16 Blogger-Fehler, die Blog-Neulinge garantiert weiter bringen

von Bennet Polenz

Ich helfe Menschen mit Blog Wings, ihre Geschichte neu zu schreiben und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Mehr über uns.

Lesezeit: 8 Minuten

Mit dem Start deines Blogs betrittst du eine völlig neue Welt: Plötzlich betreibst du in Eigenregie deine eigene Webseite, bist Redakteur, Fotograf, Grafiker, Admin, Entwickler, Marketer und Chef in einer Person.

Doch du musst kein Bestsellerautor, Starfotograf, Hacker, Marketing-Evangelist oder Fortune-500-CEO sein, um einen Blog zu führen.

Niemand wird als Blogger geboren. Im Gegenteil: Nur die Wenigsten bringen bereits zum Start ihres Blogs all die Kenntnisse dazu mit.

Vielmehr wachsen Blogger und Blog gemeinsam mit der Zeit an Herausforderungen, Erfolgen und Fehlern. Besonders für Fehler sollten wir dankbar sein:

"We learn from failure, not from success!" - Bram Stoker

Es ist wissenschaftlich belegt, dass sie uns besonders gut lernen lassen (Quelle). Warum haben wir also Angst vor Fehlern? Wir sollten jeden Fehler wie einen Sieg feiern!

"If I fail more than you, I win." - Seth Godin

Mithilfe dieser Blog-Tipps lernst du aus unseren Erfahrungen - und erhältst somit einen Kickstart für deine Bloggerkarriere:

1. Fehlender Mut

Viele haben den Wunsch nach einem eigenen Blog, aber finden dutzende Gründe, nicht loszulegen. Sie geben auf, bevor sie überhaupt angefangen haben.

Ihnen fehlt der Mumm, einfach zu starten und damit eine der wichtigsten Eigenschaften von Bloggern: Mut.

Dabei müssen Blogger stets mutig sein. Nicht nur zu Beginn, sondern immer: Wenn sie Beiträge veröffentlichen, ihre Gedanken auf Social Media Kanälen teilen, sich oder ihre Talente auf Foto und Video zeigen, ihre Meinung öffentlich äußern.

Sie müssen den Mut haben, ihr Ding zu machen, authentisch und unperfekt zu sein. Und werden meist genau dafür geliebt.

„Wenn du die ganze Zeit darüber nachdenkst, ob du interessant genug bist, wirst du deine Geschichte nie ehrlich erzählen. […] Die Welt ist so ein wundersamer, vielgestaltiger Ort – es wird immer jemanden geben, der dich interessant findet.“

– Chimamanda Ngozi Adichie

Ist es nicht merkwürdig, dass es manchmal mehr Mut benötigt, man selbst zu sein, als eine Rolle zu spielen?

2. Zu globalgalaktisch denken

Aus Angst vor Misserfolg, neigen Menschen dazu, alles durchdenken zu wollen und riesige Pläne und Konzepte zu schmieden, die dann womöglich nie umgesetzt werden oder vollkommen in die Hose gehen und enorme Ressourcen verbrennen.  

Es gibt leider keine Glaskugel, die die Zukunft vorhersagt und mit der wir unseren Erfolg prognostizieren können. Doch wir können das Risiko einer Unternehmung im Vorfeld reduzieren, indem wir weniger und vor allem fokussierter investieren. 

In der Start-up-Welt und dem Kosmos der Produktentwicklung hat sich daher das Konzept des MVP etabliert. Es bedeutet „Minimum Viable Product“, also minimal überlebensfähiges Produkt, und beschreibt die erste funktionierende Version eines Produkts, das man der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Mithilfe der Reaktionen der Öffentlichkeit auf das MVP wird bewertet, wie hoch die Erfolgschance in der Zukunft sein kann. Im Falle weniger rosiger Ergebnisse werden weitaus weniger Ressourcen investiert, als in ein komplett fertiges Produkt, das floppt.

Für deinen Blog bedeutet das, dass du theoretisch lediglich eine Domain, also deine Webseite, ein CMS wie WordPress und Texte benötigst, um Blogger zu sein - ohne viele Funktionen, ohne viel Chichi, ohne großes Risiko. Im Fokus stehen allein deine Artikel und du.

Du kannst dich vollkommen auf deinen Content konzentrieren, ein Gefühl dafür entwickeln, was gut bei deinen Lesern ankommt und deinen Blog stetig weiterentwickeln.

