WordPress Kategorien vs. WordPress Tags - Das sind die Unterschiede

von Bennet Polenz

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Lesezeit: 4 Minuten

Kategorien und Tags (Schlagwörter) geben den Inhalten einer Webseite eine klare Struktur und ermöglichen es den Lesern, sich zurechtzufinden. Sie sind ein fester Bestandteil von WordPress und besonders für Webseiten und Blogs mit vielen Beiträgen unerlässlich. Hier erfährst du, was Kategorien und Tags unterscheidet und wie du sie bestmöglich integrierst.

1. Was sind WordPress Kategorien und Tags?

Blogger haben in WordPress die Möglichkeit, ihre Inhalte mithilfe von Kategorien und Tags zu gliedern und so ihren Lesern auf den ersten Blick zu zeigen, worum es auf ihrem Blog geht. Sie dienen als Navigationshilfe.

Doch der Unterschied zwischen beiden ist vielen Webseitenbetreibern zunächst nicht ganz klar - wir erklären, was die beiden Funktionen unterscheidet und wie man diese am besten einsetzt:

Kategorien können mit einem Inhaltsverzeichnis in einem Buch verglichen werden: Sie stellen die groben, übergeordneten Rubriken dar und gliedern den Inhalt der Seite systematisch. Sie werden im Hauptmenü integriert. 

Tags hingegen sind vergleichbar mit einem Stichwortverzeichnis in einem Buch: Sie geben einen detaillierten Überblick über alle Themen der Webseite bzw. des Blogs und können Beiträge zusätzlich zu Kategorien sortieren. Sie werden meist in der Seitenleiste bzw. der Sidebar oder im Footer-Bereich als Schlagwörter-Wolke (mithilfe eines Widgets) integriert. 

Kategorien strukturieren eine Webseite grob, Tags fein.

Ein Beitrag kann somit Kategorien (B), Unter- bzw. Sub-kategorien (B1) und Tags (α) zugeordnet werden:

wordpress beitrag schema mit kategorien und tags

Die folgende Abbildung verdeutlicht das Zusammenspiel aus Tags und Kategorien

Während die Beiträge in unterschiedliche Kategorien (A, B) eingeordnet sind, können sie mithilfe eines Tags außerhalb der Kategorielogik thematisch sortiert werden (α):

schema wordpress kategorien und tags

Tags ermöglichen so eine weitere Facette der Sortierung und bündeln Beiträge aus unterschiedlichen Kategorien unter einem Tag.

2. WordPress Kategorien und Tags in der Praxis - Ein Beispiel

Wie Kategorien und Tags dabei konkret zusammenspielen, erklären wir jetzt: In unserem Beispiel geht es um den Beitrag "101 Gründe nach Italien zu reisen".

wordpress beitrag beispiel mit sub-kategorien und tags

Er wird zunächst den passenden Haupt- und Sub-Kategorien "Reiseziele > Europa > Italien" zugeordnet. 

Zusätzlich erhält der Artikel das Tag "Strandurlaub", weil dieses nicht in die für diesen Blog übergeordnete Kategorielogik passt, aber trotzdem Mehrwert für den Nutzer haben kann - wenn er sich z. B. nicht für ein konkretes Reiseziel, aber für Strände interessiert. Alle Artikel, die dem Tag "Strandurlaub" zugeordnet wurden, erscheinen gesammelt auf einer Tag-Übersichtsseite. 

3. Die Unterschiede zwischen Kategorien und Tags

Zugegeben, die Unterschiede zwischen WordPress Kategorien und Tags sind nicht ganz trivial. Die folgende Übersicht der grundlegenden Eigenschaften hilft beim Verständnis:

Kategorien

Tags

Funktion

Kategorien definieren die Grundstruktur /-ordnung einer Webseite.

Tags sorgen für eine Feingliederung von Beiträgen abseits der Kategorie-Logik.

Nutzung

Ein Beitrag muss mindestens einer Kategorie zugeordnet sein.

Die Vergabe von Tags ist optional.

Hierarchien

Zwischen Kategorien sind Hierarchien möglich (Ober- und Unterkategorien).

Tags können nicht hierarchisiert werden.

Default URL-Struktur

[...].de/category/a

[...].de/tag

Empfohlene Anzahl 

Eine Hauptkategorie pro Beitrag

Max. fünf Tags pro Beitrag

Platzierung

Kategorien werden meist im Hauptmenü bzw. der Hauptnavigation platziert.

Tags treten häufiger in der Sidebar oder im Footer-Bereich auf.

4. Kategorien und Tags als SEO Dream Team

Wie du also siehst, sind Kategorien und Tags keine Konkurrenten, sondern Partner, die symbiotisch zusammenarbeiten: Durch ihre gemeinsame Verzahnung mit Beiträgen sorgen sie für Mehrwert für den Besucher und eine bessere "Link-Durchblutung" einer Webseite. 

Das bedeutet: Jedes Mal, wenn der Googlebot (Web-Crawler von Google) deine Webseite besucht, hat er ein Paket Linkpower (Link Juice) dabei. Er folgt den Verlinkungen und hinterlässt auf jeder Seite mit einer eigenen URL, die er besucht, ein bisschen davon. Umso besser eine Webseite intern verlinkt ist, desto häufiger bekommen URLs solche Verweise ab und werden somit aus Google-Sicht gestärkt. Deine Beiträge haben so bessere Chance, weit oben in den Suchergebnissen angezeigt zu werden. 

Kategorien und Tags sorgen somit für eine verbesserte interne Verlinkung und dafür, dass Link-Power besser an die verlinkten URLs (Adressen) verteilt wird.  

Was du noch in punkto Google beachten kannst, um deinen Blog und deine Beiträge sichtbar werden zu lassen und somit mehr Leser für deine Seite zu generieren, verraten wir dir in unserem E-Book "Blog erstellen leicht gemacht".

Zusammenfassung

Hoffentlich konntest du nun den Unterschied zwischen WordPress Kategorien und Tags verstehen und kannst beide für dich nutzen.

Wir empfehlen dir, dich zunächst auf deine Hauptkategorien zu konzentrieren und nach und nach an die Feingliederung zu gehen. Vor allem dann, wenn du das Gefühl hast, dass deine Kategorien die Vielfalt deines Blogs nicht mehr wiedergeben können. Als Orientierung kann gelten: Wer mehr als 5-8 Hauptkategorien im Menü integriert hat, sollte über eine feinere Gliederung in Form von Tags nachdenken.  

Viel Spaß bei der Umsetzung in deinem eigenen Blog oder auf deiner eigenen Webseite!

War dieser Artikel verständlich und half er dir oder hast du noch weitere Fragen? Lass' es uns in den Kommentaren wissen!

Autor

BENNET POLENZ

Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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