Worüber bloggen? In 5 Schritten DEIN Blog-Thema finden

Du möchtest einen Blog erstellen, bist dir aber noch nicht sicher, über welches Thema du bloggen möchtest oder ob deine Idee gut genug ist? Kein Problem! In diesem Artikel finden wir Schritt für Schritt dein persönliches Blog-Thema. Ein Thema, das du liebst - und deine Leser begeistern wird.

Sina Reisebloggerin Ferndurst und Buchautorin

Von Sina

Ich bin Mit-Gründerin des Reiseblogs Ferndurst, Buchautorin und helfe dir bei Blog Wings, deinen Traum vom eigenen Blog zu verwirklichen. Mehr über mich

Worüber bloggen? Ein Blog-Thema zu finden, ist gar nicht so schwer

Warum DEIN Blog-Thema so wichtig ist

Du weißt, mittlerweile gibt es viele, viele Blogs da draußen. Als wir damals die Idee zu Ferndurst hatten, waren wir einer der ersten, die persönliche Reiseberichte und authentische Insidertipps verknüpft haben. Dadurch konnten wir schnell Leser generieren. 

Mittlerweile ist der Markt umkämpfter.

Ein Grund zum Aufgeben? Absolut nicht!

Eher eine großartige Chance, dich damit auseinanderzusetzen, was du eigentlich erzählen möchtest - einer Aufgabe, der sich jeder Blogger langfristig stellen muss, um erfolgreich zu sein und vor allem: zu bleiben. 

Im Zentrum steht die Frage: Was macht deinen Blog besonders?

Dabei musst du das Rad nicht neu erfinden, sondern herausfinden, was du anders machst als andere und warum das für deine Leser maximal hilfreich/inspirierend ist.

Die Grundlage dafür ist dein Blog-Thema.

Es legt das Fundament für die inhaltliche Ausrichtung deines Blogs - und ist der erste Schritt auf deinem Weg zum Blogger.

Wie auch beim Bau eines Gebäudes spielt das Fundament eine besonders wichtige Rolle: Auf ihm bauen alle künftigen Handlungen auf. Ist es nicht intakt, wird das Gebäude instabil.

Deine Themenwahl beeinflusst zum Beispiel

  • deine Blog-Inhalte
  • deine Rubriken
  • die Persönlichkeit deines Blogs
  • deine Leser
  • deine Umsätze

Der Einfluss auf deine Inhalte

Dieser liegt im Grunde natürlich auf der Hand, trotzdem ist dieser Punkt sehr, sehr wichtig:

Deine thematische Ausrichtung bestimmt, worüber du auf deinem Blog schreibst und welche Bilder oder Videos du nutzt. 

Genau deshalb will das Blog-Thema gut gewählt sein. Es muss dich motivieren, dir richtig richtig Spaß machen, aber auch für deine (zukünftigen) Leser interessant sein. Denn ohne Leser nix los.

Ohne Motivation aber auch nicht.

Heißt: Worauf hast du richtig Bock? Worüber kannst du dir vorstellen, regelmäßig - im besten Fall jahrelang - zu bloggen? Und: Gibt es hierfür eine Leserschaft da draußen?

Dabei ist es sinnvoll, nicht nur ein grobes Thema zu definieren, sondern tief in deine Ideen und Motive einzutauchen: Finde deine "Nische"! Das, was dich dich von anderen Blogs unterscheidet.

Wie genau du deine Antwort findest, erkläre ich dir gleich.

Der Einfluss auf deine Seitenstruktur (Rubriken)

Wenn du weißt, worüber du bloggen willst, kannst du deine Inhalte klar ordnen und voneinander abgrenzen. Dies geschieht in Form von aussagekräftigen Kategorien oder Rubriken. Durch sie wissen deine Leser sofort, worum es auf deinem Blog geht (neben Blognamen und ggf. Slogan)

Um Ferndurst als Beispiel zu nehmen: 

Es gibt z. B. das Hauptthema Reiseziele, darunter befinden sich die einzelnen Kontinente als Unterthemen (z. B. Indonesien), darunter die Länder (wie z. B. Bali) und wieder darunter die konkreten Reiseberichte.

