WordPress Themes finden, installieren und löschen (kompletter Guide)

von Bennet

Ich durfte bereits für Marken wie BRAVO und Cosmopolitan arbeiten und zeige dir mit Blog Wings, wie du schnell und sicher einen eigenen Blog erstellst und erfolgreich ausbaust. 

Lesezeit: 8 Minuten

Ein WordPress Theme ist ein prägender Teil einer WordPress Webseite. Es definiert Aussehen und Funktionen der Seite und somit auch, wie es bei den Lesern ankommt. Eine gute Wahl und die richtigen Einstellungen sind also wichtig.

In diesem Guide erfahren Blog- und WordPress-Neulinge alles, was sie über WordPress Themes wissen müssen.

1. Was ist ein WordPress Theme?

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Ein WordPress Theme kann auch als Template bezeichnet werden und ist eine Vorlage, die deine Internetseite strukturiert und ihr einen gewissen vorgefertigten Look gibt. Bei WordPress bestimmt ein Theme maßgeblich über das Aussehen und die Funktionen deiner Webseite.

In dem folgenden Beispiel siehst du zwei Blogs mit verschiedenen Themes und dementsprechend unterschiedlicher Optik:

wordpress blog theme ferndurst

Ferndurst

wordpress blog theme storyfutter

Storyfutter

Doch Unterschiede werden nicht nur im Frontend sichtbar. Auch im Backend – also der Benutzeroberfläche, die nur eingeloggte Nutzer sehen – kannst du je nach Theme unterschiedliche Widgets oder Website-Elemente hinzufügen. 

Welches Template du wählen solltest, hängt davon ab, was für eine Internetseite du erstellst und wie dein persönlicher Geschmack ist. Blogs mit den Themen Food, Lifestyle oder Reisen könnten zum Beispiel unterschiedlich gestaltet sein. 

Wie du ein geeignetes Thema für deinen Blog findest, erfährst du übrigens hier: Ein Blog-Thema finden: Worüber soll ich bloggen?

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2. Wo findest du WordPress Themes?

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Klickst du unter "Design > Themes" oben links auf „Hinzufügen“, werden dir alle Themes angezeigt, die direkt über WordPress bereitgestellt werden.

Du kannst sie dir in der "Vorschau" ansehen oder mit einem Klick installieren. Sortiert werden diese Themes nach „Vorgestellt“, „Populär“, „Neueste“ usw.

Oben rechts kannst du auch nach bestimmten Themes oder Eigenschaften suchen:

wordpress themes hinzufügen

Alternativ kannst du auch außerhalb des WordPress-Backends auf der Website von WordPress nach geeigneten Themes suchen. 

Wie du ein Theme bei einer Webseite identifizierst, die dir gefällt, erfährst du in unserem Artikel "WordPress Themes herausfinden mit nur wenigen Klicks".

3. Welches WordPress Theme ist das richtige?

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Mehrere Faktoren entscheiden darüber, welches Template für dich das richtige ist. Die folgenden Komponenten können dir die Wahl erleichtern und dir helfen, dein ganz persönliches Theme zu finden:

Look & Feel

Du willst deiner Webseite ein unverwechselbares Aussehen geben, das zu dir, deinem Blog-Thema und deinem Konzept passt? Dann achte in der Theme-Vorschau darauf, dass du dich mit dem Design wohlfühlst. 

Eigenschaften & Funktionen

Wie oben bereits angesprochen, bestimmt dein Template auch die Gestaltungsmöglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen. Dein Theme sollte also bestenfalls über die Elemente verfügen, die dir wichtig sind. Manche angehende Blogger wünschen sich z. B. einen großen Slider auf der Startseite oder eine Sidebar.

In der Theme-Suche kannst du auch nach bestimmten Designs, Funktionen und Layouts filtern:

wordpress themes funktionen

Falls du noch keine Idee hast, welche Funktionen du dir wünschst, kannst du beim Surfen im Web darauf achten, was dir an anderen Webseiten gefällt. 

Darstellung auf Mobilgeräten

Die meisten Besucher kommen über Smartphones auf deine Webseite. Stelle daher sicher, dass dein WordPress-Theme responsive ist, also sich an die Größe des Bildschirms der Seitenbesucher anpasst.

Wie wird z. B. die Startseite dargestellt und wie lassen sich Artikel auf mobilen Geräten lesen?

In der Theme-Vorschau in WordPress kannst du ganz einfach die Größe deines Browserfensters verkleinern und sehen, ob bzw. wie sich die Darstellung der Webseite verändert.

Bewertungen

In der Theme-Vorschau ist ebenfalls ersichtlich, wie das Theme bewertet ist. Umso höher die Zahl der Sterne und größer die Anzahl der Bewertungen, desto besser. 

Aktualität

Veraltete Themes stellen eine Sicherheitslücke in WordPress und eine Bedrohung für deine Webseite dar. Achte daher ebenfalls darauf, wann das Theme zuletzt aktualisiert wurde. 

