Ein Blog-Thema finden: Worüber soll ich Bloggen?

von Bennet Polenz

Ich helfe Menschen mit Blog Wings, ihre Geschichte neu zu schreiben und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Mehr über uns.

Die Themenfindung deines Blogs ist einer der ersten Schritte auf deinem Weg zum Blogger-Dasein. Sie legt das Fundament für die künftige inhaltliche Ausrichtung deiner Seite. 

Wie auch beim Bau eines Gebäudes, spielt das Fundament eine besonders wichtige Rolle: auf ihm bauen alle künftigen Handlungen auf. Ist es nicht intakt, wird das Gebäude instabil.

Das Ziel dieses Artikels

Womöglich hast du bereits eine grobe Vorstellung davon, worüber du bloggen möchtest. In diesem Fall wird dir dieser Beitrag helfen, zu prüfen, ob deine Wahl eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Blog darstellt. Außerdem unterstützen wir dich, dein Thema weiter zu konkretisieren.

Falls du noch keine Themenidee hast, bist du hier ebenfalls genau richtig! Wir helfen dir, ein passendes Thema für dich zu finden und checken gemeinsam, ob es Zukunft hat.

Wir ermöglichen es dir außerdem, ein Gefühl für ein größeres Spektrum an Themen zu bekommen und erste Themenideen zu entwickeln.

Dafür geben wir dir allerhand Tools und Praxistipps an die Hand, mit denen du das volle Potential aus deiner Idee schöpfen kannst. Natürlich musst du nicht alle nutzen. Schaue, mit welchen Methoden du am besten arbeiten kannst. 

Viel Spaß beim Lesen!

- Sina & Bennet

Warum die richtige Themenwahl so wichtig für deinen Blog ist

Deine Themenwahl ist maßgeblich für viele Schritte bei der Erstellung deines Blogs. Sie beeinflusst die folgenden Aspekte:

  • Deine ​​​​Inhalte (Artikel, Bilder, Videos usw.)
  • Deine ​​​​Seitenstruktur
  • Die "Persönlichkeit" deines Blogs (Marke und Look & Feel)
  • Deine Leser
  • Deine potenziellen Umsätze

Deine Inhalte

Deine thematische Ausrichtung bestimmt, worüber du auf deinem Blog schreibst und welche Bilder/Visualisierungen du nutzt. In einem Reiseblog, z. B., geht es natürlich ums Reisen. Alle Fotografien und Grafiken beziehen sich auf dieses Hauptthema, genauso wie die verschiedenen Texte. 

Dabei ist es sinnvoll, nicht nur ein grobes Thema zu definieren, sondern tiefer in die eigenen Ideen und Motive einzutauchen. In Bezug auf den Reiseblog könntest du dir folgende Fragen stellen: Worauf möchte ich mich spezialisieren? Wie reisen ich am liebste und wohin? Welche Unterthemen soll es geben? Was unterscheidet mich von anderen Blogs? Was ist mir wichtig - und was nicht?

Deine Seitenstruktur

Je nach dem, worum es in deinem Blog geht, können Inhalte ganz unterschiedlich geordnet und voneinander abgegrenzt werden. 

Manche Blogs haben eine sehr klare und kleinteilig gegliederte Struktur, andere nur grobe Hauptkategorien, denen Inhalte untergeordnet werden.

Sinas Blogs Ferndurst und Soulflake verdeutlichen das sehr gut:

Ferndurst als Reiseblog weist mit vielen unterschiedlichen Artikeln zu diversen Destinationen eine sehr stark untergliederte Seitenstruktur auf: Es gibt das Hauptthema Reiseziele, darunter befinden sich die einzelnen Kontinente als Unterthemen (z. B. Indonesien), darunter die Länder (wie z. B. Bali) und wieder darunter die konkreten Reiseberichte. Darüber hinaus gibt es noch Hauptthemen wie "Weltreise", "Praktische Tipps" oder "Inspiration". 

Soulflake hingegen behandelt eher emotionale und persönliche Themen, die bisher nur grob in die folgenden Hauptkategorien gegliedert werden: Im Kopf, Im Körper, Auf Reisen.

