Mit Blog Geld verdienen - so geht´s! Der Insiderguide

Dank Internet kann jeder mit einem Blog tausende von Menschen erreichen. Doch wie schafft man es, diese Reichweite in Einnahmen zu verwandeln? Und: Wie viel verdient man eigentlich als Blogger? Im folgenden Guide erfährst du alle Tipps und Tricks zum Thema "mit Blog Geld verdienen" - aus eigener Erfahrung.

Von Sina

Ich bin Mit-Gründerin des Reiseblogs Ferndurst, Buchautorin und helfe dir bei Blog Wings, deinen Traum vom eigenen Blog zu verwirklichen. Mehr über mich

Geld verdienen als Blogger Tipps und Tricks von Blog Wings aus Ubud Bali

Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache und ich erzähle, dass ich Reisebloggerin bin, kommt häufig ein überraschtes (und sehr interessiertes):

"Mit Bloggen kann man echt Geld verdienen?"

Dann sag ich: Ja - und werde manchmal rot vor Dankbarkeit und Verlegenheit, weil ich es immer noch nicht glauben kann, dass ich mit meinen größten Hobbies, dem Reisen und Schreiben, mein Geld verdiene. 

Aber es ist so.

Doch natürlich geht das nicht einfach so. Bloggen ist ein Beruf wie jeder andere auch. Du musst ziemlich viel Arbeit investieren, damit du vorankommst und erfolgreich bist.

Du musst dich in ganz neue Gebiete reinfuchsen (ggf. Blog erstellen, Design (z. B. Logo oder Blog-Theme), Datenschutz), Inhalte erstellen, die anderen Menschen maximal weiterhelfen. Viele Inhalte erstellen. Leser erreichen. Wachsen. Und dann, ab einer bestimmten Anzahl an Lesern, kommt dann das Geldverdienen ins Spiel. Dann kann ein Blog ein eigenes kleines Medienunternehmen werden.

Verlag/Unternehmensführung, Redaktion, Anzeigenabteilung, Marketing - alles in der Hand von ein oder zwei Personen. So ist es jedenfalls am Anfang, wenn man noch nicht viel Budget hat. 

Die meisten, mit denen ich spreche, wollen dann mehr wissen: "Wie verdienst du mit deinem Blog Geld?"

Meine Antwort darauf möchte ich dir in diesem Artikel verraten.

Hast du bereits einen Blog, der erste Leser erreicht und fragst dich, wie du mit dem Bloggen Geld verdienen könntest? Oder bist du ganz frisch dabei, interessierst dich für einen eigenen Blog und möchtest wissen, welche Einnahmequellen es geben und wie dein Blogger Verdienst aussehen könnte? 

 Perfekt! Heute bekommst du Antworten auf all deine Fragen:

Wie verdient man Geld mit einem Blog?

Fast jeder Blogger versucht zuallererst, möglichst viele Besucher auf die eigene Seite zu ziehen. Denn ohne Leser macht das Bloggen natürlich keinen Spaß. Das ist auch gut so. Denn die Leser sind die wichtigste Voraussetzung, um mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. 

Prinzipiell gilt:

Je mehr Besucher ein Blog erreicht, also je mehr Reichweite er hat, desto mehr Geld kann man mit ihm verdienen.

Dabei gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, wie man diese Reichweite nutzen kann, um Umsätze zu erzielen.

So können Blogger Geld verdienen:

möglichkeiten mit einem blog geld zu verdienen 800px

Mit Blog Geld verdienen: 7 Ideen, die funktionieren! 

Lass uns in der Folge im Detail auf die relevantesten Einnahmequellen eingehen, die wir alle selbst getestet haben:

1. Als Blogger Geld verdienen mit Werbebannern (Anzeigen)

Sicherlich hast du bereits häufiger Werbebanner auf Webseiten gesehen. Auch Blogs können diese Form der Werbung nutzen, um Geld zu verdienen.  

Hier ein Beispiel für einen Werbebanner:

beispiel adsense anzeige ferndurst

Banner sind im Internet eine sehr häufig vertretene Form, online Geld zu verdienen. Blogger nutzen diese Form der Einnahmequelle allerdings seltener bzw. achten stark darauf, dass die Anzeigen zu ihren Inhalten passen, dem Leser einen konkreten Mehrwert bieten und nicht störend wirken (was auch mein wichtigster Tipp für dich ist).

Ganz wichtig ist es, Anzeigen auch als solche zu kennzeichnen und vom restlichen Inhalt abzuheben.