Darüber hinaus gibt es noch Hauptthemen wie "Weltreise" oder "Reisen mit Kind". Was alle Artikel eint, ist das Thema Backpacking, was wir in Zukunft noch stärker hervorheben werden.

Tipp: Je spezifischer dein Blog-Thema ist, desto höher dein Wiedererkennungswert!

Der Einfluss auf die Persönlichkeit deines Blogs 

Deine Themenwahl bestimmt auch, wie dein Blog aussieht und "sich anfühlt": Während ein Beauty-Blog häufig eher hochwertig, stylisch und feminin gestaltet ist und sich dies auch im Schreibstil und der Bildwahl widerspiegelt, erscheint ein Fachblog, der Seriosität ausstrahlen will, wahrscheinlich eher clean und minimalistisch.

Auch die Namensgebung wird durch das Thema beeinflusst, weil der Blogname im Optimalfall bereits das Thema deines Blogs repräsentiert. Mehr dazu: In 5 Schritten den perfekten Blognamen finden

Der Einfluss deines Blog-Themas auf deine zukünftigen Leser

Je nach Themensetzung deines Blogs sprichst du selbstverständlich unterschiedliche Besucher an: Ein Modeblog für Frauen wird hauptsächlich von Frauen besucht, ein Fachblog von Experten etc.

Deshalb ist es wichtig zu wissen: Wen willst du eigentlich ansprechen? Wer ist deine potenzielle Leserschaft (Zielgruppe)?

Auch dazu kommen wir weiter unten.

Der Einfluss auf deine Umsätze

Mit gewissen Themenbereichen lässt sich tendenziell leichter Geld verdienen als mit anderen. Wenn du zum Beispiel einen Blog mit Finanztipps erstellst und deine Sache gut machst, wirst du hier mit Produktvergleichen und Ratgeberinhalten gutes Geld verdienen können. Ein Kochblog dagegen könnte eher mit Werbung, Kooperationen oder Affiliate-Marketing Geld einnehmen.

Generell solltest du die so genannte Monetarisierung deines Blogs nicht zu stark gewichten. Wichtig ist, dass du richtig, richtig Bock hast und dadurch Leute für deine Inhalte begeistern kannst - dann wirst du langfristig auch erfolgreich sein und mit deinem Blog Geld verdienen

Auch hier gilt: Je unverwechselbarer deine Inhalte, desto mehr Leser werden deinen Blog lesen und lieben.

Bereit? Dann lass uns DEIN Blog-Thema finden!

Worüber bloggen? In 5 Schritten zu deinem Blog Thema

Unabhängig davon, ob du du bereits eine konkrete Idee hast oder nicht, die folgenden Schritte können dir helfen, das Thema deines Blogs zu definieren und zu verfeinern - und dich noch einmal mehr inspirieren, dein Blog-Baby zu etwas ganz Besonderem zu machen.

Zu einem Blog, der all deine Ideen widerspiegelt, deine Kreativität ankurbelt und andere Menschen inspiriert! 

In 5 Schritten zu Blog-Themenfindung

Schritt 1: Mach deine Leidenschaft zum Blog-Thema

Dieser Punkt ist der wichtigste, wenn es um die Frage geht, worüber du bloggen kannst. Im Grunde ist die Antwort ganz einfach:

Mach deine größte Leidenschaft zu deinem Blog-Thema!

Das, wofür du brennst, wofür du dich interessierst, worüber du immer reden möchtest, womit du schon Freunde/Bekannte inspirieren konntest ...

Selbst wenn du denkst, (noch) nicht gut genug zu sein - dein Hobby, dein größtes Interesse sollte definitiv dein Blog-Thema sein!

Warum?

Drastisch gesagt, wird dein Blog sonst nicht lange bestehen. Du wirst irgendwann keine Lust mehr haben, dich wochen- und monatelang, im besten Fall sogar jahrelang, mit diesen Themen zu beschäftigen. Und auch deine Leser werden das merken. 


