In 5 Schritten den perfekten Blognamen finden

von Bennet Polenz

Ich helfe Menschen mit Blog Wings, ihre Geschichte neu zu schreiben und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Mehr über uns.

Lesezeit: 6 Minuten

"Nomen est omen – „der Name ist ein Zeichen“ – klingt abgedroschen, gilt aber auf positive Weise auch für deinen Blog: Denn der Blogname gibt erste Aufschlüsse darüber, wer und was sich hinter der Website verbirgt. Mit diesen ersten Anhaltspunkten entstehen Verknüpfungen im Kopf des Betrachters. Im besten Fall baut er sofort Vertrauen auf und es fällt ihm leicht, sich den Namen zu merken.

Ein guter Blogname ist ein Erfolgsfaktor für deinen Blog.

Du solltest dich also vor dem Beginn deiner Bloggerkarriere intensiv der Namensfindung widmen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, warum ein guter Name wichtig ist, was einen guten Markennamen ausmacht und wie du deinen perfekten Blognamen letztlich findest.

1. Warum ein guter Blogname wichtig ist

Ein guter Blogname hat positive Auswirkungen auf deine persönlichen Blogziele und die folgenden Vorteile:

  • Starke Einprägsamkeit
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Emotionale Aufladung
  • Schnelle Auffindbarkeit, besonders bei der Suche im Web oder der direkten Eingabe in den Browser
  • Abgrenzung von anderen Blogs und Webseiten

All diese Punkte helfen deinem Blog langfristig, mehr Zugriffe (Direkteingabe, Suchmaschinen), eine größere Leserschaft und eine höhere Bekanntheit zu erlangen.

Und über diese Kennzahlen kannst du letztlich mit deinem Blog Geld verdienen.

2. Was zeichnet einen guten Blognamen aus?

Ob wir einen Namen gut finden, ist subjektiv. Doch trotz aller Subjektivität gibt es eine Reihe von Aspekten, die du bei der Wahl eines Blognamen beachten solltest: 

7 Grundeigenschaften eines guten Blognamens

Wenn dein Blogname diesen sieben Grundeigenschaften folgt, ist er perfekt gewählt:

1. Kurz und prägnant

Es ist tendenziell besser, auf einen kurzen Blognamen zu setzen, der aus nur wenigen Worten zusammengesetzt ist:

Er ist einfacher zur merken und sorgt für eine kürzere, einfacher lesbare Domain, deren Links häufiger geklickt werden.

Allerdings gibt es auch erfolgreiche Blogs, die längere Namen tragen: z. B. Home Is Where Your Bag Is.

Es kommt also wie so oft nicht zwingend auf die Länge an.

2. Einfach zu merken und auszusprechen

Deutsche Wörter sind tendenziell einfacher zu merken und auszusprechen als Vokabeln anderer Sprachen. Hier ist letztlich relevant, wer deine Zielgruppe ist und wie es um ihre Sprachkenntnisse bestellt ist.

Viele englische Begriffe haben sich mittlerweile im deutschem Sprachgebrauch etabliert und klingen einfach besser. Sie sind daher willkommene Alternativen, solange sie nicht zu exotisch sind.

Ein Blogname ist außerdem leichter zu merken, wenn du mit bekannten Begriffen, Bildern und Redewendungen spielst. Bei Pink Compass, einem Reiseblog mit dem Fokus auf alleinreisende Frauen, funktioniert dies zum Beispiel sehr gut.

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3. Repräsentativ und selbsterklärend

Ein guter Blogname repräsentiert gleichzeitig auch, worum es geht - Nomen est omen eben. Er spricht für sich und bedarf nur wenig Erklärung. Sinas Reiseblog Ferndurst zum Beispiel verdeutlicht sofort, dass es sie nach Ferne dürstet.

4. Kreativ und originell

Ein kreativer Blogname bleibt leichter im Kopf und zeigt sofort: Dieser Blog ist etwas ganz Besonderes.

Hinzu kommt, dass kreative Blognamen emotional aufgeladen sind und ein Gefühl transportieren können. Das ist wichtig, denn ohne Emotionen gibt es keine Stimulanz beim Betrachter und ohne Stimulanz keine Resonanz.

emotion, stimulanz, resonanz

Heißt einfach gesagt, umso mehr Gefühl dein Blogname weckt, desto mehr sticht er heraus und desto häufiger werden Menschen auf dich aufmerksam und in Form von Klicks und Interaktionen reagieren.

So weckt z. B. der Name Paradise Found weitaus mehr Gefühl als asien-blog.de (zum jetzigen Zeitpunkt nicht vergeben).

5. Einzigartig und abgegrenzt

Die durchschnittliche Zeit, in der wir uns tagtäglich mit Medien auseinandersetzen, ist seit 1920 von zwei Stunden am Tag auf elf Stunden und mehr angestiegen. Besonders Smartphones haben in den letzten Jahren noch einmal deutlich zu einem Anstieg beigetragen.

Im Vergleich dazu ist die heutige Informationsexplosion überproportional hoch und hat das verhältnismäßige Wachstum der Mediennutzung mittlerweile überschritten.

Das Volumen von Social Media Inhalten verdoppelt sich jährlich, wissenschaftliche Forschungsergebnisse alle neun Jahre und digitale Informationen verzehnfachen sich alle fünf (Quelle). 

