Blog Logo erstellen in nur 5 Schritten (inkl. Tools, Inspiration, Tutorials)

von Bennet

Ich durfte bereits für Marken wie BRAVO und Cosmopolitan arbeiten und zeige dir mit Blog Wings, wie du schnell und sicher einen eigenen Blog erstellst und erfolgreich ausbaust. 

Lesezeit: 7 Minuten

Logos bekannter Marken wie Nike oder Marlboro haben sich tief in unseren Gehirnen abgespeichert. Wir wurden unser Leben lang auf sämtlichen Kanälen so häufig damit konfrontiert, dass wir sie im Schlaf auf ein Blatt Papier zeichnen könnten.

In diesem Beitrag zeige ich dir, was es braucht, um einen ähnlichen Effekt für deinen Blog zu erzielen. Du lernst, was ein gutes Logo auszeichnet, wie du es innerhalb einer Stunde kreierst und erhältst nützliche Tools und Inspiration, um dein ganz eigenes Logo zu entwerfen. Viel Spaß beim Lesen, Lernen und Blog Logo erstellen! 

Das Wichtigste aus diesem Beitrag

  • Ein Logo sorgt für Wiedererkennung und Vertrauen.
  • Dein Blog Logo sollte möglichst einfach gestaltet sein.
  • Verschwende nicht zu viel Zeit mit der Erstellung deines Logos. 
  • Es gibt tolle kostenlose Tools, die dir bei der Erstellung helfen.

1. Wann solltest du ein Blog Logo erstellen?

Zum Start deines Blogs benötigst du noch nicht zwingend ein Logo. Hier haben andere Schritte Priorität, die den Ausbau deines Blogs vorantreiben (Theme, Beiträge, Seiten, DSGVO etc.).

Design-Fragen sind oft frustrierende Zeitfresser, die besonders Perfektionisten daran hindern, voranzukommen.

Statt einem Logo kann ein schwarz-weißer Schriftzug mit dem Namen des Blogs verwendet werden. Sina ist bei Soulflake auch erst einmal damit gestartet: 

soulflake logo schriftzug

Ein Logo wird erst dann wichtiger, wenn du deinen Blog auf mehreren Kanälen vermarktest (z. B. Facebook, YouTube usw.) und Besucher generierst. 

Nichtsdestotrotz können Design-Verliebte schon früher aktiv werden und mit der Anpassung ihres Blog-Designs ein Blog Logo hinterlegen. 

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2. Bestandteile eines Logos

Ein Logo kann aus einem oder mehreren Buchstaben und/oder einer Form zusammengesetzt sein.

Buchstaben und Worte

Besteht ein Logo nur aus einem oder mehreren Buchstaben, ist es wichtig, dass trotz der Einfachheit eine Wiedererkennung möglich wird. 

Die gewählte Schriftart (Font) sollte daher in irgendeiner Weise individualisiert werden und sich von Standard Fonts, die du z. B. in Windows Word findest, abgrenzen. Ein gutes Beispiel dafür sind die folgenden Logos:

IBM Logo Beispiel
aeg logo beispiel

Sie verwenden nur Text, wurden aber grafisch in Form und Farbe so angepasst, dass sie einzigartig sind und sich stärker einprägen. Einige Marken entwickeln sogar eigene Schriftarten.

Formen und Symbole

Logos können auch aus Formen oder Symbolen bestehen. Hier gilt ebenfalls, dass diese bearbeitet und nicht zu allgemeingültig sein sollten, um Wiedererkennungswert zu haben . 

windows logo
shell logo

Viele Logos bestehen auch aus einer Kombination aus Buchstaben / Worten und Formen / Symbolen. 

3. Was ein gutes Logos ausmacht

Ein gutes Logo sollte vor allem einfach gestaltet sein - ohne viele Farben, Details oder lange Texte. Es muss kein Kunstwerk sein. Man sagt:

"Ein gutes Logo kann man mit einem Finger in den Sand malen."

Das belegen auch Statistiken. Laut DesignBuddy nutzen 95 % der weltweiten Top-Marken lediglich eine oder zwei Farben, 41 % der Logos bestehen nur aus Text.

Das macht ein gutes Logo außerdem aus:

Gute Logos sind leicht verständlich, unverwechselbar und einprägsam

Die  folgenden Formen sind so einprägsam, dass du sicherlich sofort erkennst, um welche Marken es sich handelt: 

adidas logo
mc donalds logo
nike logo

Die Formen repräsentieren entweder den Namen des Unternehmens (das M von MC Donalds) oder symbolisieren bestimmte Eigenschaften, die mit der Marke in Verbindung stehen (Adidas: ein stilisierter, zu erklimmender Berg als sportliche Herausforderung; Nike: der "Swoosh" stellt einen Flügel der Siegesgöttin Nike dar).

