Slider

1. Was ist ein Slider?

Du kannst dich vielleicht noch an Diaprojektoren erinnern. Eine Art Slideshow, bei der auf einer Wand ein Bild erscheint und mit einem Klick verschwindet, um Platz für das nächste Bild zu schaffen. Genau das sind auch Slider – nur eben in der digitalen Edition. Das Wort kommt wie vieles auch aus dem Englischen “Slider = to slide” und bedeutet so viel wie “Gleiter” oder “Schieber”.

Alternativ wird der Slider auch Karussell, Slideshow oder Fader genannt.

slider bei otto
Slider von Otto

Bei meinem Blog Blog Wings habe ich ebenfalls Slider eingebaut, die du im folgenden Beispiel sehen kannst. Da siehst du auch die Funktionsweise.

Slider sind somit eine Art Galerie, die in der Regel auf der Hauptseite (Landing Page) einer Webseite verwendet werden. Entweder können deine Besucher dann mehrere Bilder nach kurzen Intervallen sehen oder sie klicken sich durch die einzelnen Bilder durch, um die verschiedenen Bilder und Inhalte anzuschauen.

Die einzelnen Bilder in der Slideshow werden auch als “Slides” bezeichnet. Du kannst zu den einzelnen Slides Links hinzufügen, welcher nach einem Klick auf eine andere Seite oder auf die Unterseite der Landing Page verweist.

Slides haben grundsätzlich einen klaren und gleichen Aufbau im Frontend: Ein Bild befindet sich im Hintergrund, welcher mit einem Text im Vordergrund geschmückt ist. Dieser beinhaltet die Überschrift zu dem jeweiligen WordPress-Beitrag. Somit erkennen deine Besucher sofort, um was es sich bei dem Beitrag handelt und werden automatisch zu diesem geführt, wenn sie auf den jeweiligen Slide klicken.

2. Was solltest du in den Slider einfügen?

Was den Inhalt betrifft, hast du die freie Entscheidung. Du musst nichts Spezifisches im Slide einfügen und hast daher die freie Wahl. Möglichkeiten sind: Fotografien, Texte, Schriftzüge, Buttons und Befehle. Was du genau wo platzierst, entscheidest zum einen du und zum anderen dein Theme. Wenn du über Programmierkenntnisse verfügst, dann können sie dir dabei helfen, um die Slides zu individualisieren.

Was empfehlenswert ist, ist die Platzierung von neuen Informationen und Beiträgen. Du hast zum Beispiel einen neuen Beitrag veröffentlicht? Dann platzier diesen direkt in einen deiner Slides.

Der Vorteil an einem Slider ist, dass du deine Besucher direkt begeistern kannst. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf deinem Blog verweilen und sich den Content anschauen.

Ein kleiner Nachteil ist: Du musst deinen Slider immer auf dem neusten Stand halten. Veraltete Beiträge wirken eher kontraproduktiv auf deine Leserschaft, weil sie dann mitbekommt, dass du nur sehr wenig Wert in deinen Blog legst.

Zusätzlich solltest du immer darauf achten, dass die Links auch funktionieren. Überprüfe daher regelmäßig, ob die Links auch wirklich dahin führen, wo sie hinführen sollen.

Der Slider soll ein einfaches und positives Ereignis für deine Besucher sein, weshalb du unbedingt auf alle kleinen Makel achten musst.

3. Brauchst du einen Slider?

Die Frage musst du dir selbst stellen. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog? Wie viel Zeit kannst du investieren? Schau dir die folgenden Vor- und Nachteile an und wäge dann selbst ab, ob du einen Slider in deinem Blog benötigst:

Vorteile eines Sliders

Die Besucher deiner Webseite sehen direkt, ob interessante Themen für sie vorhanden sind. Sie müssen keine 10 Sekunden auf der Webseite sein, um das anhand des Sliders zu erkennen. Slider empfehlen sich daher perfekt als visuelle und komprimierte Form von Informationen, um Besucher zum Verweilen zu animieren. Durch das interaktive Element bekommst du auch sehr schnell die Aufmerksamkeit deiner Besucher, was in vielen Fällen vorteilhaft für dich und deinen Blog ist – die Wahrscheinlichkeit zum Lesen von Beiträgen erhöht sich oder das Klicken auf unterschiedliche Beiträge vergrößert sich.

Zudem wirkt dein Blog deutlich professioneller, wenn du den Slider gut in deiner Webseite integriert hast. Die weichen Übergänge zwischen den einzelnen Slides wirken zufriedenstellend und wohltuend auf das menschliche Empfinden. Für WordPress-Blogs empfehlen wir Slider Revolution.

Nachteile eines Sliders

Statistiken zufolge liegt die Klickrate von Links in Slidern deutlich geringer als bei statischen Bildern (Hero Image).

Eine Studie der Notre Dame University aus dem Jahr 2013 veröffentlichte, dass nur 1 % von 3.755.297 Besucher auf den Slider klickten. Normalerweise sollten Klickraten (Conversions) mindenst doppelt soch hoch sein. Noch besser wäre es, wenn die Zahl mindestens das Fünffache betragen würde.

Weitere Studien von der University of York und Orbit Media kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Anhand dieser Statistiken solltest du Slider nicht in deinem Blog verwenden.

Ein weiterer Faktor ist, dass Slider kontraproduktiv für SEO (Suchmaschinenoptimierung) sind: Sie nehmen zu viel Platz auf deiner Landing Page ein, weshalb sich das negativ auf die SEO-Effekte der Seite auswirkt.

Gleichzeitig weren Ladezeiten von Webseiten erhöht, wenn Slider geladen werden müssen. Das wirkt sich negativ auf mobile Nutzer aus, die nur über langsames Internet verfügen.

Ein weiterer Nachteil befasst sich mit dem Timing von Slidern. Sie sind nur sehr schwierig perfekt zu realisieren, weshalb sie manchmal als nervig empfunden werden können. Wenn zum Beispiel eine Person gerade damit beschäftigt ist, um den Text in einem Slide zu lesen, aber dieser direkt zum Nächsten springt, dann wirkt das störend. Es könnte dadurch sogar geschehen, dass Menschen die Lust an einem Blog verlieren.

Zudem ist die Darstellung für mobile Nutzer nur sehr schwierig. Inzwischen nutzen immer mehr Menschen ihr Smartphone und wollen daher auch ihren Content darüber genießen. Selbst wenn dein blog Responsive Design besitzt, variiert der Slider in der mobilen Version sehr stark von der Desktop-Version. Dadurch verliert der Slider an Wirkung und wirkt sich eher negativ aus.

4. Slider in WordPress installieren

​​​​Wenn du dich für den Einsatz vom Slider entschieden hast, dann kannst du unter deinem Theme nach der Option suchen. Oder du verwendest eine Software-Erweiterung (Plugin), um Slider in deinen Blog zu integrieren. Du kannst die dann komplett im Backend deines WordPress-Blogs erstellen.

Diese kostenlosen Slider-Plugins sind besonders beliebt

  • Smart Slider 3 von Nextend
  • Master Slider von averta
  • MetaSlider von Team Updraft
  • Slider by WD von WebDorado

Wir empfehlen:

  • Slider Revolution

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