Das sorgt für niedrige Hürden und macht es easy, einfach loszulegen.

Falls du mehr über das Konzept des Minimum Viable Product erfahren möchtest, kannst du dich mit der Lean Startup Theorie auseinandersetzen.

3. Zu perfektionistisch sein

1956 sagte Konrad Adenauer sinngemäß: „Die Krankheit unserer Zeit ist der Perfektionismus", (Quelle). Seitdem ist unsere Welt nicht weniger perfektionistisch geworden - im Gegenteil. 

Im Blog-Kontext sind es besonders Design-Fragen und Texte, bei denen man sich schnell im Perfektionismus-Nirvana verliert: Ein Pixel hier, ein Wort dort, diese Formatierung sieht auf Mobilgeräten noch nicht ganz perfekt aus, jenes Bild muss noch einen Millimeter nach links etc. …

Doch wer sich lange an solchen Details aufhält, bremst seinen eigenen Tatendrang und steht sich selbst im Weg. Anstatt am großen Ganzen zu arbeiten, wird an winzigen Kleinigkeiten geschraubt. Das kennen wir nur zu gut und das war einer unser Anfänger-Fehler, der uns am meisten Zeit und Nerven geraubt hat.

So können sich weniger wichtige Aufwände nämlich zu riesigen Zeitfressern entwickeln, bei denen Aufwand und Nutzen in keinerlei Relation stehen.

Um dich vollends zu überzeugen, heute mal Fünfe gerade sein zu lassen, erkläre ich dir das Paretoprinzip (auch 80-zu-20-Regel genannt): Es ist ein statistisches Phänomen, das besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des gesamten Aufwands erreicht werden. Die übrigen 20% der Ergebnisse werden mit den verbleibenden 80% der Arbeit erzielt.

Das Ganze kann in überraschend vielen Situationen des Lebens beobachtet werden:

So fand Microsoft zum Beispiel heraus, dass mit der Korrektur von 20% der Software-Probleme, die berichtet wurden, 80% der Fehler bekämpft werden konnten (Quelle).

Bei Online Shops geht man davon aus, dass 20% der Kunden für 80% der Umsätze sorgen. 

Für die Arbeit an deinem Blog werden ähnliche Verhältnisse gelten: Letztlich wirst du mit rund 20% deiner Inhalte 80% deines Traffics erzielen. Die restlichen 20% der Besucher werden von den übrigen 80% der Artikel generiert.

Generell solltest du dich weniger auf die genauen Prozentangaben versteifen und vielmehr das Prinzip dahinter als Faustformel verinnerlichen:

Ein geringer Teil deiner Arbeit wird für den größten Teil des Ertrags sorgen.

Fokussiere dich also auf die wichtigsten 20% deiner Arbeit!

Das bedeutet im Umkehrschluss, ein großer Teil der Arbeit erzielt einen verhältnismäßig geringen Effekt. Es macht also aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, sich mit Kleinigkeiten aufzuhalten, weil sie zu keinem großen Ergebnis führen können und stets nur den 80% der Arbeit angehören werden.

Wenn du dieses Prinzip verinnerlichst, hat das einen enormen Effekt auf deine Arbeit: Du lässt deinen Perfektionismus fallen, nutzt deine Zeit weitaus effizienter und widmest dich neuen wichtigen Aufgaben. So steigerst du deinen eigenen Output enorm.

Weitere Infos über das Paretoprinzip findest du hier.

4. Nicht lösungsorientiert arbeiten

Als Blogger und Ein-Mann/Frau-Betrieb wirst du besonders auf technischer Ebene immer wieder auf Herausforderungen stoßen. 

Es gibt vereinfacht gesagt drei Möglichkeiten, damit umzugehen:

  • Du kannst / lernst selbst programmieren (HTML, CSS, PHP).
  • Du bezahlst jemanden dafür, das Problem zu lösen.
  • Du findest andere Wege, um ans Ziel zu kommen.

Wir bevorzugen stets die letztere Option und finden fast immer eine Lösung.

Lass dich von Dingen, die nicht so funktionieren, wie du es dir vorgestellt hast, nicht aufhalten.

Finde Workarounds, Tools, Support, Facebook-Gruppen oder technische Alternativen, die dich weiterbringen!

Progress over perfection!

5. Auf das falsche Hosting setzen

Viele Blogger, die bereits erfolgreich erste Schritte im Blog-Business gegangen sind, haben zu Beginn einen Fehler gemacht, der sie später ausbremst: Sie haben auf ein kostenloses WordPress-Hosting gesetzt.

Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, doch es kommt meist mit einer eher unschönen Domain daher: z.B. beispielblog.wordpress.com.

Suchmaschinenkonform auf eine professionelle Domain wie beispielblog.de umzuziehen, ist machbar, erfordert aber technisches Know-how. An diesem Punkt werfen viele die Flinte ins Korn, obwohl sie bereits einen funktionierenden Blog am Laufen haben.

Andere scheitern bei der Auswahl eines Hosting-Angebots und am Paradox of Choice: Die riesige Anzahl von Hosting-Anbietern und Tarifen lähmt sie und sie verharren, ohne eine Entscheidung zu treffen.

Wir hosten all unsere Web-Projekte bei All-Inkl* und können dir diesen Provider nur ans Herz legen. Das All-Inkl Privat Paket* bietet alle Funktionen, die du benötigst und überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

6. In rechtliche Stolpferfallen treten

Es gibt tatsächlich Menschen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, andere für juristische Fehler anzuschwärzen.

So genannte Abmahnanwälte mahnen Website-Betreiber für rechtliche Versäumnisse, wie z. B. das Fehlen eines Impressums oder Datenschutzmängel ab.

Gegen die Zahlung eines drei- bis vierstelligen Betrags und das Unterzeichnen einer Unterlassungserklärung wird sich so außergerichtlich geeinigt und ein langwieriges und kostspieliges Gerichtsverfahren vermieden.

Blogger sollten daher in Sachen Impressumspflicht, Datenschutz und Urheberrecht ihre Hausaufgaben machen, um nicht in rechtliche Stolperfallen zu treten.

Bei E-Recht24 findest du alle wichtigen Informationen zu juristischen Themen.

Brauchst du Unterstützung bei der Erstellung deines Blogs?

Dann ist unser E-Book "Blog erstellen leicht gemacht" genau das Richtige für dich!

7. Sich vergleichen

Mach dein Ding! Wenn du dich stets an anderen orientierst und dich mit ihnen vergleichst, bremst du deine eigene Kreativität und kannst dich nicht frei entfalten.

"Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, sich sein Glück zu vermiesen." - François Lelord, Hectors Reise

Wisse um deine Stärken, was dich besonders macht und was deine Leser an dir lieben (werden), so wie andere Personen es tun.

Sieh Konkurrenz als Inspiration! Sie verleiht dir Antrieb, sorgt für Potenzial für Kooperationen und mehr Gesamtrauschen um dein Thema.

Wenn du du bist, bist du einzigartig und authentisch und kannst in unserer von Informationen überfluteten Welt herausstechen (digitale Informationen verzehnfachen sich alle fünf Jahre - Quelle). 

8. Punktuelle Lösungen bevorzugen

Erst kürzlich bin ich wieder in diese Falle getappt und habe einen ganzen Tag meiner Arbeit opfern müssen:

Anstatt von vornherein mit einer einheitlichen Design-Vorlage für alle Blogartikel zu arbeiten, habe ich undiszipliniert, verschiedene Artikel mit unterschiedlichen Formatierungen runtergeschrieben.

Am Ende sahen fünf verschiedene Artikel auch ziemlich unterschiedlich aus und wurden auf diversen Geräten anders dargestellt. Auch wenn ich nicht perfektionistisch bin, wirkt das alles andere als professionell.

Ich durfte also alle Artikel anpassen und in eine einheitliche Form gießen.

Statt von Anfang mit einer einheitlichen, übergeordneten Vorlage zu arbeiten, habe ich punktuell an einzelnen Texten herumgeschraubt und so nicht nur viel Zeit verloren, sondern auch ordentlich Frust geschoben.

Für dich heißt das, setze auf die Mittel, die dir dein Blog zur Verfügung stellt und vermeide individuelle Anpassungen und Formatierungen in einzelnen Seiten oder Beiträgen - oder lasse jemanden mit Programmierkenntnissen Anpassung vornehmen, die für den gesamten Blog gelten.

9. Web-Sicherheit missachten

Web-Sicherheit ist nicht alles - aber ohne Sicherheit wird alles zu nichts!

Das Internet hat das Leben vieler Menschen massiv bereichert, doch es kann auch ein gefährlicher Ort sein, indem Ganoven ihr Unwesen treiben.