Möglichkeiten der Bannerwerbung auf deinem Blog - und wie du damit Geld verdienst

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Banner auf dem eigenen Blog zu integrieren: 

Werbenetzwerke (Google AdSense)

Bei dieser Form der Werbung stellt man seinen Blog einem Werbenetzwerk (z. B. Google AdSense) zur Verfügung. Hier hast du allerdings keinen konkreten Einfluss auf die Inhalte der Banner (meist kann man einen Themenbereich und die Zielgruppe bestimmen), sondern stellst lediglich den Werbeplatz zur Verfügung, an dem die Anzeigen automatisch über das jeweilige Netzwerk eingespielt werden. 

Mit jedem Klick oder jeder Einblendung der Anzeige auf dem Blog verdient man Geld. Die Höhe der Einnahmen hängt dabei von vielen Faktoren ab und wird von den verschiedenen Werbenetzwerken bestimmt.

Feste Werbeplätze​

Alternativ kannst du auch feste Werbeplätze für feste Werbekunden zur Verfügung stellen. Banner werden dann dort über einen längeren Zeitraum integriert. Bei AdShopping findest du interessierte Werbende.

Du könntest auch selbst mit ausgewählten Kooperationspartnern sprechen und eine Partnerschaft aushandeln. Dies ist jedoch - aus eigener Erfahrung - sehr zeitaufwendig. Dafür passt die Anzeige dann aber perfekt zu dir und deinen Inhalten. 

Text-Anzeigen

Eine weitere Einnahmequelle sind Text-Anzeigen. Hier platzierst du innerhalb eines bestehenden Artikels einen Kurztext + no-follow-Link zum Werbepartner.

Bei Ferndurst achten wir darauf, nur Partner zu wählen, die gut zum Text passen. Außerdem bitten wir, den Service selbst ausprobieren zu dürfen, um zu wissen, ob wir dies unseren Lesern weiterempfehlen können. 

Vorteile: Die Informationen passen gut zum Inhalt des Textes, stören nicht und bieten dem Leser trotz werblichem Charakter einen Mehrwert. Außerdem macht solch eine Form der Kooperation wenig Arbeit für Blogger und Werbende und hat trotzdem Kraft. 

Content-Empfehlungen

​​​​Eine neue, angenehmere Form der Einbettung von Werbung bieten Plista und Outbrain. Statt Werbebannern wird hierbei mit Artikelempfehlungen für die Inhalte anderer Webseiten geworben. Auch AdSense bietet mittlerweile eine solche Werbeform an.

Bei Spiegel Online wird Outbrain folgendermaßen unter dem Artikelinhalt dargestellt. Die angeteaserten Artikel führen sowohl intern zu SPON-Artikeln als auch zu externen Seiten:

outbrain content recomendation bei spiegel online

So viel Geld verdienen Blogger mit Bannerwerbung

Durchschnittlich verdienst du über Google AdSense ungefähr 1 bis 2 Euro für 1.000 Seitenaufrufe (Impressionen) - also mit einem Seitenaufruf 0,001 bis 0,002 Euro und mit 10.000 Seitenaufrufen 10 bis 20 Euro. Die Werte können stark variieren.

Das ist nicht gerade viel für so viel Reichweite, oder?

In Zeiten von Ad Blockern und verstärktem Gebrauch mobiler Geräte wird es immer schwieriger, Geld mit Bannern zu verdienen - doch nichtsdestotrotz können sie einen lukrativen Nebenverdienst ausmachen. 

Vor- und Nachteile von Bannerwerbung

Vorteile

Nachteile

Einfach zu integrieren

Bei Besuchern wenig beliebte Werbeform

Passives Einkommen

Perspektivisch schwindende Einnahmen

Automatisierte Ausspielung der Werbeanzeigen

Keine einhundertprozentige Kontrolle über Bannerinhalte (bei AdSense)

Zuverlässige Auszahlungen

Verhältnismäßig geringe Einnahmen

So baust du Werbebanner ohne Programmieren in deinen Blog ein - Tipps von Bennet

Nur die wenigsten verfügen über das technische Know-how, Banner in den Quellcode ihres Blogs einzubauen. Das großartige an WordPress ist, dass wir dieses Wissen nicht zwingend benötigen. Stattdessen unterstützen uns Plugins beim Einbau der Banner.

Banner einbauen mit Advanced Ads (Pro)

Wir arbeiten mit dem WordPress-Plugin Advanced Ads (Pro)* von Thomas Maier, um unsere Banner in unsere Blogs und Webseiten zu integrieren. Es gibt das Plugin in einer kostenlosen und kostenpflichtigen Version mit vielen Erweiterungen.

​Mithilfe von Advanced Ads Pro kannst du Anzeigen erstellen und an beliebigen Stellen in deinem Blog integrieren. Außerdem lassen sich viele weitere fortgeschrittene Einstellungen vornehmen. 