Die Persönlichkeit deines Blogs (Marke, Look & Feel)

Deine Themenwahl bestimmt auch, wie dein Blog aussieht und "sich anfühlt": Während ein Beauty-Blog häufig eher hochwertig, stylisch und feminin gestaltet ist und sich dies auch im Schreibstil und der Bildwahl widerspiegelt, erscheint ein Fachblog, der Seriosität ausstrahlen will, wahrscheinlich eher clean und minimalistisch.

Auch die Namensgebung wird durch das Thema beeinflusst, weil der Blogname im Optimalfall bereits das Thema deines Blogs repräsentiert. 

Deine zukünftigen Leser

Je nach Themensetzung deines Blogs sprichst du selbstverständlich unterschiedliche Besucher an: Ein Modeblog für Frauen wird hauptsächlich von Frauen besucht, ein Fachblog von Fachexperten und Interessierten.

Deine potenziellen Umsätze​​​​

Mit gewissen Themenbereichen lässt sich tendenziell leichter Geld verdienen als mit anderen. Wenn du zum Beispiel einen Blog mit Finanztipps erstellst und deine Sache gut machst, wirst du hier mit Produktvergleichen und Ratgeberinhalten gutes Geld verdienen können. Ein Kochblog dagegen könnte eher mit Werbung oder Kooperationen Geld einnehmen, was etwas aufwendiger ist.

Generell solltest du das Thema Umsätze und Monetarisierung allerdings nicht zu stark gewichten, wenn du eine Blogidee hast. Wichtig ist, dass du für das Thema brennst und Leute für dich und deine Inhalte begeistern kannst - dann wirst du langfristig auch erfolgreich sein.

Wie du Geld mit deinem Blog verdienen kannst, liest du in unserem Artikel "Als Blogger Geld verdienen - damit kannst du rechnen und so geht's!".

Benötigst du Unterstützung bei der Erstellung deines Blogs?

Dann ist unser E-Book "Blog erstellen leicht gemacht" genau das Richtige für dich!

5 Schritte, mit denen du deinen Blog-Themenkosmos findest

Unabhängig davon, ob du du bereits eine konkrete Idee für dein Blogthema hast oder nicht, können dir die folgenden Schritte helfen, das Thema deines Blogs zu definieren - und dich noch einmal mehr inspirieren, dein eigenes Baby zu erschaffen: Ein Blog, der all deine Ideen widerspiegelt und andere Menschen inspiriert! Wunderbar!

In 5 Schritten zu Blog-Themenfindung

1. Leidenschaft

Dieser Punkt ist der wichtigste bei deiner Blog-Themenfindung. Wir vertreten die Auffassung, dass du deine größte Leidenschaft zu deinem Blog-Thema machen solltest. Warum?

Drastisch gesagt, wird dein Blog nicht langfristig bestehen, wenn du über ein Thema bloggst, das keine Leidenschaft in dir entfacht.

Leidenschaftlichen Bloggern merkt man in jeder Sekunde an, dass sie für das Thema und ihren Blog brennen:

  • Die Inhalte sind hochwertig, hilfreich und mitreißend.
  • Das Design ist liebevoll und ansehnlich gestaltet.
  • Ihre Marketing-Aktivitäten sind umfassend und ausdauernd. 
  • Die Kommunikation mit Lesern ist herzlich und engagiert.

Warum ist das so?

Die Zauberworte lauten "Intrinsische Motivation". Auf lernpsychologie.net wird sie folgendermaßen definiert: 

"Die intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen: bestimmte Tätigkeiten macht man einfach gern, weil sie Spaß machen, sinnvoll oder herausfordernd sind oder einen schlicht interessieren."Quelle: Lernpsychologie.net

Wer von innen heraus motiviert ist und einen Blog erstellt, wird weitaus erfolgreicher sein, als jemand, der einen Blog nur des Geldes wegen betreibt. In der Arbeitswelt wurde das Phänomen "Gesteigerter Motivation durch inneren Antrieb" bereits anhand von Studien nachgewiesen:

"Mitarbeiter, die intrinsisch motiviert sind, sind etwa dreimal engagierter als solche, die sich von extrinsischen Anreizen wie Geld leiten lassen."Quelle: Harvard Business Manager Online

Genau so ist es auch, wenn es um deinen eigenen Blog geht.

