründerin des Reiseblogs Ferndurst - einem der am meisten geklickten Reiseblogs Deutschlands. Seit neustem bloggt sie auch auf Soulflake über die Freiheit, wir selbst zu sein. 

>