Die Dokumentation von Advanced Ads ist sehr umfangreich und hilft bei der Erstellung und Integration der Anzeigen.

Fazit: Unser Rat aus eigener Erfahrung

Wir haben bei Ferndurst sehr lang gewartet, bevor wir Banner über das WordPress-Plugin Advanced Ads (Pro) eingebunden haben, weil wir diese Art der Werbung selbst als störend empfunden hatten. Unsere Leser waren jedoch fein damit und haben sich nicht beschwert. Wir haben bei einer Reichweite von ca. 100.000 Seitenaufrufen 100-150 Euro pro Monat verdient.

Mittlerweile haben wir die Anzeigen jedoch wieder herausgenommen und setzen auf individuelle Kooperationen. 

Unser Rat: Mit der Einbindung solltest du warten, bis du eine solide Zahl an Lesern erreicht hast, um überhaupt Geld verdienen zu können. Dann könntest du erst einmal "vorsichtig" beginnen und schauen, wie deine Nutzer reagieren und ob du dich selbst damit wohl fühlst.  

2. Als Blogger Geld verdienen mit Advertorials / Sponsored Posts

Advertorials sind im klassischen Sinne auch Werbeanzeigen. Der Unterschied ist, dass sie meist redaktionell aufgearbeitete Artikel sind und nicht nur "stumpfe" Werbung.

Trotzdem müssen sie als Werbeanzeige/Sponsored gekennzeichnet sein, damit der Besucher erkennt, dass es sich um Werbung handelt.

Wie groß die eigene redaktionelle Freiheit für Blogger dabei bleibt, hängt vom Werbenden und auch vom Blogger selbst ab. Wir haben bei Ferndurst schon viele Kooperationsangebote abgelehnt, weil wir nicht die Redaktionshoheit gehabt hätten und die Gefahr zu hoch war, dass der Text nicht zu uns und unseren Lesern passt.

Generell haben Blogger jedoch häufig die Möglichkeit, die Inhalte unter gewissen Vorgaben des Kunden selbst zu gestalten. Das bedeutet letztlich Win-Win für beide Seiten: Die Unternehmen erhalten einen authentischen, wertigen Text, der ihnen garantiert mehr Leser bringt, als würden sie eine platte Anzeige integrieren - und Blogger verdienen Geld. 

Ein Beispiel für ein solches Advertorial findest du hier bei Ferndurst.

Beispiel um mit Blog Geld zu verdienen ist dieser Sponsored Post

So viel Geld verdienen Blogger mit Advertorials

Für Advertorials gibt es unterschiedliche Vergütungsmodelle. Meist vereinbart man Festpreise, die sich an der monatlichen Gesamtreichweite des Blogs orientieren.

Aber Achtung: Verkaufe dich nicht unter Wert! Immer wieder bekommen wir fast schon freche Anfragen, bei denen Werbende nur eine kleine "Aufwandsentschädigung" zahlen wollen und gleichzeitig keine Lust auf redaktionelle Abstimmung haben.

Da stellt sich die Frage: Warum sollte man das als Blogger machen?

Hier eine Preistabelle aktuell ungefähr gängiger Vergütungen, an denen du dich orientieren kannst:

Seitenaufrufe / Monat

Vergütung / Advertorial

10.000 - 20.000

50-100 Euro

20.000 - 50.000

bis 200 Euro

50.000 - 60.000

bis 300 Euro

60.000 - 80.000

bis 400 Euro

ab 80.000

ab 500 Euro

So findest du Kooperationspartner für Advertorials

Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit mit Werbepartnern ist die Leserschaft. Umso mehr Traffic du monatlich generierst bzw. je aktiver deine Community ist (Fans und Follower du auf deinen Social-Media-Kanälen, Kommentare auf dem Blog), desto höher die Chance auf Kooperationen. 

Was ebenfalls hilft, ist eine gute Sichtbarkeit bei Google für die jeweils zum Werbenden passenden Themen.

Meist wirst du aktiv von potentiellen Kooperationspartnern angeschrieben. Mach deine Kontaktdaten also deutlich auf deinem Blog sichtbar.

Wir haben "Kooperationen & Media" oben links im Header-Menü integriert und dort alle Kooperationsmöglichkeiten sowie Informationen zu Ferndurst und der Reichweite offen gelegt (Infos dazu bekommt man über Google Analytics und die Social-Kanäle):

Mit Blog Geld verdienen - Tipp: Kooperationen und Media im Menü integrieren

Oft werden wir nach Produkt-Tests oder Affiliate-Partnerschaften (s. unten) gefragt - Advertorials bieten wir dann gern proaktiv an und arbeiten gemeinsam mit dem Kooperationspartner eine Content-Idee aus, die für unsere Leser spannend ist. 