Darum solltest du ein Blog-Thema finden, das deiner Leidenschaft entspricht

  • Du bist weitaus motivierter und hast deshalb mehr Ausdauer, deinen Blog zu etwas Großartigem zu machen. 
  • Du fühlst dich gut, hast das Gefühl, ein neues Hobby gefunden zu haben, kannst deine Talente weiterentwickeln - dein Wohlbefinden profitiert.
  • Du steckst vermeintliche Rückschläge besser weg, konzentrierst dich nicht auf "Fehler" oder "Schwächen", sondern hast Lust, dazuzulernen, dich zu verändern, darauf, kreativ zu sein.
  • Deine Nutzer werden deine Leidenschaft spüren und gern wiederkommen.
  • Was auch immer dein Ziel mit deinem Blog ist: Du wirst es leichter erreichen.

Diese Fragen solltest du dir jetzt stellen, um deine Leidenschaft zum Blog-Thema zu machen

Falls du noch nicht genau weißt, worüber du bloggen sollst, stell' dir die folgenden Fragen. Falls du bereits eine Idee davon hast, checke, ob deine Vorstellung den Fragen standhält und deine Antworten sich mit deinem Plan decken: 

  1. Worüber kannst du stundenlang sprechen, ohne die Lust zu verlieren? 
  2. Worüber würdest du bloggen, wenn Geld keine Rolle spielte?
  3. Kannst du dir vorstellen, auch in zwei Jahren noch über das Thema zu bloggen und hunderte Artikel dazu zu verfassen? (Damit ist nicht gemeint, dass du dich und deine Themen nicht verändern darfst. Nur das Hauptthema sollte möglichst beständig bleiben.)

Schreibe die Antworten auf die ersten beiden Fragen auf ein Stück Papier. Hier sollte es definitiv eine thematische Überschneidung geben. Wichtig ist, dass du auch die dritte Frage mit "ja" beantworten kannst. 

Wenn das der Fall ist, et voilà! Wir haben dein Blogthema aus dir herausgekitzelt! Arbeite von nun an mit dieser Themenidee weiter.

Fallen dir zu den ersten beiden Fragen keine Antworten ein, bist du womöglich noch nicht bereit für einen eigenen Blog. Überlege noch einmal intensiver, wofür du brennst.

Decken sich die Antworten nicht mit deiner Blogidee, solltest in dich gehen und dich fragen, ob du ein Thema, das nicht deiner Leidenschaft entspricht, wirklich über Monate und Jahre hinweg immer wieder bearbeiten kannst und willst.

2. Potenzielle Zielgruppe

Du hast nun ein erstes Thema festgehalten, das deine persönliche Leidenschaft repräsentiert. Doch um langfristig erfolgreich zu sein, ist es wichtig, dass du ein Blog-Thema definierst, das auch andere interessiert. 

Um ein besseres Gefühl dafür zu kriegen, ob dein Blog-Thema relevant ist, reicht bereits eine einfache kleine Aufgabe: Versuche einzuschätzen, wie viele Menschen du kennst, für die das Thema ebenfalls interessant ist! 

Umso mehr Leute du hier aufzählen kannst, desto besser. Kennst du keinen anderen in deinem Sprachraum, ist dein Thema womöglich zu eng definiert oder zu exotisch. Im Optimalfall kannst du mindestens fünf Menschen aufzählen. Wenn dir das gelingt, ist das eine sehr gute Voraussetzung (wir setzen der Einfachheit halber voraus, dass es unter den vielen Menschen, die du nicht kennst, verhältnismäßig ebenso viele Interessierte gibt). 

Den Leser bei der Themenwahl in den Fokus rücken

Noch wichtiger ist die Frage, wer genau deine potenziellen Leser sind, denn umso besser du sie und ihre Bedürfnisse kennst, desto besser kannst du deine Themenauswahl und Inhalte auf sie anpassen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Web-Projekt ist die Fokussierung auf den Nutzer!

Personas (auch Buyer- oder Zielgruppen-Personas genannt) haben sich hier als besonders hilfreiches Instrument erwiesen, um den Nutzer in den Fokus zu rücken.

Was ist eine Persona?