Kosten

Viele Templates gibt es kostenfrei direkt über WordPress. Viele von ihnen sehen toll aus und bieten gerade zu Beginn deiner Bloggerkarriere alles, was du benötigst. 

Wenn du ein noch professionelleres Auftreten wünschst, kannst du ein kostenpflichtiges Theme erwerben. Bezahlte Templates heben sich von der Stangenware oft hinsichtlich Stabilität, Updates, Kundenservice und Extra-Features ab.

Eine große Auswahl kommerzieller Theme-Anbieter findest du direkt bei WordPress.

Wir lieben z. B. die Themes von ​Elmastudio - Sinas Blogs Ferndurst und Soulflake sind mit diesen wunderschönen Designs erstellt. Der Vorteil: Ellen und Manuel stellen umfassende Dokumentationen zur Verfügung, die dir bei der Installation und der Gestaltung helfen. Außerdem gibt es ein Forum, in dem sich relativ schnell um eventuelle Fragen oder Probleme gekümmert wird. Die Preise pro Theme variieren zwischen 18 und 30 Euro.

Mein Tipp: Nimm dir Zeit bei der Suche nach einem Template. Eine gute Mischung aus „form“ und „function“ ist wichtig.

Kann ich Themes später wechseln?

Klar. Im WordPress-Bereich "Design > Themes“ siehst du alle installierten Templates und kannst per Mausklick auswählen, in welchem Stil deine Webseite erscheinen soll. Je nach Theme können dabei aber verstärkte Anpassungen nötig werden. 

4. WordPress Themes installieren

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Um ein WordPress Theme zu installieren, klickst du in der Theme-Übersicht unter "Design > Themes" oder der Detail-Vorschau des Themes auf den Button "Installieren":

wordpress theme installieren

Wenn du auf einer Website oder bei kostenpflichtigen Template-Anbietern wie Elmastudio ein passendes Theme gefunden hast und es nicht in der WordPress-Suche bereitgestellt wird, kannst du das Theme auch manuell hochladen:

wordpress theme design manuell hochladen bzw. hinzufügen

Dazu lädst du beim Theme-Anbieter die ZIP-Datei herunter. Anschließend klickst du im oberen Bereich der WordPress-Theme-Sektion auf „Theme hochladen“ und wählst die ZIP-Datei aus. Fertig!

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5. WordPress Themes anpassen

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Ist dein Theme nicht nur installiert, sondern auch aktiviert und somit für Besucher sichtbar, kannst du es im Customizer anpassen (links).

Die Live-Vorschau (rechts) verfügt über die gleichen Funktionen, gilt aber für nicht aktivierte Themes. Sie gibt dir einen Einblick, wie das Theme aussehen würde, wenn es aktiv wäre:

unterschied customizer und live-vorschau eingezeichnet

Stelle also sicher, dass dein Theme aktiviert ist und navigiere zu "Design > Customizer" in WordPress, um es anzupassen.

Dort kannst du nun je nach Theme unterschiedliche Einstellungen vornehmen. Jedes Theme ist anders aufgebaut und bietet andere Möglichkeiten.

Mein Tipp: Klicke dich durch die Optionen und probiere einfach aus, wie sich die Anpassungen auf das Design auswirken. Um deine Einstellungen zu übernehmen und auf den sichtbaren Teil deines Blogs anzuwenden, klickst du einfach oben auf "Veröffentlichen".

Theme Demo vs. Realität

Häufig wird dein installiertes Theme auf deinem Blog anders aussehen, als in der Demo-Version, die du dir angeguckt hast oder der Vorschau, mit der der Entwickler wirbt. 

Teilweise bedarf es sogar zusätzlichen Progammierkenntnissen, um tiefer gehende Anpassungen vorzunehmen. 

Versuche, nicht zu viel Zeit mit kleinen Detail-Anpassungen zu vergeuden, sondern stattdessen deinen Fokus auf Fortschritt zu legen:

Progress over perfection!

Mein Tipp: Setz dir im Vorfeld ein Zeitfenster von wenigen Stunden, in denen du ein Theme wählen und das Design anpassen willst.

Kann ich ein Theme einfach so wechseln?

Beim Ausprobieren oder Wechseln deiner Themes solltest du stets mit der Live-Vorschau checken, wie das neue Theme auf deinem Blog aussehen würde.

Häufig lässt sich das Theme nicht einfach wechseln, ohne weitere Anpassungen vorzunehmen. Lass' hierbei also auf jeden Fall Vorsicht walten und tausche deine Themes mit Bedacht. Hier bietet sich auch die Nutzung eines sogenannten Child Themes an, bei dem Anpassungen gemacht werden können, ohne dass sie sofort öffentlich sichtbar werden.

6. WordPress Themes löschen

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Damit dein Blog-Backend nicht durch Themes zugemüllt wird oder sich durch veraltete Versionen Sicherheitsrisiken ergeben, solltest du inaktive Themes löschen. 

Um ein Theme zu löschen, muss es deaktiviert sein. Es darf also nicht dein aktives, sichtbares Theme sein. 