Meist sind es keine Hacker, die persönlich in dein Web-Projekt eindringen und Schaden anrichten wollen, sondern ihre automatisierten Programme, die für Probleme sorgen - oft ohne, dass du es zu Beginn merkst.

Ein besonders hohes Risiko stellen veraltete oder unseriöse Plugins und Themes dar. Über diese kann schadhafter Code deine Webseite infiltrieren. Du solltest also stets WordPress, Plugins und Themes aktuell halten.

Zusätzlich empfehlen sich ein Security- und ein Backup-Plugin. Ersteres schützt dich vor möglichen Angriffen oder warnt dich bei Ungereimtheiten, letzteres sorgt dafür, dass regelmäßig Sicherheitskopien angelegt werden.

Wir können dir die kostenlosen Versionen von Wordfence Security und Updraft* empfehlen.

Alles Wichtige zum Thema Web-Security für WordPress findest du hier.

10. Leser vernachlässigen

In der griechischen Mythologie wird von Narziss berichtet, der sich in sein eigenes Spiegelbild im Wasser verliebt und letztlich darin ertrinkt. Einige Blogs erleiden ein ähnliches Schicksal: Anstatt sich auf die Bedürfnisse ihrer Leser zu konzentrieren, fokussieren sie sich nur auf sich und schaffen es so nie, eine größere Leserschaft aufzubauen.

Denn um online langfristig Erfolg zu haben, ist es besonders wichtig, Wert für seine Leser zu schaffen. Dieser Wert ist weitaus höher, wenn du dich auf deine Nutzer konzentrierst und nicht (nur) auf dich.

Setz dich mit ihnen auseinander und stell‘ dir die folgenden Fragen:

  • Wer sind meine Leser?
  • Mit welchen Ängsten, Problemen und Herausforderungen sehen sie sich konfrontiert und wie kann ich ihr Leben bereichern?
  • Welche Wünsche und Träume haben sie?
  • Welche Erwartungen haben sie an meine Inhalte?
  • Welches Feedback erhalte ich und wie kann es einfließen lassen?

Gehst du auf diese Punkte ein, wirst du langfristig erfolgreich sein.

11. Suchmaschinenoptimierung (SEO) missachten

Der Fokus auf den Nutzer ist besonders wichtig für den Traffic, den du über Suchmaschinen generierst. Denn heutzutage wird die Webseite oben bei Google gelistet, die die beste Gesamterfahrung für einen Nutzer für einen bestimmten Suchbegriff liefert (und technische Grundlagen berücksichtigt).

In unserem E- Book "Blog erstellen leicht gemacht - Schritt für Schritt zum eigenen Blog" bekommst du daher eine SEO-Schulung. Außerdem zeigen wir dir, wie du deinen Blog SEO-konform einstellst.

Eine besonders hohe Relevanz haben die Qualität deiner Inhalte und ihre Darstellung:

Qualität der Inhalte

Umso besser deine Inhalte sind, desto mehr werden Leser sie mögen und desto höher wirst du bei Google ranken.

Die Qualität wird dabei von den folgenden Faktoren bestimmt:

  • Relevanz und Aktualität
  • Mehrwert, Nutzen und Problemlösung
  • Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit
  • Einzigartigkeit
  • Korrektheit und Akribie
  • Geweckte Emotionen
  • Erzielte Interaktionen

Darstellung der Inhalte

Die Art und Weise, in der Inhalte dargestellt werden, hat ebenfalls Einfluss auf die Gesamterfahrung des Nutzers. Umso mehr ihm das Design gefällt, desto besser.

Doch wie er das übergeordnete Theme-Design wahrnimmt und bewertet, ist subjektiv. 

Objektiv gesehen, gibt es besonders auf der Ebene der Inhalte eine Reihe von Faktoren, die unbestreitbar zu Verbesserung der Lesbarkeit und des Nutzerlebnisses beitragen.

Diese Elemente helfen, deine Inhalte besser darzustellen:

  • Zwischenüberschriften
  • kurze Absätze
  • Bullet Points
  • Aufzählungslisten
  • Bilder
  • Videos
  • Zitate
  • Tabellen
  • Grafiken
  • Polls

Sie sorgen dafür, dass der Content aufgelockert wird und besonders auf mobilen Endgeräten besser zu konsumieren ist.

WordPress-Plugins wie Yoast SEO helfen dir, die richtigen Einstellung für Suchmaschinen vorzunehmen und deine Inhalte zu verbessern.