Diese Logos wurden selbstverständlich von Experten entwickelt, doch auch als Laie kann man tolle Designs kreieren.

Gute Logos funktionieren in jeder Größe

Gute Logos sind in allen Größen wiedererkennbar (auch "reproduzierbar") - sie können auf riesige Plakate oder auf kleines Briefpapier gedruckt werden und verlieren nicht an Wirkung.

Das VW-Logo z. B. ist aufgrund seiner vielen Linien nur noch schwer zu erkennen, wenn man es stark verkleinert. Das Apple-Logo hingegen, bleibt gut erkennbar:

vw logo beispiel
apple logo

Probier also aus, wie dein Logo in unterschiedlichen Größen wirkt. Wirkt es als riesige und als winzige Version noch immer wie das Logo, das du entworfen hast? 

Gute Logos sehen in Farbe und schwarz-weiß gut aus

Mit der farblichen Gestaltung verhält es sich ähnlich, wie mit der Größe des Logos: Alle Extrema sollten bedient werden können. 

Das bedeutet, dein Logo sollte sowohl beim Senden mit einem Faxgerät in schwarz-weiß erkennbar sein, als auch im Rahmen eines kunterbunten Bildes.

Bei farbigen Logos merkt man bei der Umstellung auf schwarz-weiß schnell, ob sie nur aufgrund der farblichen Gestaltung gut aussehen.

Wie du bei den schwarz-weißen Logos oben siehst, wirken diese sehr gut ohne Farbe.

Gute Logos funktionieren in jeder Form

Ein gutes Logo ist so einfach gestaltet, dass es in nahezu jeder Form funktioniert: also in 2D und 3D oder auch Materialien wie Holz oder Knete.

Versuche dir dein Logo räumlich vorzustellen. Wie würde es als dreidimensionales Modell vor dir aussehen? Gefällt dir, was du vor deinem imaginären Auge siehst? 

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4. Blog Logo erstellen in 5 einfachen Schritten

Statt viel Zeit in ein Logo zu investieren, plädiere ich dafür, dass du dich lieber darauf konzentrierst, deinen Blog weiter auszubauen oder tolle Inhalte mit maximalem Nutzen für deine Leser zu entwickeln.

Versuche also, die folgenden Schritte in maximal einer Stunde zu realisieren.

1. Vorüberlegungen

Aufwand: 10 Minuten

Bevor du loslegst, solltest du kurz überlegen, was deinen Blog ausmacht und was diese Eigenschaften visuell repräsentieren könnte.

Bei Blogs Wings haben wir aufgrund des Namens (Wings = engl. Flügel) die Assoziation zu "Fliegen" und "Flügeln" gesucht und sind letztlich bei einer Feder gelandet, die als Schreibfeder auch das "Blog schreiben" zum Ausdruck bringen kann. Die Feder symbolisiert zusätzlich die Leichtigkeit, mit der wir das Bloggen lehren. 

Welche Symbole fallen dir für deinen Namen an? Wie kann Schrift formatiert werden, um dein Thema und deine Besonderheiten visuell zu transportieren? Reicht es womöglich, nur Schrift zu nutzen? Welche Farben (max. 2) passen?

2. Entwurf/Recherche 

Aufwand: 15 Minuten

Nun kannst du mit Stift und Papier oder einem Grafikprogramm beginnen, dein Logo zu skizzieren. Lass deiner Kreativität dabei freien Lauf. Alles ist erlaubt. 

Überleg, was dir an welchem Entwurf gefällt und entwickle die Dinge, die dir gefallen, weiter. So konkretisiert sich dein Logo langsam. 

Achte darauf, dass ein Logo in erster Linie einfach sein sollte und nicht zu detailreich.

Kommst du hier nicht wirklich voran, können dir die Tools, die wir dir unten zeigen, helfen.

3. Umsetzung

Aufwand: 15 Minuten

Jetzt wird aus deinem Entwurf ein konkretes Logo. Dazu kannst du Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop (kostenpflichtig mit Testversion), GIMP (kostenlos) oder Inkscape (kostenlos) nutzen.  

Noch größere Hilfestellung geben Tools wie Canva und Co, die ich dir unten (klicken und springen) zeige. 

Achte darauf, dass du das Logo in einer hohen Auflösung erstellst, wenn möglich (höher als 1.000 Pixel).

4. Check

Aufwand: 10 Minuten

Nachdem du einen finalen Entwurf erstellt hast, solltest du Freunden und Familie fragen, wie ihnen das Logo gefällt. Erkennen sie, was du dir dabei gedacht hast und wofür es stehen soll?