Hast du einen besonderen Partner im Auge, mit dem du gern zusammenarbeiten würdest? Frag ruhig an!

Mittlerweile gibt es auch vermehrt Netzwerke für Blogger und andere Influencer, die Kooperationen vermitteln. Hier kannst du dich anmelden, für Kampagnen bewerben und Werbepartner finden:

Vor- und Nachteile von Advertorials

Vorteile

Nachteile

Hohe Vergütungen möglich

Höherer redaktioneller Aufwand

Zusammenarbeit mit tollen Marken möglich

Anzahl ist limitiert (um nicht nur Werbung im Blog zu haben)

Freie Wahl der Partner und Kampagnen

Redaktionelle Glaubwürdigkeit kann leiden

Raum für Kreativität 

Anforderungen sind manchmal sehr werblich, die Abstimmung langwierig

Fazit: Unser Rat aus eigener Erfahrung

Sponsored Posts sind prinzipiell eine tolle Möglichkeit, um mit Blog Geld zu verdienen und dabei Spaß zu haben. Je größer die redaktionelle Freiheit ist, desto authentischer der Text und desto größer auch der Erfolg - für beide Seiten. Du bekommst mehr Leser und das Unternehmen Klicks.

Versuche deshalb in den "Verhandlungen" immer die Vorzüge eines redaktionellen Artikels zu betonen und lasse dich nicht auf etwas ein, was dir nicht behagt bzw. dir viel zu aufwendig erscheint in Relation zu der Vergütung. 

Ich schätze vorher ab, wie viel Arbeit ich mit der Kooperation habe, rechne diese in Stunden und mit meinem Stundensatz um und rechnet die Reichweite vom Blog und den Social Media Kanälen obendrauf.

Es kam auch schon vor, dass wir für einen kleinen Vergütungs-Satz gearbeitet hat, da die Idee und der Partner einfach sehr toll waren.

Tipps für Sponsored Posts für Blogger

  • Bleib authentisch, objektiv und ehrlich.
  • Schau dir deinen potenziellen Kooperationspartner genau an.
  • Bestehe auf ein umfangreiches Briefing, bevor du loslegst. Alle relevanten Fragen sollten hierbei geklärt werden.
  • Vergiss nie, den Post als Anzeige zu markieren (auch auf Facebook) und werbliche Links auf no follow zu setzen, um Google nicht zu verärgern (das geht über ein entsprechendes Plugin).

3. Als Blogger Geld verdienen mit Produkttests und Sponsorings

Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten für Blogger, mit Unternehmen zu kooperieren und mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen, z. B. Produkttests oder Sponsorings.

In diesem Fall bekommt man Produkte zugeschickt oder darf kostenlos Restaurants, Transfers oder Unterkünfte testen und liefert dafür Erwähnungen oder berichtet über seine Erfahrungen (natürlich wieder als Anzeige bzw. Sponsored markiert).

Wie viel Geld verdienen Blogger mit Produkttests und Sponsorings?

Hierbei gibt es keine konkreten Werte. Umso mehr Reichweite du hast, desto häufiger bekommst du Kooperationsangebote und desto größer können auch die Pakete werden, die du erhältst - vom Kugelschreiber bis zu ganzen Urlauben ist alles möglich.

Vor- und Nachteile von Kooperationen und Sponsorings für Blogger

Vorteile

Nachteile

Viele nette Annehmlichkeiten

Selten direkte, finanzielle Vergütung

Steuerfrei

Zusätzliche Nebenkosten möglich (Anreise etc.)


Herausforderung, Objektivität zu wahren

Fazit: Unser Rat aus eigener Erfahrung

Solche Vereinbarungen solltest du nur unter der Prämisse treffen, nicht zwingend (positiv) über dein Erlebnis berichten zu müssen. Denn am allerwichtigsten ist es, dass du ehrlich zu deinen Lesern bist. Außerdem solltest du abschätzen, wie viel Arbeit in der Kooperation steckt und ob das in Relation zu dem Gewinn für dich steht.

Unser erster Kooperationspartner war z. B. Stena Lines, ein Fährunternehmen, das uns nach Göteborg gebracht hat. Wir haben die Fahrt gesponsert bekommen, vor Ort aber alles selbst bezahlt. Stena Lines selbst hat keine Anforderung gestellt, dadurch ist ein rein redaktioneller Artikel entstanden und die Zusammenarbeit hat sehr Spaß gemacht. Hier findest du den Bericht auf Ferndurst.