"Eine [...] Persona hat – anders als eine Zielgruppe – ein konkretes Gesicht. Bei ihr handelt es sich um eine fiktive Person, die Ihren typischen [Leser] repräsentiert. Dieses Konzept macht es Ihnen einfacher, die Bedürfnisse, Herausforderungen und Handlungen Ihres idealen [Leser] besser zu verstehen. Auf diese Weise können Sie Ihre Inhalte besser zuschneiden." - Quelle HubSpot 

Dieses "konkrete Gesicht" hilft dir, die Interessen deiner potenziellen Leser und deine Themenidee in Einklang zu bringen.

Diese Fragen solltest du dir jetzt stellen

  1. Gibt es jemanden unter den Personen, die du zuvor aufgezählt hast, den du als stellvertretenden Leser für deinen Blog ansiehst?
  2. Wie sehen die aktuelle Lebenssituation und Bedürfnisse dieser Person aus?
  3. Kannst du innerhalb deiner Blog-Themenwahl Inhalte schaffen, die zu dieser Person passen und auf ihre Bedürfnisse eingehen? Welche zum Beispiel?

Nimm dir kurz Zeit, um diese Fragen zu beantworten. Hast du ein sicheress Gefühl bei der Beantwortung dieser Fragen, kannst du zum nächsten Schritt gehen. Denke von nun an immer an diese Person, wenn du Anpassungen an deinem Blog vornimmst und frage dich, ob der Persona dieser Schritt gefallen würde.

Falls dir die Beantwortung der Fragen schwer fällt, solltest du intensiver auf ihnen herumdenken und dein Thema womöglich anpassen.

3. Andere Blogs

Bevor du ein Thema für deinen Blog definierst, solltest du auch einen Blick über den Tellerrand werfen: Andere Blogs spielen eine wichtige Rolle bei der Findung deines Blog-Themas. Sie sind zum einen Inspiration und zum anderen Mitbewerber, von denen du dich abgrenzen solltest, um einzigartig zu sein.

Andere Blogs als Inspiration nutzen

Gerade als Blog-Neuling hilft es sehr, von anderen zu lernen. Sie haben bereits viele Erfahrungen gesammelt und wissen, wie man einen erfolgreichen Blog erstellt.

So identifizierst du die Themen anderer Blogs in deiner Sparte

  1. Öffne Google
  2. Suche nach "[Deine Themenidee] Blogs"
  3. Klicke dich durch die ersten Suchergebnisse und öffne ein paar der Blogs, die innerhalb der Ergebnisse aufgelistet werden
  4. Wirf einen Blick auf die folgenden Bereiche der Blogs:
  • "Über mich"-Seite
  • Seiten-Navigation
  • Einige Artikel auf der Startseite


So analysierst du die Themenauswahl anderer Blogs

Mit dem Blick auf die Blogs und Seitenbereiche solltest du die folgenden Fragen beantworten können: 

  • Was sagen sie, worum es in ihrem Blog geht?
  • Worüber schreiben sie tatsächlich?
  • Wie strukturieren sie ihre Themen in der Navigationsleiste?

Sammle die Informationen deiner Recherche in einer Tabelle.

Hier ein Beispiel:

Blogname

Oberthem​​​​a

Kernthema

Navigation

Unterthema 1

Unterthema 2

Unterthema 3

Unterthema 4

Name 1

Reisen

Backpacking

Reiseziele

Inspiration

Weltreise

Festivals

Name 2

Reisen

Reisen mit Kind

Reisen

Themen

Fotos

Lifestyle

Name 3

Reisen

Backpacking

Reiseziele

Planung

Fotos

Lifestyle

Name 4

Reisen

Reisen als Paar

Reiseziele

Planung

Blog

Genuss

Hier kannst du bereist viele Erkenntnisse für deine eigene Themenwahl gewinnen. Stell' dir die folgenden Fragen:

  • Was ist mein Oberthema?
  • Welches Kernthema möchte ich in meinem Blog thematisieren?
  • Welche Unterthemen könnte ich in meiner Navigation unterbringen?
  • Worauf möchte ich inhaltlich einen Schwerpunkt setzen?

Achte darauf, dass dein Kernthema nicht zu spitz gewählt ist und nicht zu wenig Raum für weitere Unterthemen und Inhalte lässt. 