Wenn ja, ist das ein super Ergebnis. Falls nicht, solltest du noch einmal zu Schritt zwei oder drei zurückkehren. 

Achte aber dabei darauf, dass du dich nicht in lange Diskussionen verstrickst. Du kannst sogar überlegen, diesen Schritt zu überspringen, um voranzukommen. 

5. Launch

Aufwand: 10 Minuten

Triff nun eine Entscheidung für dein Logo und speichere es in unterschiedlichen Auflösungen ab (z. B. 1.000 Pixel [groß]; und 200 Pixel [klein]). Im Optimalfall sogar mit Versionen in schwarz oder weiß und transparentem Hintergrund (PNG).

Integriere das Logo in deinen Blog und passe die Größe auf die Vorgaben deines Themes an.

5. Logo Tools

Es gibt eine ganze Reihe von Tools, die dich bei der Entwicklung eines Blog Logos unterstützen. Sie liefern dir fertige Logos, Entwürfe zum Anpassen, Inspiration oder einfache Webeditoren, mit denen du Formen und Texte zusammensetzen kannst. 

Einige dieser Tools möchte ich dir genauer vorstellen:

Canva

Canva ist ein kostenloses, Browser-basiertes Design-Tool, das dir nicht nur bei der Gestaltung deines eigenen Logos unter die Arme greifen, sondern auch für viele andere Gestaltungsmittel genutzt werden kann. 

Das Tool liefert dir Vorlagen, die du ganz einfach adaptieren kannst. 

Hier kannst du dich kostenlos bei Canva anmelden.

blogger tool canva layout design

Im folgenden Video siehst du, wie du ein Logo mit Canva erstellst:

Tailorbrands

Tailorbrands ist kostenpflichtig und hat einen etwas anderen Ansatz als Canva, ein passendes Logo für dich zu entwickeln. Hier beantwortest du in einem mehrstufigen Prozess zunächst einige Fragen, bevor du dich kostenlos registrierst und einen Blick auf die für dich angefertigten Entwürfe erhältst. Diese kannst du ebenfalls anpassen.

Das Tool versteht sich als "Branding Tool". Dein Logo wird also nicht nur als einfaches 2D Bild präsentiert, sondern auf Geschäftsmaterialien in 3D oder in Sozialen Medien dargestellt und liefert dir so ein gutes Bild davon, wie es in Aktion aussieht:

tailorbrands logo beispiel

Ucraft Logo Maker

Der Logo Maker von Ucraft funktioniert wie ein einfacher, klassischer Drag and Drop Editor, mit dem sich Elemente einfach auswählen und verschieben lassen. Du kannst Icons, Text und Formen miteinander kombinieren und in Farbe und Größe anpassen.

Dass der Funktionsumfang beschränkt ist, führt dazu, dass du ein wirklich einfaches Logo kreierst - so wie es sein soll.

ucraft logo editor beispiel

6. Warum ein Logo wichtig ist

Anhand der Beispiele Nike und Marlboro zeigt sich schnell, warum ein Logo wichtig ist: Es sorgt für Wiedererkennung in unserer stark fragmentierten Medienwelt, die online wie offline auf vielen unterschiedlichen Kanälen stattfindet. 

Diese Wiedererkennung ermöglicht den Aufbau einer Beziehung zum Betrachter und den Gewinn von Vertrauen. Umso enger die Verbindung zu dieser Person, desto leichter wird es für Marken, wie Blogs und Unternehmen, ihre Ziele zu erreichen.

Doch nicht nur ein Logo trägt zur Wiedererkennung bei, auch alle weiteren Elemente des "Corporate Design" - also Farben, Fonts, Bilder etc. - schärfen, wie eine Marke wahrgenommen wird. 

Diese Schärfung sorgt auch für eine Abgrenzung von anderen Marken, die um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen deiner Besucher buhlen. 

7. Logo Inspirationen

Nachfolgend findest du eine Auswahl kreaetiver Blog Logos als Inspiration.

blickgewinkelt blog logo
reisehappen blog logo
logo von blog stoffreise
ohne zucker blog logo
lilies diary blog logo
bravebird blog logo
lunch for one blog logo
logo blog geschmacks momente

8. Logo Tutorials

Hier eine Reihe von YouTube-Tutorials, die dir zeigen, wie du mit Adobe Photoshop, Illustrator und Co. dein eigenes Blog Logo erstellst:

The Logo Design Process From Start To Finish

How to Make Logo in Photoshop - Photoshop Tutorial for Beginners

How To Design A Modern Logo | Start To Finish

Modern Logo Design Tutorial - 2018

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Autor

BENNET POLENZ

Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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