4. Als Blogger Geld verdienen mit Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist eine weitere beliebte Möglichkeit, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen - und, um es vorweg zu nehmen, meine erste Wahl!

Das Prinzip ist einfach: Du empfiehlst von dir getestete und für gut befundene Produkte oder Dienstleistungen und setzt dafür einen so genannten Affiliate-Link an passender Stelle im Artikel. Wenn ein Leser eine Transaktion über diesen Link tätigt (z. B. Kauf, Buchung oder Registrierung), erhältst du eine Provision/Vergütung.

Dabei geht es nicht immer nur um Vergütungen in Form von Bargeld, sondern auch um Gutscheine oder Guthaben, die du beim jeweiligen Partner einlösen kannst.

Der Vorteil für das Unternehmen ist, dass es den Blogger nur bezahlen muss, wenn wirklich etwas verkauft wurde.

Hier ein Beispiel für unsere Festival-Packliste mit Affiliate-Links auf Ferndurst (auch in der Sidebar ist ein Affiliate-Link zur DKB Kreditkarte integriert):

Affiliate Links in Packlisten sind eine gute Möglichkeit, um mit Blog Geld zu verdienen

So viel verdienen Blogger mit Affiliate Marketing

Wie viel du mit Partnerprogrammen verdienst, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Tendenziell kann man sagen: Umso teurer das Produkt, für das du wirbst, desto höher deine Vergütung -  desto seltener allerdings auch der Kaufabschluss. Große Blogs können durch gutes Affiliate Marketing auf vierstellige Summen kommen.

Zum Beispiel sind viele Blogger, die für Amazon-Produkte werben, Teil des Amazon Partnerprogramms. Wenn Besucher im Blog auf einen Amazon-Link klicken, zu Amazon weitergeleitet werden und dort innerhalb von 24 Stunden einen Kauf tätigen, erhalten Blogger je nach Produkt 5 bis 10 Prozent des Verkaufspreises als Provision. Das gilt für alle Produkte im Warenkorb, die innerhalb eines Tags gekauft werden.

Bei anderen Affiliate-Partnern können andere Konditionen gelten. 

Die DKB (Reisekreditkarte) zum Beispiel vergütet fix 30 bis 60 € für jeden Neukunden, den du wirbst.

Wir binden außerdem noch Unterkünfte über das Booking.com Partnerprogramm an - und zwar ausschließlich die Unterkünfte, die wir selbst getestet haben und empfehlen können. Meiner Meinung nach ist das auch das Wichtigste am Affiliate Marketing: Ehrlichkeit!

So findest du geeignete Partner für deinen Blog

Der einfachste Weg, um herauszufinden, ob ein möglicher Kooperationspartner ein Affiliate-Programm anbietet, ist eine einfache Online-Suche. Google einfach "[Marke] Partnerprogramm".

Alternativ gibt es auch Affiliate-Netzwerke wie Awin oder TradeTracker.com, in denen Blogs und Marken zusammenfinden. 

Falls du übrigens Lust hast, an unserem Partnerprogramm teilzunehmen, findest du hier alle weiteren Details.

Vor- und Nachteile von Affiliate Marketing

Vorteile

Nachteile

Win-Win-Situation für Werbende und Blogger

Häufig gerine Provisionen

Hohe Vielfalt an Partnerprogrammen

Produkte sollten selbst getestet werden

Einfache Anmeldung und Integration


Hohe Einnahmequelle


Fazit: Unser Rat aus eigener Erfahrung

Affiliate Marketing ist eine tolle Möglichkeit für uns, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Denn oft hätten wir das Produkt oder die Dienstleistung sowieso empfohlen (z. B. eine Unterkunft, einen Reiserucksack oder einen hilfreichen Reiseführer). Durch die Möglichkeit, einen Affiliate-Link zu setzen, bekommen wir eine kleine Vergütung - dadurch haben Leser die Chance, unsere Arbeit am Blog zu unterstützen, ohne mehr Geld zu zahlen.

Wichtig: Affiliate-Links als solche kennzeichnen. Denn auch hier handelt es sich um Werbung, selbst wenn es eine persönliche Empfehlung ist.

Tipps für Affiliate Marketing als Blogger

  • Produkte sollten nicht blind empfohlen werden, da du mit deinem Namen / Blog für die Empfehlung einstehst und deine Leser dir vertrauen.
  • Achte darauf, dass du die Tracking-Links korrekt einbaust und sie wirklich funktionieren.
  • Markiere die Affiliate-Links als solche und füge einen Offenlegungs-Text am Ende deines Artikels hinzu. Hier erklärst du, dass du für den Kauf über den Link eine Provision erhältst, die Leser jedoch nicht zahlen müssen.