Unter "Design > Themes" klickst du auf das Theme, das du löschen möchtest und wählst dann unten rechts in der Ecke "Löschen":

wordpress theme löschen

7. Inspirationen für WordPress Themes

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Es gibt eine ganze Reihe toller Themes, die ich dir ans Herz legen kann. Schau dir die folgenden ruhig genauer an. Sie zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie minimalistisch gestaltet sind und Bilder gut zur Geltung bringen.

Activello

"Activello ist ein aufgeräumtes und minimalistisches WordPress-Blog-Theme mit hochwertiger Optik und Haptik. Gut geeignet für Essen, Mode, Reisen, Lifestyle, Sport und andere tolle Blogs." - Quelle und Link zum Theme

Activello Theme

Chosen

"Chosen ist ein klar und minimal gestaltetes Theme für diejenigen, die die Aufmerksamkeit ihrer Besucher haben und behalten wollen. Präsentiere deinen Inhalt in einfacher, ordentlicher Art auf Smartphones, Tablet und Desktops mit Chosen. Verwende Chosen um ein Blog, Magazine oder eine News Website jeglicher Nische, wie Mode, Business, Gaming, Food oder Reisen zu starten." - Quelle und Link zum Theme

Vorschau Chosen Theme

Bard

Das Bard-Theme von WP Royal ist ein cleanes, minimalistisches Theme, das Bilder wunderbar in Szene setzt. Es ist besonders für Blogs aus den Bereichen Food, Lifestyle, Reisen, Mode und Fotographie geeignet. Quelle und Link des Bard-Themes

bard theme vorschau

Silver Bird

Das Silver Bird Theme ist besonders bildgewaltig und somit perfekt geeignet für Food, Fashion und Lifestyle-Inhalte. Es verfügt über sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten und stellt Social Media Buttons besonders schön dar. Hier findest du ein Demo-Projekt, das das Theme nutzt. Zur Theme-Detailseite von WordPress geht's hier.

silver bird food blog theme vorschau

Blossom Fashion

Blossom Fashion eignet sich, wie der Name schon sagt, sehr gut für Mode Blogs, kann aber auch Food Themen schön inszenieren. Das "feminine Theme", wie es von den Entwicklern des Design-Templates beschrieben wird, ist optimiert für Suchmaschinen, verfügt über integrierte Social Media Buttons und eine Newsletter-Sektion. Hier findest du die Demo von Blossom Fashion.

Zur Theme-Detailseite von WordPress geht's hier.

fashion blossom theme demo

Wenn dir ein Theme bei einem deiner Liebllingsblogs gefällt, kannst du schnell herausfinden, um welches es sich handelt: "Wie du herausfindest, welches Theme ein WordPress Blog nutzt"

Loose

"Loose ist ein schichtes, aber elegantes und modernes WordPress-Theme für Blogger. Es präsentiert deine Beiträge, Bilder, Videos und mehr auf ansprechende Weise. Loose eignet sich für Blogs, Magazine, Nachrichten- oder auch Modeseiten. Loose ist ein Blog- oder Magazin-Theme mit minimalistischer Note, das sich auf die Darstellung der Inhalte konzentriert." - Quelle und Link zum Theme

Loose Theme WordPress

Zusammenfassung

Du hast nun alles über WordPress Themes gelernt, was du als Blog-Neuling wissen musst. Aus unserer Erfahrung können wir dir vor allem raten, bei deinen Anpassungen im Customizer nicht zu perfektionistisch zu sein und dich von Kleinigkeiten nicht aufhalten zu lassen. Stattdessen konzentriere dich darauf, deinen Blog weiter auszubauen. Wie im realen Leben ist Aussehen nicht alles. 

Hat dir dieser Artikel geholfen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Autor

BENNET POLENZ

Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

Bock auf einen eigenen blog?

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  • Christian sagt:

    Zum Punkt „Darstellung auf Mobilgeräten“: wir leben bereits in einer mobile-first-Welt, die Mehrzahl der Besuche einer Website erfolgt über Handy oder Tablets, am wichtigsten ist daher, dass der Blog darauf gut funktioniert und gut aussieht. Erst danach kommt das Layout für Desktop-PC.

    Leider ist für den überwiegenden Anteil der Webseitenbetreiber immer noch in erster Linie das Layout am Desktop relevant (ist bei unseren Kunden genauso), dabei sollte das Mobile-Layout an erster Stelle stehen. Kann man nicht oft genug darauf hinweisen!

    Ansonsten guter und informativer Artikel!

    • Bennet sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar, Christian.

      Mir fällt auch immer wieder auf, dass man viel zu selten „mobil denkt“. Vielleicht kommt das daher, dass man primär am Desktop PC arbeitet?

      Ansonsten hängt es stark von Themen, Inhalten und Zielgruppe ab, über welche Geräte die Nutzer auf die Webseite zugreifen. Bei uns sind es spannender Weise nach wie vor die Desktop Besuche, die überwiegen (fast 70%). Sicherlich liegt das daran, dass wir in erster Linie Inhalte bereitstellen, die Themen behandeln und Probleme lösen, die hauptsächlich am PC stattfinden.

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