Sich von anderen Blogs abgrenzen

Jetzt hast du eine Idee davon, wie andere Blog thematisch aufgestellt sind und wie du dein Hauptthema untergliedern könntest. Wichtig dabei ist aber, dass du andere Blogs nicht gänzlich kopierst, sondern deinen eigenen Weg findest.

Darum ist es wichtig, einzigartig zu sein

  • Du stichst aus der Masse heraus
  • Du sprichst spezielle Interessengruppen an, die sich bei dir eher wiederfinden, als bei anderen.
  • Mit dem Bewusstsein darüber, was dich einzigartig macht, kannst du dich noch mehr darauf fokussieren, deine Besonderheit hervorzuheben.
  • Es fühlt sich gut an, etwas besonderes zu sein.


So kannst du dich thematisch von anderen Blogs abgrenzen

In diesen Bereichen kannst du dich schon bei der Themenwahl von anderen unterscheiden:

  • Hauptthema
  • Kernthema
  • Unterthemen
  • Inhaltliche Schwerpunktsetzung


So ziehst du Rückschlüsse für deine eigene Themenwahl

Schreibe dich als Blog 5 in die Tabelle oben ein und achte darauf, dass es mindestens eine Unterscheidung innerhalb deiner Reihe zu den anderen Blogs gibt. Umso weiter vorn sie steht, desto besser.

Somit hast du deine Themenwahl festgehalten.

Was tun, wenn du kein einzigartiges Thema findest?

Das ist nicht optimal, aber kein Beinbruch! Du hast noch viele weitere Möglichkeiten, um dich von deinen Mitbewerbern abzugrenzen:

Weitere Möglichkeiten zur Abgrenzung

  • Schreibstil
  • Design
  • Qualität
  • Graphische Elemente
  • Interaktive Elemente
  • Persönlichkeit

Nun hast du bereits eine sehr gute Grundlage für deine Themenwahl gelegt. 

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4. Ziele und Potenziale

Sicherlich treibt dich irgendetwas an, das dich bis zu diesem Kapitel in diesem Artikel gebracht hat und dafür sorgt, dass du deinen eigenen Blog aufsetzen möchtest. Jeder verfolgt dabei individuelle Ziele.

Mögliche Zielsetzungen für einen Blog

  • Seine eigene Bekanntheit steigern
  • Ein Thema oder eine Organisation populärer machen
  • Kundenkontakte generieren
  • Sein Online- und Blog-Know-how ausbauen
  • Geld verdienen

Wichtig ist, dass du weißt, was dein Ziel ist. Denn so kannst du zielgerichtet daran arbeiten, es zu erreichen. Ohne ein Ziel verlierst du schnell die Orientierung und deine Maßnahmen sind weniger effektiv.

Ein Ziel, das fast alle Blogs gemeinsam haben, ist Traffic, also Besucher auf ihrer Webseite. Denn gelingt es, den Nutzer auf die eigene Webseite zu kriegen, kannst du ihn für dein eigenes Ziel begeistern.

Hat dein Blog-Thema Potenzial, deine Ziele zu erreichen?

Nun versuchen wir das Potenzial deines Kernthemas zu bewerten. Um es nicht zu komplex werden zu lassen, schauen wir primär auf das Traffic- und Umsatz-Potenzial.

1. Traffic-Potenzial

Um einzuschätzen, ob dein Thema überhaupt relevant ist, haben wir bereits einen Blick auf deine potenzielle Zielgruppe geworfen. Wir können allerdings noch tiefere Erkenntnisse darüber gewinnen, wie gefragt ein Thema im Web ist.

Genauer genommen, betrachten wir dabei, wie häufig Begriffe bei Google gesucht werden. Denn wir gehen davon aus, dass ein Begriff umso mehr Traffic-Potenzial hat, desto häufiger er gesucht wird.

Der Google Keyword-Planer

Um herauszufinden, welche Begriffe wie häufig bei Google gesucht werden, musst du dich beim Google Keyword Planer von Google AdWords anmelden. Dieser ist absolut kostenlos und wirklich essentiell für deinen Blog, wenn du Besucher über die Suchmaschine generieren möchtest. Ohne zu wissen, welche Suchbegriffe wie häufig gesucht werden, läufst du Gefahr, Inhalte zu produzieren, die niemand sucht und liest.