Wir haben den Offenlegungs-Text zum Beispiel auch im Footer integriert:

Beispiel für Offenlegungs-Text Affiliate Marketing auf dem Blog

5. Als Blogger Geld verdienen mit eigenen Produkte und Veranstaltungen

Du kannst deine eigene Reichweite auch nutzen, um eigene Produkte oder Veranstaltungen zu verkaufen - wenn du schon eine große Community hat, ist das ein großartiger Weg, um Geld mit deinem Blog zu verdienen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. 

Physische Produkte

Hierbei werden "echte", also anfassbare Produkte kreiert und vertrieben. Z. B. selbst geschriebene Bücher Reiseführer, selbst entwickelte Reise-Utensilien oder Merchandise-Artikel.

Ich selbst habe im Januar 2019 mein erstes Reise-Buch veröffentlicht und mir damit meinen Kindheitstraum erfüllt: "105 Gründe, Thailand zu lieben" heißt das Werk.

Außerdem habe ich an einigen Reiseführern von Bloggern einen kleinen Teil beigesteuert, wie "122 things to do in Bali" von Indojunkie oder "Der Inselguide Thailand" von Reisedepeschen.

Mein Thailand-Buch - Beispiel für ein eigenes Produkt um als Bloger Geld zu verdienen

Bolle und Marco von "Komm wir machen das einfach" vertreiben in ihrem Weltverliebt-Shop handgefertigte Reise-Produkte. 

Ania und Daniel von Geh mal Reisen verkaufen tolle, nachhaltig produzierte Beutel.

Und Kea verschickt monatlich poetische Postkarten im Abo auf ihrem Blog kea-schreibt.de.

Das sind nur einige Beispiel der wunderbaren Möglichkeiten, die sich hier bieten.

Digitale Produkte

Du kannst natürlich auf digitale Produkte wie E-Books oder Apps setzen - oder Online-Kurse, wie wir sie haben:

Geld verdienen mit eigenen und Produkten und Kursen Beispiel

Veranstaltungen

Einige bekannte Blogger setzen auf Konferenzen, Meetups, Workshops oder Retreats, in denen sie ihre Leidenschaft mit anderen Lesern teilen. 

So veranstaltet Laura von Placeless gemeinsam mit anderne Bloggern jedes Jahr die Nomadweek.

Veranstaltungen können nicht nur "im realen Leben" stattfinden, sondern auch Online. Beliebte Formate sind hier Webinare und Online-Kongresse.

Wie viel können Blogger mit eigenen Produkten verdienen?

In eigenen Produkten steckt langfristig wahrscheinlich das größte Umsatzpotenzial für Blogger. Wie viel man eigenen Produkten oder Veranstaltungen verdienen kann, hängt von sehr vielen Faktoren ab: Was genau man verkauft, zu welchem Preis, mit welchen Margen, bei welchen Reichweiten usw.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Mit meinem Buch, das ich über den Blog Ferndurst und Amazon verkaufe, verdiene ich pro Monat 800-1.200 Euro zusätzlich - ohne bislang intensiv Marketing (Ads, Social Media) gemacht zu haben. Für mich ein riesengroßer Schritt in punkto Selbstständigkeit, vor allem, weil meine größte Leidenschaft das Schreiben ist. Was ist deine? 🙂

Vor- und Nachteile eigener Produkte

Vorteile

Nachteile

Starke Erlösquelle

Hoher Aufwand

Direkte Vergütung ohne Mittler

Hohe/r Bekanntheitsgrad/Reichweite und ggf. Marketingkenntnisse nötig

Eigene Community - hohe Conversionsraten

Höhere Risiken, Investments und Kosten möglich

Meist sehr abwechslungsreich

Know-how von Vorteil

Fazit: Unser Rat aus eigener Erfahrung

Eine wunderbare Möglichkeit, um mit der Reichweite, die man über den Blog aufgebaut hat, Geld zu verdienen. Außerdem macht es Spaß, eigene Produkte zu entwickeln - und ist eine gute Abwechslung zum Bloggen.

Für mich war der Buchschreib-Prozess eine intensive Phase, in der ich unglaublich viel gelernt habe. Natürlich übers Schreiben selbst, aber auch über Self Publishing, Druckereien, Finanzierungs- sowie Zeit-/Projektplanung. Und das Feedback der Leser macht mich jeden Tag sehr, sehr dankbar.