4 Gründe, warum leidenschaftliche Blogger mehr Erfolg haben

  • Die Inhalte sind hochwertig, hilfreich, mitreißend, authentisch.
  • Das Design ist liebevoll und vor allem passend gestaltet.
  • Ihre Aktivitäten sind umfassend und ausdauernd. 
  • Die Kommunikation mit Lesern ist herzlich und engagiert.

Warum ist das so?

Die Zauberworte lauten "Intrinsische Motivation". Auf lernpsychologie.net wird sie folgendermaßen definiert: 

"Die intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen: bestimmte Tätigkeiten macht man einfach gern, weil sie Spaß machen, sinnvoll oder herausfordernd sind oder einen schlicht interessieren."Quelle: Lernpsychologie.net

Wer von innen heraus motiviert ist und einen Blog erstellt, wird weitaus erfolgreicher sein, als jemand, der einen Blog nur des Geldes wegen betreibt. In der Arbeitswelt wurde das Phänomen "Gesteigerter Motivation durch inneren Antrieb" bereits anhand von Studien nachgewiesen:

"Mitarbeiter, die intrinsisch motiviert sind, sind etwa dreimal engagierter als solche, die sich von extrinsischen Anreizen wie Geld leiten lassen."Quelle: Harvard Business Manager Online

Genau so ist es auch, wenn es um deinen eigenen Blog geht.

Warum auch du ein Blog-Thema finden solltest, das dich richtig, richtig stark interessiert

  • Du bist weitaus motivierter und hast deshalb mehr Ausdauer, deinen Blog zu etwas Großartigem zu machen. Und Fakt ist: Du brauchst Ausdauer! Was wiederum kein Problem ist, wenn du deiner Leidenschaft ausdrucken verleihen kannst.
  • Du fühlst dich gut, hast das Gefühl, ein neues Hobby gefunden zu haben, kannst deine Talente weiterentwickeln - dein Wohlbefinden profitiert.
  • Du steckst vermeintliche Rückschläge besser weg, konzentrierst dich weniger auf "Fehler" oder "Schwächen", sondern hast Lust, dazuzulernen, dich zu verändern, darauf, kreativ zu sein.
  • Deine Leser werden deine Leidenschaft spüren und gern wiederkommen.
  • Was auch immer dein Ziel mit deinem Blog ist: Du wirst es leichter erreichen.

Jetzt bist du dran: Was ist deine Leidenschaft? 

Nimm dir ein Blatt Papier, dein Notizbuch oder ein Word-Dokument. Schüttel dich einmal kurz durch, befreie dich von allen vorherigen Gedanken und beantworte folgende Fragen aus dem Bauch heraus:  

  1. Worüber kannst du stundenlang sprechen, ohne die Lust zu verlieren? 
  2. Womit würdest du dich gern (mehr) beschäftigen, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielte? 
  3. In welchem Bereich hast du Bock, mehr zu lernen, mehr zu entdecken, mehr zu erfahren, dich auszutauschen? Kurzum: Wovon bekommst du nicht genug, bist nicht genervt?

Lies nicht weiter, bevor du nicht mindestens ein Wort aufgeschrieben hast.

Fertig? Super.

Deine Antworten sind die ersten Ideen für dein Blog-Thema.

Kommen wir nun zur dritten Frage:

Schaue dir jede einzelne Antwort an und frage dich: Kannst du dir vorstellen, zu diesem Thema viele, viele Inhalte zu verfassen?

Wenn ja:

Kannst du dir zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen, auch in zwei Jahren noch über dieses Thema zu bloggen? (Damit ist nicht gemeint, dass du dich und deine Themen nicht verändern darfst. Nur das Hauptthema sollte möglichst beständig bleiben.)

Streiche all die Themen, die nicht infrage kommen. Umkringel die Antwort bzw. die Antworten, bei denen du ein JA spürst.

Wenn das der Fall ist: et voilà! Wir haben dein liebstes Blog-Thema aus dir herausgekitzelt! Arbeite von nun an mit dieser Themenidee bzw. diesen Ideen weiter.