12. Fehlender Fokus

Bei einer Autofahrt ohne Ziel fährst du orientierungslos durch die Gegend. Womöglich gefällt dir, wo du letztendlich landest, doch in den meisten Fällen wirst du an einem Ort ankommen, der dich nicht von den Socken haut.

Genau so ist das Betreiben eines Blogs ohne Ziel: Du arbeitest und arbeitest, weißt aber eigentlich nicht, wo die Reise hingeht und wie der Weg dorthin aussieht.  

Vielleicht erreichst du irgendwann ein Ziel, das dir gefällt. Doch es braucht viele, viele mühsame Anläufe und Zufälle, dorthin zu gelangen.

Wahrscheinlicher ist es, dass du nie zufrieden bist oder dich verirrst.

Nachdem du dich in WordPress und der Blog-Welt zurechtgefunden hast, solltest du dir daher in Erinnerung rufen, warum du deinen Blog betreibst und was deine Ziele sind. Rücke sie in den Fokus und richte deinen Weg, also deine Maßnahmen, auf ihre Erreichung aus. Frage dich, was du unternehmen musst, um an dein Ziel zu kommen.

Falls deine Ziele und Maßnahmen zu groß oder weit gefasst sind, teile sie in kleinere Einheiten und Aufgaben auf.

Wir empfehlen dir, dich erst einmal auf die Erstellung von Inhalten und den Aufbau einer Community zu konzentrieren: Kreiere tolle Inhalte, nutze Social Media und E-Mail-Marketing.

13. Überambition

Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die ihre Ziele zu hartnäckig verfolgen. Sie haben große Erwartungen an ihre Zukunft als Blogger und wollen diese möglichst rasch und unter allen Umständen erreichen. Sie arbeiten hart und setzen sich selbst unter Druck.

“Pressure can burst a pipe or pressure can make a diamond.” - Robert Horry

Doch nicht jeder kann mit Druck umgehen. Unter Umständen führt er dazu, dass Leidenschaft, Kreativität und Spaß auf der Strecke bleiben.

Stärkerer Druck kann sogar Stress verursachen, lähmen und krank machen, sodass statt mehr Leistung weitaus weniger Output resultiert.

Für überambitionierte Blogger können Misserfolge zu größeren Rückschlägen werden.

Finde eine gute, gesunde Balance, sodass das Rohr nicht platzt und ein Diamant entsteht.

14. Zu gierig sein

Wir Menschen haben eine natürliche Abwehrhaltung gegenüber Leuten, die uns etwas verkaufen wollen. Wir mögen es nicht, wenn jemand uns an unserer Haustür, am Telefon oder im Urlaub Dinge aufschwatzen will, die wir nicht brauchen. Sicherlich kennst du dieses Gefühl.

Marketing funktioniert häufig genau so: Es überhäuft uns mit Informationen, manipuliert uns und kreiert Bedürfnisse, die wir eigentlich gar nicht haben, damit wir Dinge kaufen, die wir eigentlich gar nicht benötigen. 

Doch es wird in Zeiten der heutigen Informationsexplosion immer schwieriger, mit solchen Methoden zu Menschen durchzudringen.

Inbound Marketing hat einen entgegengesetzten Ansatz: Es versucht, Menschen mit mehrwertigen Informationen zu versorgen (anstatt mit penetranten Werbebotschaften) und zwar genau dann, wenn sie diese benötigen. Z. B. wenn sie aufgrund eines Problems oder einer Frage bei Google suchen.

Du kannst diesem Bedürfnis begegnen, indem du darauf zugeschnittenen Content produzierst.

Wichtig dabei ist, dass maximaler Wert für den Leser geschaffen wird - und keine neuen Bedürfnisse und Probleme. 

Genau so sollte dein Blog funktionieren: Anstatt zu verkaufen, solltest du dem Leser so viel geben wie möglich. Nach dem Gesetz der Reziprozität wirst du etwas zurückbekommen, ohne dass du es einforderst. 

Tim von MyMonk.de beschreibt in seinem Artikel "Wie Du echten Wert schaffen und von Deiner Leidenschaft leben kannst", warum diese Strategie langfristig weitaus mehr Erfolg hat:

"Auch wer keinen Wert schafft, kann vorübergehend Geld verdienen – wenn er Glück hat (oder einen Job). Doch sein Erfolg wird langfristig in den allermeisten Fällen in den Schatten gestellt von dem, der sich aufs Wertschaffen und nicht aufs Geldverdienen konzentriert hat. [...]