Tipps für eigene Produkte

  • Suche in deinem Themenbereich nach Ideen mit Potenzial: Was könntest du kreieren, das deinen Lesern einen tollen Mehrwert bieten würde - und wofür sie gerne Geld ausgeben würden.
  • Baue mit deinem Blog bereits genügend Know-how auf, um die Produkte gut vermarkten zu können.
  • Finde bevor du mit der Entwicklung deines Produktes beginnst heraus, ob eine Nachfrage für das Produkt besteht, z. B. durch eine Umfrage bei deinen Lesern oder vergleichbare Produkte, die sich bereits gut über deinen Blog verkaufen (z. B. Affiliates).
  • Entwickle das Produkte zusammen mit deinen Nutzern oder anderen Bloggern.

6. Geld verdienen als Blogger mit Spenden

Besonders in den Bereichen von Kunst, Kultur und Informatik wird häufig auch auf freiwillige Spenden zurückgegriffen. Besucher können dabei beliebig große Beträge für Inhalte, Videos oder Software übermitteln.

Diese können zum Beispiel auf deiner Website über einen Spenden-Button von PayPal transferiert werden.

Alternativ gibt es auch Netzwerke, wie Patreon, Flattr, Tipeee oder Steady, auf denen via Abo oder Einmalzahlung Geld gesammelt werden kann.

Bei Steady kannst du sogar all deine Inhalte mit einer so genannten Paywall schützen. Nur noch Mitglieder, die zahlen, haben dann Zugriff auf deine Inhalte. Das macht z. B. Groschenphilosophin

Besonders einfach funktioniert das Sammeln von Spenden über Buy me a coffee.


Vor- und Nachteile von Spenden

Vorteile

Nachteile

Weniger Marketingaktivitäten nötig und mehr Raum für Kreativität

Eher geringe Einnahmen

Spender sind meist automatisch auch Fans

Starke Abhängigkeit von Spendengeldern


Menschen sind nur selten gewohnt und bereit, für Online-Inhalte zu bezahlen

Tipps für Spenden

Um mit Spenden Geld zu verdienen, musst du dich entweder sehr gut vermarkten oder ein tolles Produkt haben. 

8. Als Blogger Geld verdienen über andere Kanäle

Es besteht auch die Möglichkeit, Geld mit eigenen Inhalten zu verdienen, ohne einen Blog zu haben. Youtuber und Instagrammer sind gute Beispiele für Influencer, die ihre Reichweite auf nur einem Marketing-Channel monetarisieren und dabei große Summen umsetzen können. Aber auch Amazon ist eine gute Plattform, um eigene Produkte zu vertreiben.

Im Online Marketing Rockstars Daily wird aufgelistet, wie viel Geld Stars und Influencer pro Post verdienen: 

bestverdiener influencer instagram

Wie viel du mit Youtube über AdSense verdienen kannst, kannst du mit dem Youtube-Verdienst-Rechner von Sumago berechnen. 

Vorteile

Nachteile

Fokus auf einen Kanal

Begrenzung auf einen Kanal

Geringere Komplexität

Starke Abhängigkeit von einem Channel und Anzeigenkunden


Große Anhängerschaft nötig

Wie lange dauert es, bis man Geld mit seinem Blog verdient?

Bis du nennenswerte finanzielle Erfolge mit deinem Blog feiern kannst, dauert es nach unseren Erfahrungen mindestens ein Jahr - der Zeitraum, den es braucht, bis du eine größere Leserschaft und Community aufgebaut hast.

Dein Fokus sollte also zu Beginn deiner Blog-Karriere auf der Erstellung eines tollen Blogs, der Erschaffung guter Inhalte (inkl. SEO) und dem Aufbau einer Community (z. B. via Social Media) liegen.

So viel Geld können Blogger insgesamt verdienen

Meist setzen Blogger nicht nur auf eines dieser hier vorgestellten Möglichkeiten, sondern fächern ihre Einkünfte auf viele der Bereiche auf. 

Große, meist international tätige Blogger können ein Rockstar-Leben von ihren Einnahmen führen und erreichen fünfstellige Umsätze pro Monat und mehr. Nur die wenigsten kommen allerdings in diese Spähren.

Durchaus realistisch ist es, mit intensivem Einsatz nach ca. zwei Jahren bis zu 100.000 Seitenaufrufe im Monat zu realisieren und/oder eine große Social-Media-Reichweite aufzubauen und 1.600€ monatlich zu verdienen.

Beispielrechnung für einen Blog mit 100.000 Seitenaufrufen im Monat

In der folgenden Tabelle findest du eine Beispielrechnung mit echten, eher konservativen Werten. Diese unterscheiden sich von Blog zu Blog, sind aber eine realistische Orientierung: 

Quelle

Geschätzter Umsatz / Monat

Bannerwerbung

100 €

Advertorial (1x)

500 €

Affiliate Marketing

500 € und mehr

Eigene Produkte

500 € und mehr

Gesamt

1.600 € und mehr

Wie viel große Reiseblogger verdienen, verraten sie bei Travelbook.