Fallen dir zu den ersten beiden Fragen keine Antworten ein, bist du womöglich noch nicht bereit für einen eigenen Blog. Überlege intensiver, wofür du brennst. Nimm dir Zeit! Nichts ist unmöglich. Hier ein paar Ideen unserer Blog Wings Absolventen

Decken sich die Antworten nicht mit deiner ursprünglichen Blogidee, solltest du vielleicht noch einmal in dich gehen und dich fragen, ob du ein Thema, das nicht deiner Leidenschaft entspricht, wirklich über Monate und Jahre hinweg immer wieder bearbeiten kannst und willst.

Schritt 2: Nimm deine potenzielle Leserschaft ins Visier

Du hast nun erste Blog-Ideen festgehalten, die deine persönliche Leidenschaft repräsentieren. Das ist sehr, sehr wichtig und die Basis, damit dein Blog erfolgreich werden kann. 

Genau so wichtig ist es aber auch, dass du Inhalte kreierst, die für andere Menschen interessant sind. Denn ohne Leser nix los.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob dein Thema relevant ist, hilft zunächst eine einfache Aufgabe:

Versuch einzuschätzen, wie viele Menschen du kennst (virtuell oder im echten Leben), die sich für dein Blog-Thema interessieren könnten.

Umso mehr Leute du hier aufzählen kannst, desto besser. Kennst du niemanden, ist dein Thema vielleicht zu eng definiert. Überlege dir in diesem Fall, ob und wie du dein Blog-Thema etwas weiter fassen kannst.

Was wollen deine Leser lesen?

Umso besser du deine Leser kennst, desto leichter kannst du deine Themen auf sie anpassen.

Personas (auch Buyer- oder Zielgruppen-Personas genannt) haben sich im Marketing als besonders hilfreiches Instrument erwiesen, um Nutzer in den Fokus der eigenen Arbeit zu rücken.

Was ist eine Persona?

"Eine [...] Persona hat – anders als eine Zielgruppe – ein konkretes Gesicht. Bei ihr handelt es sich um eine fiktive Person, die Ihren typischen [Leser] repräsentiert. Dieses Konzept macht es Ihnen einfacher, die Bedürfnisse, Herausforderungen und Handlungen Ihres idealen [Leser] besser zu verstehen. Auf diese Weise können Sie Ihre Inhalte besser zuschneiden." - Quelle HubSpot  

Jetzt bist du dran: Finde deine Blog-Persona, dein Leser-Gesicht (Zielgruppe)

  1. Gibt es jemanden unter den Personen, die du zuvor aufgezählt hast, den du als stellvertretenden Leser für deinen Blog ansiehst?
  2. Wie sehen die aktuelle Lebenssituation und Bedürfnisse dieser Person aus?
  3. Wovor hat die Person Angst (auf deine Blogidee bezogen), was sind ihre Wünsche und Träume?
  4. Kannst du innerhalb deiner Blog-Themenwahl Inhalte schaffen, die zu dieser Person passen und auf ihre Bedürfnisse eingehen? Welche zum Beispiel?

Nimm dir Zeit, um diese Fragen zu beantworten. Ein großes Blatt Papier, Stifte, Post-Its, vielleicht auch Freunde, die mit dir denken möchten.

Du wirst es nicht bereuen, gleich zu Beginn deines Blogs intensiv deine Leser in den Blick genommen zu haben. Versprochen!

Denke von nun an immer an diese Person, wenn du Anpassungen an deinem Blog vornimmst oder Inhalte erstellst und frage dich, ob der Persona dieser Schritt/dieses Design/diese Schreibweise gefallen würde.

Hast du ein sicheres Gefühl bei der Beantwortung dieser Fragen, kannst du zum nächsten Schritt gehen. 

Schritt 3: Spitze dein Thema zu - und schau über den Tellerrand

Auch wenn ich dazu rate, dich nicht zu stark mit anderen vergleichen, sondern dein Ding zu machen, kann es an dieser Stelle helfen, einen Blick auf die Blogger-Welt zu werfen.

Denn: Andere Blogs spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dein Blog-Thema zu finden. 

