Conversion

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Kostenloser Bonus: Die 20 wichtigsten Blog-Begriffe, die Blogger unbedingt kennen sollten!

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1. Was ist eine Conversion?

Conversion ist ein Begriff aus dem Online-Marketing. Um diesen genau zu verstehen, hilft es, ihn vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen: 

Conversion bedeutet Umwandlung ...

... und kann dabei z. B. die Umwandlung eines Besuchers zu einem Käufer meinen. 

Es findet also eine Konversion statt, wenn eine gewünschte Aktion ausgeführt bzw. ein bestimmtes Ziel erreicht wird. 

Ein konkreteres Beispiel: Jemand besucht deinen WordPress-Blog und surft ein bisschen herum. Er ist also ein Besucher. Dann geht er auf deinen Online-Shop, der in deinem Blog integriert ist, und kauft ein Produkt. Nun wird er vom Besucher zum Käufer.

Es hat also eine Conversion, Umwandlung, stattgefunden: vom Seitenbesucher zum Produktkäufer. Du als Blog-Betreiber hast dein Ziel erreicht.

2. Beispiele für Conversions

Das sind die häufigsten Conversions im Web:

  • Anmeldung für einen Newsletter
  • Kauf eines Produkts
  • Abschluss eines Abonnements 
  • Absenden eines Kontaktformulars
  • Download einer Datei
  • Klick auf eine Anzeige


Aber auch diese weniger prominenten Ziele können als Conversions betrachtet werden, wenn sie relevant für Webseiten sind:

  • Wiederkehrende Besucher
  • Kommentierende Nutzer 
  • Nutzer, die länger als X Sekunden auf der Webseite verweilen

Welche Aktion als Conversion definiert wird, hängt von den individuellen Zielen des Webseiten-Betreibers ab.

3. Was ist eine Conversion-Rate?

Mit der Conversion-Rate kann gemessen werden, ob der Webseiten-Betreiber seine gesteckten Ziele erreicht und wenn ja, wie gut.

Conversion-Rate bedeutet übersetzt Umwandlungs-Rate und beschreibt das Verhältnis der Website-Besucher zum jeweiligen Zielvorhaben, also zur Conversion, die erzielt werden soll.

Anschaulich wird das an folgendem Beispiel:

Dein Ziel als Blogger ist z. B., dass sich Seitenbesucher zum Newsletter anmelden. Die Frage ist: Wie viel Prozent der Seitenbesucher tun dies letztendlich? 2 von 100 Seitenbesuchern? Dann würde die Conversion-Rate 2 % betragen. (Hier findest du einen Conversion Rechner.) Denn: Du hast es geschafft, 2 von 100 Besuchern umzuwandeln, nämlich vom Seitenbesucher zum Newsletter-Empfänger.

Wichtig ist es jetzt, diese Rate weiter zu beobachten. Wenn diese plötzlich sinken sollte, könntest du schauen, was auf der Seite verändert wurde und die Besucher abspringen lässt - und dir überlegen, wie du die Besucher stärker zur Conversion animieren kannst. 

4. Warum die Conversion Rate optimieren?

Gut ist es immer, wenn es gelingt, die Conversion-Rate zu steigern und du, als Webseiten-Betreiber, deine Ziele erreichst.

Optimierungen an der Conversion Rate sind besonders effektiv. Eine Verdoppelung einer niedrigen Conversion Rate ist bereits mit ein paar einfachen Schritten und Tests zu realisieren. Eine Verdoppelung des Traffics, die denselben Effekt hätte, wäre in den meisten Fällen weitaus schwerer zu erreichen. 

Wie man die Conversion Rate optimieren kann, beschreibt Ryte hier

Die Conversion-Rate hängt unter anderem eng mit der Abbruch- bzw. Absprungrate zusammen. Je mehr Besucher deinen Blog frühzeitig verlassen, ohne sich genau umgesehen zu haben, desto weniger Conversions erzielst du erfahrungsgemäß.

5. Was ist eine gute Conversion Rate?

Conversion Raten unterscheiden sich von Branche zu Branche und Zielsetzung zu Zielsetzung stark. Hier sind einige grobe Werte zur Orientierung:

Anmeldung für einen E-Mail-Newsletter

Conversion Raten für neue Registrierungen für einen E-Mail-Newsletter liegen im Bereich von 1 - 2 %. Auch wir ordnen uns dort ein.

Kauf eines Produkts

Im sogenannten E-Commerce schwanken die Conversion Raten je nach Branche extrem. Im Bereich Mode liegen sie laut Statista bei etwa 2 %, bei Elektronik bei 0,8 % und bei Büchern bei 3,2 % (Quelle).

6. Macro- und Micro Conversions

Konversionen können nicht nur für die gesamte Webseite betrachtet (Macro), sondern auch in kleinere Schritte entlang des Prozesses bis zum Ziel unterteilt werden (Micro). 

Eine (Macro) Conversion besteht also aus mehreren Micro Conversions. 

In einem Online-Shop gibt es z. B. eine ganze Reihe von Micro Conversions, die betrachtet werden können und gemeinsam eine Macro Conversion Rate bilden:

  1. Wie viele Besucher registrieren sich?
  2. Wie viele Nutzer packen ein Produkt in den Warenkorb?
  3. Wie viele Nutzer starten den Bestellprozess? 
  4. Wie viele gepackte Warenkörbe führen zu einem Kauf? 


Die einzelnen Schritte vom ersten Kontakt bis zur Erreichung der Zielsetzung können auch als sogenannter Conversion Funnel (Trichter) dargestellt werden: 

beispiel conversion funnel

Die Trichter-Darstellung visualisiert, dass von Schritt zu Schritt weniger Personen den Prozess entlang gehen und am Ende nur ein minimaler Anteil übrig bleibt.

​Dank der Micro-Betrachtung kannst du herausfinden, an welchem Schritt besonders viele Personen verloren gehen und diesen optimieren. 

7. Was bedeutet Conversion Tracking?

Um deine Conversion-Rate betrachten zu können, musst du sie zunächst ermitteln. Mithilfe des Conversion-Tracking wird gemessen, wie häufig tatsächlich eine Conversion stattgefunden hat.

Um Conversions zu erfassen, bedarf es Web Analyse Tools wie Google Analytics oder technischem Know-how in Form von Coding, bestimmter Tools und Plugins. Oft wird auch einfach ein Pixel in die Webseite implementiert, dass die Conversions misst.

Da beim Tracking Nutzerdaten gesammelt und zumeist verarbeitet und übertragen werden, solltest du im Hinblick auf das Thema Datenschutz (DSGVO) besonders achtsam sein. 

Einen kompletten Guide zur DSGVO für Blogger findest du hier bei uns: "DSGVO für Blogger leicht gemacht: Guide, Checkliste & wichtige Links"

Zusammenfassung

Conversions sind ein fester Bestandteil im Online-Marketing und ein nützliches Werkzeug zur Optimierung deiner Marketing-Aktivitäten. Schau, dass du deine Zielsetzungen nicht nur in absoluten Zahlen misst, sondern auch in Form von Raten. 

Weiterführende Links

Sina

Bloggerin und Autorin

Ich helfe Menschen mit Blog Wings, auf ihre Stärken zu vertrauen, kreativ zu sein und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen.


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