Bei der Registrierung musst du Zahlungsdaten hinterlegen. Es entstehen allerdings keinerlei Kosten, wenn du keine Werbe-Kampagne startest. Also Augen zu und durch.

Das Traffic-Potenzial bewerten

Im Google Keyword-Planer kannst du nach spezifischen Begriffen und ihrem Suchvolumen suchen oder dich mit verwandten Keywords inspirieren lassen:

Mit einem Klick auf "Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen" kannst du nach spezifischen Begriffen suchen:

google keyword planer suchvolumen

In der ersten Spalte werden dir nun deine gesuchten Begriffe und verwandte Keywords angezeigt.

In der zweiten Spalte findest du die monatlichen Suchvolumina zu den Suchanfragen.

Bewertung der Ergebnisse

Wenn dein Haupt- oder Kernthema auf mehr als 10.000 Suchanfragen kommt, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass genügend inhaltliche Tiefe für dein Wunschthema besteht. 

Backpacking Thailand wäre mit 1.000 - 10.000 Suchanfragen in diesem Fall ebenfalls ein spitzeres, aber geeignetes Kernthema. Es gibt hier viele Möglichkeiten für weitere Unterthemen, wie spezifische Destinationen, Planung etc., die ebenfalls über gute Suchvolumen verfügen.

Weniger als 1.000 Suchbegriffe für das Kernthema sind kein gutes Ergebnis. Hier solltest du dein Kernthema weiten. 

Jetzt bist du dran!

  1. Registriere dich im Google Keyword Planer
  2. Checke, wie viel Suchvolumen für deine Themenidee besteht.

Erzielt dein Kernthema mehr als 10.000 Suchanfragen im Monat, kannst du zum nächsten Schritt weitergehen, erzielt es mehr als 1.000, solltest du prüfen, ob für weitere untergeordnete Themen gute Suchvolumina bestehen. Weniger Suchvolumen ist nicht zu empfehlen.

Falls dein Wunschthema auf zu wenige Suchen kommt, probiere Synonyme oder Einzahl / Mehrzahl des Begriffes aus. Vielleicht lag die geringe Anzahl an Suchanfragen nur an der Formulierung.

2. Erfolgschance​​​​

Eine zu starke, zu große Konkurrenz mindert die Chance auf Erfolg. Um die Erfolgschancen deines Blogs besser bewerten zu können, betrachten wir den Wettbewerb zu deinem Wunschthema. 

Ohne kostenpflichtige Tools ist es schwer, die Konkurrenz wirklich quantitativ zu bewerten. Wir bekommen aber eine ungefähre Idee davon, wie stark die Konkurrenz ist, wenn wir den Keyword-Planer und eine einfache Google-Suche zu Rate zuiehen:

Die Konkurrenz mit dem Google Keyword-Planer bewerten

Wie du vielleicht schon bei deiner ersten Keyword-Recherche gesehen hast, zeigt der Google Keyword-Planer nicht nur Keyword-Ideen und Suchvolumina an.

Er stellt in der dritten Spalte auch dar, wie die Konkurrenz für die Schlüsselwörter für bezahlte Suchanzeigen ist:

google keyword planer keyword konkurrenz

Google definiert Wettbewerb dabei folgendermaßen "Wettbewerb" ist die Anzahl der Werbetreibenden, die Gebote für das jeweilige Keyword abgegeben haben, [...]".

Es geht hierbei nicht um die bezahlten Suchanzeigen, trotzdem können wir eine Tendenz für gesamte Konkurrenz ableiten: Eine niedrige Konkurrenz ist besser als eine hohe.

Die Konkurrenz mit einer Google-Suche bewerten

Hierbei wirfst du wieder einen Blick auf die ersten Suchergebnisse bei Google für dein Kernthema:

Werden andere Blogs angezeigt und denkst du beim Blick in die Inhalte der Ergebnisse, dass du bessere Inhalte erstellen kannst, dann ist das ein gutes Zeichen.

Bessere Inhalte sind

  • besser strukturiert
  • umfangreicher
  • aktueller
  • schöner designed
  • besser bebildert
  • miteißender geschrieben
  • hilfreicher
  • besser les- und konsumierbar

Jetzt bist du dran!