Sie sind Inspiration, aber auch Mitbewerber. Das heißt: Du solltest dich mit deinem Blog-Thema bzw. deinen Themen von ihnen abgrenzen, um einzigartig zu sein.

Jetzt bist du dran: Nimm andere Blogs als Inspiration

Gerade als Blog-Neuling hilft es sehr, von anderen Bloggern zu lernen. Sie haben bereits viele Erfahrungen gesammelt und wissen, wie man einen erfolgreichen Blog erstellt.

  1. Öffne eine Suchmaschine deiner Wahl und suche nach "[Deine Themenidee] Blogs"
  2. Klicke dich durch die ersten Suchergebnisse und öffne ein paar Blogs, die innerhalb der Ergebnisse aufgelistet werden
  3. Wirf einen Blick auf die folgenden Bereiche der Blogs: Über mich-Seite, Rubriken/Kategorien/Menü, Artikel auf der Startseite

Beantworte nun folgende Fragen:

  • Was sagen sie, worum es auf ihrem Blog geht?
  • Worüber schreiben sie?
  • Wie strukturieren sie ihre Themen in der Navigationsleiste?

Sammle die Informationen deiner Recherche auf einem großen Blatt Papier und/oder oder in einer Tabelle. Hier ein Beispiel:

Blogname

Oberthem​​​​a

Kernthema

Navigation

Unterthema 1

Unterthema 2

Unterthema 3

Unterthema 4

Name 1

Reisen

Backpacking

Reiseziele

Inspiration

Weltreise

Festivals

Name 2

Reisen

Reisen mit Kind

Reisen

Themen

Fotos

Lifestyle

Name 3

Reisen

Backpacking

Reiseziele

Planung

Fotos

Lifestyle

Name 4

Reisen

Reisen als Paar

Reiseziele

Planung

Blog

Genuss

2. Grenz dich ab!

Jetzt hast du eine Idee davon, wie andere Blog thematisch aufgestellt sind. Überlege dir jetzt, wie du dich mit deiner Leidenschaft und deiner Blog-Idee von ihnen abheben kannst.

Also: Wie kannst du das allgemeinere Thema zu deinem Thema machen?

Beantworte dafür die folgenden Fragen:

  • Was ist dein Thema?
  • Worauf möchtest du einen Schwerpunkt setzen?
  • Wie könntest du dich von den anderen Blogs unterscheiden, was machst du anders? Worüber denkst du anders? Könnte genau das Einfluss auf deine Themen haben?
  • Was ist dir wichtig, was nicht?

Wenn wir beim Beispiel Reiseblog bleiben, könntest du dir folgende Fragen stellen:  

  • Wie reisen ich am liebsten und wohin?
  • Lassen sich daraus ein spezifisches Hauptthema oder Unterthemen definieren? Z. B. ein Blog, bei dem es nur um ein bestimmtes Reiseland geht, oder nur ums Backpacken oder um Luxusreisen oder darum, alleine zu reisen oder als Paar oder, oder. 
  • Was unterscheidet mich von anderen Blogs? Was macht mich und meine Inhalte aus? Z. B. Persönlichkeit, Design/Fotografie, Poesie/Schreibstil, Übersichtlichkeit etc.

Schreibe dich als Blog 5 in die Tabelle oben ein und achte darauf, dass es mindestens eine Unterscheidung innerhalb deiner Reihe zu den anderen Blogs gibt. Umso weiter vorn sie steht, desto besser.  

Kommuniziere genau diese feinen Unterschiede, z. B. auf deiner Über Mich-Seite. So hebst du dich von anderen Blogs ab und wirst nach und nach eine Stammleserschaft aufbauen können.

Darum ist es wichtig, dass du dich abgrenzt

  • Du stichst aus der Masse heraus
  • Du sprichst spezielle Interessengruppen an, die sich bei dir eher wiederfinden, als bei anderen.
  • Mit dem Bewusstsein darüber, was dich einzigartig macht, kannst du dich noch mehr darauf fokussieren, deine Besonderheit hervorzuheben und dich darauf zu konzentrieren.