Es ist fast unmöglich noch mehr Medien zu konsumieren. Unsere geistige Kapazität und Zeit sind begrenzt, doch die Informationen um uns herum wachsen unbarmherzig.

Marketingexperte und Bestsellerautor Mark Schaefer nennt dieses Phänomen den Content-Schock.

In dieser Darstellung von Karrierebibel wird die Theorie graphisch aufbereitet:

Content-Schock

Quelle: karrierebibel.de/content-inflation/

Um aus all diesen Informationen herauszustechen, musst du anders und einzigartig sein und dich von anderen Blogs abgrenzen. Dein Blogname ist nach deinem Blogthema die beste Chance dazu.

6. Passend zu deiner Idee und deinem Konzept

Dein Blogname sollte zu dir und deinem Konzept passen, es unterstützen und repräsentieren. Große Unterschiede führen zu Irritationen bei Besuchern.

Frage dich also: Passt dieser Name zu mir? Stelle sicher, dass du dich mit ihm wohl fühlst.

7. Zeitlos

Bei der Wahl deines Blognamens solltest du bedenken, dass du langfristig damit arbeiten möchtest. Sieh also davon ab, bestimmte Trendwörter oder dein aktuelles Alter in deinen Blognamen einzubauen.

„Babo-Style“ wäre womöglich schon heute kein guter Name mehr für einen Blog aus der Hip Hop Kultur (Babo war das Jugendwort des Jahres 2013).

Bewerte deine Namenswahl so, wie Warren Buffet seine Entscheidungen: Er ist einer der erfolgreichsten Investoren unserer Gegenwart und fragt sich, wenn er Entschlüsse fasst, ob er auch in 10 Minuten, 10 Monaten und 10 Jahren noch ein gutes Gefühl damit haben wird. Somit wird eine gewisse Distanz geschaffen, die eine objektivere Entscheidungsfindung ermöglicht.

Wird dir dein Blogname noch in 10 Minuten, 10 Monaten und 10 Jahren gefallen?

Beispiele

Gut

Okay

Verbesserungswürdig

Soulflake

Airbnb

penisland.net

(Blog über Gefühle, Emotionen und Psychologie)

(Vermittlung privater Unterkünfte)

(Kugelschreiber)

3. Anleitung: Den perfekten Blognamen finden

Greife zu Stift und Papier und nimm dir für die nächsten Schritte so viel Zeit, wie du möchtest. Manchmal liegt einem der Blogname bereits zu Beginn auf der Zunge, doch meist dauert es länger, all die Ideen in einen passenden, einprägsamen und verfügbaren Namen zu verwandeln. 

3.1. Worüber willst du bloggen?

Schreibe all die Begriffe auf, um die es in deinem Blog gehen könnte und die mit deinem Thema assoziiert werden. 

Nachdem du sie gesammelt hast, kannst du mithilfe eines Synonym-Wörterbuchs, wie z. B. Woxikon, weitere sinnverwandte Begriffe suchen und dich inspirieren lassen.

3.2. Brainstorming

Nun hast du eine Reihe relevanter Begriffe gesammelt - kombiniere diese und versuche dabei, die oben genannten Eigenschaften eines guten Blognamens zu beachten. 

Online Tools wie Wordoid oder Bust a Name helfen dir und geben weitere Inspiration.

3.3. Schreibe deine Favoriten auf

3.4. Prüfe die Verfügbarkeit

Nun prüfen wir, ob deine Namensideen noch unbesetzt und deine Domain, also die einzigartige Adresse, unter der dein Blog im Internet zu finden sein wird, noch frei ist. 

Eine Domain besteht aus Name (z. B. “Ferndurst”) und Länderkürzel (z. B. “de).

3.4.1. Google Recherche

Eine erste Google Recherche zeigt dir, ob deine Favoriten schon benutzt werden. 

3.4.2. DPMA-Register 

Im DPMA-Register (Deutsches Patent- und Markenamt) kannst du sicherstellen, dass du keine bestehenden Markenrechte verletzt. 

3.4.3. Denic

Bei Denic siehst du, ob deine zum Namen passende Domain (Webseite) für die deutsche Länderkennung “.de” noch verfügbar ist. Optimalerweise ist die DE-Domain noch frei. 

3.4.4. Knowem?

Knowem? zeigt dir darüber hinaus, ob dein Name für Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter usw. zur Verfügung steht.

Wenn der Name bei Google, der DPMA und Denic noch frei ist und bei Knowem die wichtigsten Social Media Kanäle Facebook, Twitter, Instagram und Youtube noch nicht belegt sind, kannst du zum letzten, finalen Schritt übergeheben:

3.5. Die finale Entscheidung

Falls du mehrere Favoriten hast und dich nicht entscheiden kannst, zeige sie deinen Kollegen, Freunden oder Verwandten. Welcher Name gefällt ihnen am besten und warum? Achte besonders auf Emotionen, die dabei ausgelöst werden: Je mehr Gefühl ein Name transportiert, desto besser.

Wähle dann den Namen, der den Befragten und dir am meisten gefällt.

Und nun ist es endlich so weit: Dein Blog-Baby hat einen Namen!

4. Diese Blognamen finden wir besonders toll


Haben dir diese Tipps geholfen, hast du weitere Anregungen oder benötigst du Hilfe? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Autor

BENNET POLENZ


Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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