  1. Schaue im Google Keyword-Planer, wie Google den Wettbewerb auf deinem Themen-Keyword einschätzt.
  2. Prüfe, ob es andere Blogs zu deinem Kernthema auf der ersten Suchergebnisseite von Google gibt.
  3. Checke diese Blogs und stelle sicher, dass du bessere Inhalte zu den Themen produzieren wirst.

3. Zukunftspotenzial

Wichtig ist auch, dass dein Wunschthema Zukunft hat und nicht nur aktuell gehyped wird oder sogar eine sinkende Relevanz hat.

Google Trends verrät dir, wie trendy dein Thema ist:

google trends analyse

Für das Keyword Backpacking Thailand zeigt der Trend-Graph insgesamt eine steigende Entwicklung der Suchen. Es ist also davon auszugehen, dass das Thema auch in der Zukunft noch relevant ist. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

Jetzt bist du dran!

Bewerte dein Wunschthema ebenfalls mithilfe von Google Trends.

4. Umsatzpotenzial

"Geld allein macht nicht glücklich", ist für viele allerdings ein spannender Anreiz für ihren Blog. Hier helfen uns der Google Keyword-Planer und Amazon, ein Gefühl für das Potenzial zu entwickeln.

Das Umsatzpotenzial deines Blogs mit dem Google Keyword-Planer bestimmen

Diesmal betrachten wir das vorgeschlagene Gebot in Spalte vier: Es sagt aus, wie teuer ein Klick für das Keyword bei Google für Werbetreibende ist.

Umso höher das vorgeschlagene Gebot, desto mehr kann ein Blog mit Werbebannern tendenziell verdienen.

google keyword planer gebote keywords

Ein Blog zum Thema Immobilienwirtschaft wäre also auf Werbebasis lukrativer als ein Blog über Backpacking Thailand.

Wichtig ist hier die Quintessenz: Für unseren Beispiel-Blog mit dem Thema Backpacking Thailand könnten wir definitiv auf eine Monetarisierung mit Werbung setzen, selbst wenn andere Themen lukrativer sind.

Jetzt bist du dran!

Wirf selbst einen Blick auf das vorgeschlagene Gebot für dein Kernthema!

Das Umsatzpotenzial deines Blogs mit Amazon bestimmen

Eine weitere Möglichkeit, Geld mit seinem Blog zu verdienen, ist Affiliate Marketing. Wie genau es funktioniert, erfährst du in unserem Blog-Lexikon. Außerdem liest du in unserem Artikel "Als Blogger Geld verdienen – damit kannst du rechnen und so geht’s!", wie viel du mit Affiliate Marketing verdienen kannst. 

Eines der gängigsten Affiliate-Programme ist dabei das Partnerprogramm von Amazon. Wenn dein Blog die Grundvoraussetzung erfüllt, dass du sinnvoll Amazon-Produkte über deinen Blog empfehlen kannst, ist es dir möglich, dein Umsatzpotenzial zu bestimmen.

Berechnung

  1. Wie teuer sind die Produkte durchschnittlich?
  2. Wie hoch ist die Provision, die Amazon im Falle eines erfolgreichen Kaufs über deinen Link ausschüttet für die Produktkategorie?
  3. Wende die Höhe der Provision auf den durchschnittlichen Produktpreis an.


Beispielrechnung

Für einen Blog mit dem Kernthema Backpacking Thailand könnte man eine Packliste für seine Nutzer bereitstellen und die Produkte in der Liste bei Amazon verlinken (eine Spiegelreflexkamera zum Beispiel).

Produkt

Amazon Kategorie

Preis

Provision in %

Provision im Erfolgsfall

Kamera

805 €

3 %

24,15 €

24,15 € ist eine sehr ordentliche Affiliate-Provision. Viele andere Produkte auf der Packliste werden eine geringere Provision erhalten, dafür aber womöglich häufiger bestellt, weil sie günstiger sind.

Wir sehen also, dass definitiv Umsatzpotenzial für Amazon für unser Beispielprojekt vorhanden ist.

Jetzt bist du dran!

Schau, welche Produkte du sinnvoll über Amazon "bewerben" könntest und rechne aus, wie viel Provision du beim Verkauf eines Produkts erhalten würdest. Wichtig ist, dass generell Potenzial für die Nutzung des Affiliate-Programms vorhanden ist. 