Natürlich findet man heute schon über fast alle Themen Blogs im Netz. Es geht auch nicht darum, dass es NIEMANDEN gibt, der auch darüber schreibt, sondern darum, dass du das Thema zu deinem machst.

Du hast über das Blog-Thema hinaus noch viele weitere Möglichkeiten, dich von anderen Blogs abzugrenzen:

  • Schreibstil
  • Design
  • Qualität
  • Formate (Video, Podcast, Texte etc.)
  • Persönlichkeit

Schritt 4: Kenne dein Ziel - und dein Potenzial

Sicherlich treibt dich irgendetwas an, das dich bis zu diesem Kapitel in diesem Artikel gebracht hat und dafür sorgt, dass du deinen eigenen Blog aufsetzen möchtest, richtig? 

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es hilft ungemein, sich damit auseinanderzusetzen, warum man einen Blog betreibt bzw. betreiben will, um langfristig am Ball zu bleiben und nicht die Orientierung zu verlieren.

Mögliche Ziele - was ist deins bzw. was sind deine?

  • Kreativer arbeiten, sich ausprobieren
  • Mehr Freiheit im Leben/perspektivisch unabhängiger leben
  • Leidenschaft Ausdruck verleihen
  • Anderen Menschen helfen/sie inspirieren
  • Die eigene Bekanntheit steigern
  • Ein Thema oder eine Organisation populärer machen/dafür sensibilisieren
  • Geld verdienen (halte ich wie gesagt nicht für den besten Grund)

Hat dein Blog-Thema (deine Themen) Potenzial?

Um jegliche der oben genannte Ziele zu erreichen, ist vor allem eins wichtig: Dass du Leser auf deinen Blog ziehst. 

Weiter oben in diesem Artikel haben wir deine potenzielle Leserschaft bereits in den Blick genommen - lass uns nun noch etwas tiefer einsteigen und ganz konkret schauen, wie gefragt dein Blog-Thema im Web ist. 

Dafür betrachten wir als erstes, wie häufig deine Ideen bei Google gesucht werden:

1. Das Traffic-Potenzial - kannst du ausreichend Leser erreichen?

Um herauszufinden, welche Begriffe (Keywords) wie häufig bei Google gesucht werden, empfehlen wir dir, dich beim KW FINDER anzumelden. 

Dieser ist kostenlos und gleichzeitig extrem wichtig für deinen Blog, wenn du Besucher über Suchmaschinen generieren möchtest (was wir dir nur empfehlen können).

Ohne zu wissen, welche Keywords gesucht werden, läufst du nämlich Gefahr, Inhalte oder Formate zu produzieren, die - drastisch gesagt - niemanden interessieren.

Im KW Finder kannst du nach Begriffen aus deinem Themenbereich suchen und dich von verwandten Keywords inspirieren lassen - so bekommst du direkt viele Ideen für mögliche Inhalte:

KW Finder Auswertung

Jetzt bist du dran! Bewerte dein Traffic-Potenzial

1. Registriere dich kostenlos im KWFinder.

2. Wenn du dich angemeldet hast, kannst du sofort mit dem Tool arbeiten und nach Keywords suchen. Stelle zusätzlich noch Land und Sprache deiner Wahl ein und klicke dann auf "Find keywords":

KW Finder nutzen

3. Checke, wie viel Suchvolumen für deine Themenidee(n) besteht. In der Spalte "Search" findest du das zu erwartende monatliche Suchvolumen.

Erzielt dein Kernthema mehr als 1.000 Suchanfragen im Monat, ist das ein gutes Ergebnis! 

Falls dein Wunschthema auf zu wenige Suchen kommt, probiere Synonyme oder Einzahl / Mehrzahl des Begriffes aus. Vielleicht lag die geringe Anzahl an Suchanfragen nur an der Formulierung.

KW Finder Auswertung

2. Erfolgs-Potenzial - wie groß ist deine Konkurrenz?

Wie gesagt, heute gibt es fast nichts, worüber noch nichts geschrieben wurde. Doch eine zu starke Konkurrenz mindert die Chance auf Erfolg. Um die Erfolgschancen deines Blogs besser bewerten zu können, betrachte den Wettbewerb zu deinem Wunschthema. 