Wer das Geld sucht, nicht den Wert, verschwendet seine Zeit. Du kannst Tausende von Stunden investieren, um eine „Lücke im System“ zu finden (wie z.B.: billig kaufen, unverändert teuer verkaufen), irgendwann wird diese Lücke verschwinden oder von jemandem bewacht, der stärker ist als Du. Dann stehst Du da, hast nichts, aber auch gar nichts aufgebaut, sondern immer nur abgezweigt. Deine Geldquelle – wenn es sie wirklich je gab – ist für immer versiegt."

Versuche also, Geld nie in den Fokus deiner Aktivitäten zu rücken. 

Get rich quick ist ein Wunschtraum, der nur den aller wenigsten gelingt und noch seltener langfristig von Erfolg geprägt ist.

Studien belegen sogar, dass extrinsische Faktoren, also äußere Einflüsse wie z. B. Geld, weitaus weniger motivieren als intrinsische Faktoren:

"Mitarbeiter, die intrinsisch motiviert sind, sind etwa dreimal engagierter als solche, die sich von extrinsischen Anreizen wie Geld leiten lassen." - Quelle: Harvard Business Manager Online

Finde also Gründe, die dich von innen heraus motivieren.

Sina und ich haben Blog Wings gegründet, weil ihr Blog Ferndurst ihr Leben fundamental verändert hat. Er ermöglicht es ihr, überall auf der Welt zu wohnen und zu arbeiten und komplett selbstbestimmt zu leben.

Diese Freiheit wollen wir auch anderen schenken und ihnen zeigen, wie sie einen eigenen Blog aufbauen können. Dieses Leben zu teilen, ist unser Ziel - und das fühlt sich tausend Mal besser an, als Summe X verdienen zu wollen.

Was ist deine Motivation, einen Blog zu erstellen?

15. Mobile Zugriffe missachten

Da wir meist am Laptop oder PC arbeiten, vergessen wir ab und an, dass viele Menschen unsere Inhalte über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets konsumieren. Dabei machen sie bereits einen größeren Teil der Website-Besucher aus:

Auf Sinas Blog Ferndurst z. B. greifen mehr als 50 Prozent der Besucher mit Mobilgeräten zu.

Webseiten, die sich an die Bildschirmgröße des Endgeräts anpassen, nutzen ein sogenanntes Responsive Design.

Du solltest deinen Blog also auch stets auf mobilen Endgeräten begutachten. Sowohl am Anfang, wenn du viele Anpassungen an Design und Co. vornimmst, als auch später, wenn du Inhalte veröffentlichst.

Es gibt hilfreiche Browser-Erweiterungen, die Smartphone-Auflösungen am PC darstellen.

In Google Chrome arbeiten wir mit Mobile / Responsive Web Design Tester.

16. Keine Geduld haben

Ich erinnere mich noch, wie ich damals vor dem Radio saß. Ich wartete auf mein Lieblingslied, um es im richtigen Moment auf Kassette aufzunehmen.

Heute leben wir in einer Welt, in der fast alles sofort für uns verfügbar ist. Ein Song kann zu jeder Zeit so oft gestreamt werden, wie wir möchten.

Wir verlernen es, zu warten. Wann immer wir Zeit haben, geht der erste Griff zum Smartphone.

Doch ein Blog-Start funktioniert nicht wie diese Gewohnheiten. Ein Blog braucht Zeit!

Häufig wird Google deine Haupt-Trafficquelle sein. Doch bis Google deiner Domain Vertrauen schenkt und dich häufiger und höher in der Suche ranked, wird einige Zeit vergehen. Früher sprach man hier von der Google Sandbox.

Unseren Erfahrungen nach dauert es circa sechs Monate und mehr, bis du erste Resultate siehst.

Blog Wings war in seiner Startphase ein Paradebeispiel dafür: Der folgende Graph stammt aus den Google Webmaster Tools und zeigt die anfängliche Entwicklung der Impressionen bei Google von Blog Wings. 

Blog Wings Impressions Entwicklung Startphase

Während die Webseite zu Beginn kaum in den Suchergebnissen auftauchte, wurde sie irgendwann immer häufiger angezeigt.

Hab also Geduld und Zuversicht! Wenn du all die Tipps in diesem Artikel befolgst, wird dein Blog Erfolg haben.

Haben dir diese Tipps geholfen, hast du weitere Anregungen oder benötigst du Hilfe? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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Autor

BENNET POLENZ


Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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