Fazit zu den Potenzialen

Wir haben nun mehrere Bereiche analysiert, die dir Aufschluss über das Potenzial deines Blogs geben. Im Optimalfall konntest du Traffic-Potenzial, Chancen, Zukunftspotenzial und Umsatzpotenzial identifizieren. 

Alle vier Bereiche sind wichtig, um langfristig erfolgreich sein. 

Solltest du in einem der Bereiche weniger Möglichkeiten herausgearbeitet haben, macht es wahrscheinlich Sinn, wenn du deine Themenwahl noch einmal anpasst. Lediglich beim Umsatzpotenzial kannst du weniger streng sein. Solltest du hier noch kein Potenzial sehen, mach dir keinen Stress. Mit der Zeit werden sich auch hier Optionen auftun. 

5. Entscheidungsfindung

Um dir eine fundierte Entscheidungsgrundlage für dein Blog-Thema zu liefern, bewerten wir die vorherigen Schritte nach Punkten.

In der Tabelle unten siehst du, wie viele Punkte du dir bzw. deinem Kernthema in jedem der Schritte geben kannst, wenn du die jeweiligen Fragen und Aufgaben gut beantworten und meistern konntest.

Unterschiedliche Schritte haben dabei eine unterschiedliche Gewichtung. Die vier Potenziale, die wir in Schritt 4 Ziele & Potenziale geprüft haben, bekommen jeweils halbe Punkte, wenn sie positiv verliefen.

Hattest du in einem der Schritte ein weniger gutes Gefühl mit deinem Wunschthema, gibst du dir weniger Punkte.

Summiere die Punkte und ermittle deinen Gesamtwert!

1. Leidenschaft

2. Zielgruppe

3. Andere Blogs

4. Potenziale

Gesamtwert​​​​

2

1

1

1/2 | 1/2 | 1/2 | 1/2

?

Wenn du in allen Schritten ein gutes Gefühl hattest, kommst du insgesamt auf einen Gesamtwert von sechs Punkten.

Der Gesamtwert wird dann mit einer Note bewertet:

Gesamtwert

Note

6

1

5

2

4

3

3

4

2

5

1

6

Um dein Thema final festzulegen, solltest du mindestens den Gesamtwert fünf und die Note zwei erzielen. Kommst du auf einen geringeren Gesamtwert, solltest du dein Thema anpassen.

Wichtig ist, dass du abschließend die finale Checkliste abhaken kannst:

Finale Checkliste für deine Entscheidungsfindung

1. Du brennst für das Thema - ohne Leidenschaft keine Langfristigkeit.

2. Es gibt auch andere, die sich dafür interessieren - ohne Leser kein Spaß.

3. Du konntest dich thematisch von anderen abgrenzen oder hast eine andere Idee, wie du deinen Blog einzigartig machen möchtest - ohne Einzigartigkeit stichst du nicht hervor.

4. Du konntest herausstellen, dass du Potenzial zur Erreichung deiner Ziele siehst - ohne Potenziale keine Zielerreichung.

5. Du hast ein Kernthema definiert, das ein Hauptthema und mehrere Unterthemen hat.

Fazit

Deine Leidenschaft hat dir aufgezeigt, worüber du bloggen willst. Die anderen Schritte haben dein Thema weiter geformt. Hoffentlich konntest du dein Kernthema definieren und hast ein Gefühl für ein konkretes Themenspektrum bekommen.

Dieser Artikel hat dir darüber hinaus viel mehr geholfen, als nur ein Thema zu definieren: Du hast unterschiedliche Marketing-Lektionen gelernt und spannende Tools kennengelernt, die eine tolle Basis für deinen erfolgreichen Blog legen. 

Gleichzeitig ist die Auseinandersetzung mit deinen Themen eine gute Vorbereitung für weitere Schritte: Du hast nun bereits ein besseres Gefühl für deine Seitenstruktur und relevante Inhalte. 

Wir wünschen dir viel Spaß bei der Erstellung deines Blogs!

- Sina & Bennet

Haben dir diese Tipps geholfen, hast du weitere Anregungen oder benötigst du Hilfe? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Quellenverzeichnis​​​​

Autor

BENNET POLENZ


Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

Benötigst du Unterstützung bei der Erstellung deines Blogs?

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