Wie du vielleicht schon bei deiner ersten Keyword-Recherche gesehen hast, zeigt der KW Finder nicht nur Keyword-Ideen und Suchvolumina an. Er stellt in der letzten Spalte (KD) auch dar, wie die Konkurrenz für das Schlüsselwort ist.

Der Wert "KD" wird dabei als "Keyword SEO Difficulty" definiert und bewertet auf einer Skala von 1 (leicht) bis 100 (schwer), wie stark die Konkurrenz für das Suchwort ist.

kw finder keyword recherche konkurrenz wert

Jetzt bist du dran! Bewerte deine Konkurrenz

  1. Schaue im KW Finder, welche "Keyword SEO Difficulty" (KD) für deine Suchbegriffe angegeben ist.
  2. Liegt der Wert (KD) unter 50 kannst du zum nächsten Schritt gehen. 
  3. Liegt der Wert (KD) über 50 solltest du in der ersten Spalte "Suggestions" nach weiteren Begriffen suchen oder andere in die Suche eingeben. 

3. Zukunfts-Potenzial - wie langlebig ist dein Thema?

Wichtig ist auch, dass dein Wunschthema nicht nur aktuell gehyped wird oder eine sinkende Relevanz hat.

Denn: Aus eigener Erfahrung brauchst du mehrere Monate, bis du eine regelmäßige Leserschaft auf deinem Blog begrüßen kannst. 

Google Trends verrät dir, wie trendy dein Thema ist:

google trends analyse

Für das Keyword Backpacking Thailand zeigt der Trend-Graph insgesamt eine steigende Entwicklung der Suchen. Es ist also davon auszugehen, dass das Thema auch in der Zukunft noch relevant ist. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

Was sagt Google Trends über deine Idee?

Schritt 5: Triff deine Entscheidung

Nimm dir diese Checkliste als Leitfaden und schaue, ob du alle Punkte mit Ja beantworten kannst:

1. Du brennst für dein Blog-Thema und hast richtig, richtig Lust, sofort loszulegen.

2. Es gibt andere Menschen, die sich für dein Blog-Thema interessieren.

3. Du konntest dich thematisch von anderen Blogs abgrenzen oder hast eine Idee, wie du deinen Blog einzigartiger machen könntest.

4. Du hast dein Ziel definiert und konntest herausstellen, dass du Potenzial siehst.

5. Du hast ein Blog-Thema, das genug Raum für Inhalte liefert.

Alles JA? JUHUUUUUUUUUU.

Dann nimm diese Motivation mit und verwirkliche deinen Traum vom Blog. Gleich heute.


Starte jetzt in dein Blog Abenteuer!

Mit unserem kostenlosen Online-Schnupperkurs:

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Hat dir dieser Artikel gefallen?

Ich hoffe, du hast jetzt dein persönliches Blog-Thema gefunden. Bestenfalls sogar schon eine kleine Themen-Liste.

Hast du noch Fragen? Möchtest du dich austauschen? Ich freue mich über jeden Kommentar und helfe dir immer gern weiter!

Als nächsten Schritt empfehle ich dir, deinen Namen zu kreieren.

Den hast du schon? Hier kommst du zu meiner kostenlosen Komplett-Anleitung Blog erstellen.

Und nun: Viel Spaß beim Bloggen. Ich bin so gespannt auf deine Ideen! 

Sina


2 Kommentare

  • Vielen Dank für die Informationen. Ich denke man sollte sich einfach frei von der Leber schreiben, egal ob es um Basteln oder vielleicht auch Depressionen geht. So kann man ja vielleicht auch wie eine kleine Online Beratung für andere Personen bieten.

    Antworten
    • Liebe Claudia,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Generell hilft es, wenn man sich thematisch zumindest einen gewissen Rahmen setzt, damit deine Leser und Fans wissen, welche Inhalte sie auf deinem Blog erwarten.

      Innerhalb dieses Rahmens kann man seiner Kreativität und Leber dann freien Lauf lassen und sich austoben und verwirklichen.

      Liebe Grüße,
      Bennet

      Antworten

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