Für kleinere Blogs bleibt oft ein netter Nebenverdienst mit regelmäßigen Annehmlichkeiten in Form von Sponsorings.

Unbezahlbar ist aber, wie viel Gutes du anderen mit deinem Blog tun kannst und wie viel du häufig in Form von Kommentaren oder Nachrichten von Lesern zurückbekommst. Allein dafür lohnt es sich bereits, Blogger zu sein. Mit Ferndurst haben wir das Thema Geld verdienen mit Blog nie forciert, sondern immer den Spaß an der Sache in den Vordergrund gerückt, aber auch Ideen (wie das Buch oder sinnvolle Affiliate-Partnerschaften) umgesetzt.

Mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und ein Know-how kannst auch du das erreichen - da bin ich sicher. Unsere Online Kurse helfen dir dabei!

Fallstudie: ein Finanzblogger enthüllt seinen Blog-Verdienst

Dr. Jürgen Nawatzki gründete im Mai 2015 seinen Finanzblog ETF-Blog.com, auf dem es um Geldanlagen und Altersvorsorge mit börsengehandelten Fonds (ETFs) geht. Er hat für Blog Wings seine Einnahmen offengelegt:

Entwicklung der Einnahmen von ETF-Blog.com

Blog gegründet:

Mai 2015

Erster Umsatz:

nach 7 Monaten

Umsatz 2016:

4.071,98 Euro

Umsatz 2017:

9.649,03 Euro

Umsatz Q1-Q3 2018:

9.230,75 Euro

Traffic und Umsätze entwickeln sich nachhaltig positiv. Umsätze werden dabei durch die folgenden Kanäle generiert:

Verteilung der Umsätze nach Channel

Channel

Anteil

Affiliate M​​​​​arketing

20%​​​​

Advertorial / Sponsorings

50%

Digitale Produkte

15%

Finanzcoaching

6%

Tantiemen VG Wort

9 %

Last but not least: Müssen Blogs Steuern zahlen?

Ekliges Thema, aber wichtig. Generierst du mit deinem Blog keine Umsätze, musst du dir keine Sorgen um Steuern machen. 

Sobald du anfängst, Geld mit deinem Blog zu verdienen, bist du verpflichtet, das Finanzamt zu informieren und entweder ein Gewerbe anzumelden oder als Freiberufler registriert zu werden. 

Je nachdem, wie du letztlich beim Finanzamt registriert bist und wie viel du verdienst, gelten unterschiedliche Steuersätze. Zumeist sind Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer relevant.

Die Höhe der Steuersätze, hängt davon ab, viel du verdienst. Sind das unter 17.500 Euro Umsatz, was am Anfang sehr wahrscheinlich ist, kannst du dich als Kleinunternehmer melden. Und musst keine Mehrwertsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen. Bitte informiere dich hier aber beim Finanzamt.

Fazit: Generelle Tipps zum Geld verdienen als Blogger

  • Fokussiere dich am Anfang auf das Wachstum deines Blogs und den Aufbau einer Leserschaft. Mehr Insidertipps für deinen Blog-Start findest du hier (natürlich aus eigener Erfahrung).
  • Stelle deine Leser und deine Inhalte stets in den Mittelpunkt - nicht das Geld. Schau aber auch, wo bezahlte Kooperationen (z. B. in Form von Affiliate-Links oder Anzeigen) durchaus Sinn machen könnten. 
  • Sei stets ehrlich, offen und authentisch. Markiere alle bezahlten Kooperationen als solches.
  • Setze Ideen um, die du hast. Probier dich aus!
  • Suche immer nach Affiliate-Programmen, sobald du ein von dir empfohlenes Produkt verlinken willst. 

Haben dir diese Tipps geholfen, hast du weitere Anregungen oder benötigst du Hilfe? Lass es uns in den Kommentaren wissen! Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deinem Blog und freue mich sehr von dir und deinen Erfahrungen zu hören.

*Dieser Link ist ein Affiliate-Link. 🙂 Wir bekommen eine kleine Provision, wenn du buchst. An unserer Meinung ändert das nichts: Alles, was wir empfehlen, haben wir selbst getestet und für top befunden. Und: Für dich entstehen garantiert keine Mehrkosten. 

Sina

Bloggerin und Autorin

Ich helfe Menschen mit Blog Wings, auf ihre Stärken zu vertrauen, kreativ zu sein und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen.

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