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Die Erstellung eines rechtssicheren Impressums in WordPress mag nicht zu den glamourösesten Aufgaben im Blogger-Alltag gehören. Dennoch ist es nahezu unerlässlich. Nahezu? Wir bringen Licht ins Dunkel.*

1. Warum ein Impressum wichtig ist

Für Website-Betreiber besteht in den meisten Fällen Impressumspflicht. Sie folgen dementsprechend den Rechtsvorschriften, die sich aus § 5 des Telemediengesetzes (TMG) bzw. § 55 des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) ableiten und die sie verpflichten, ein Impressum zu integrieren. Ohne dieses besteht für die Verantwortlichen von Internetseiten die Gefahr, kostspielig abgemahnt zu werden.

Im Internet gibt es leider immer wieder auch unseriöse Inhalte. Dank des Impressums weiß der Besucher, wer für diese verantwortlich ist. Die Anonymität schwindet. Für Website- bzw. Blog-Besucher stellt ein Impressum also eine gewisse Wahrung von Ordnung und Seriosität im Internet dar. 

Das Internet wäre wie der Wilde Westen, wenn es die Impressumspflicht nicht gäbe.

2. Wer braucht ein Impressum?

Um auf Nummer sicher zu gehen, lautet die einfache Antwort: Jeder!

Theoretisch sind Anbieter von Inhalten, die nur "persönlichen oder familiären Zwecken" dienen, ausgenommen, doch es kann auch dabei schon zu Widersprüchen mit dem RStV kommen. 

Im Detail besagt die Rechtsprechung, dass ein Impressum vorhanden sein muss, wenn die folgenden Umstände gegeben sind:

1. Du bist "Anbieter von [...] journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten" (RStV). Wie genau diese Angebote charakterisiert werden, ist per Gesetz nicht definiert. 

Um hier rechtssicher unterwegs zu sein, solltest du, sobald du redaktionelle Inhalte auf deiner Webseite veröffentlichst, ein Impressum haben. Zu diesen Inhalten gehören streng genommen sämtliche Arten von Texten und somit vor allem Online-Blogs und -Magazine.

2. Du veröffentlichst "geschäftsmäßige, [...] gegen Entgelt angebotene" Inhalte (TMG).

Das bedeutet vereinfacht gesagt, du benötigst ein Impressum, sobald du beabsichtigst, Geld mit deiner Webseite zu verdienen. Eingeschlossen sind alle Arten der Monetarisierung (außer Spenden). Welche es hier gibt, kannst du diesem Artikel nachlesen: Als Blogger Geld verdienen

Da fast jede Webseite und vor allem jeder Blog redaktionelle Inhalte bereitstellt und viele Webseiten Umsätze generieren wollen, ist ein Impressum also für so ziemlich jeden unerlässlich.

3. Was muss im Impressum stehen?

Dass du alle wichtigen Aspekte in dein WordPress Impressum einbaust, kannst du mit der Nutzung des Impressumsgenerators sicherstellen. 

Wenn nur das RStV greift, weil journalistisch-redaktionelle Inhalte bereitgestellt werden, aber die Webseite nicht monetarisiert wird, sind die folgenden Informationen relevant:

  1. "Namen und Anschrift sowie
  2. bei juristischen Personen auch Namen und Anschrift des Vertretungsberechtigten." - RStV
  3. Name und Anschrift des inhaltlich Verantwortlichen


Hast du die Intention, Geld mit deinem Blog zu verdienen, benötigst du laut TMG eine Reihe weiterer Informationen:

Must Have:

  1. Name und die Anschrift des Anbieters (Vorname, Nachname der Person oder des Vertretungsberechtigten der Firma)
  2. Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme (E-Mail bindend; Telefon optional)
  1. Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.) oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer
  2. Name und Anschrift des inhaltlich Verantwortlichen der Webseite


Falls gegeben zusätzlich:

  1. Firmenname und Rechtsform bei juristischen Personen 
  2. Sitz der Aufsichtsbehörde
  3. Register (z.B. Handelsregister, Vereinsregister etc.) und Registernummer
  4. Spezifische Angaben für bestimmte Berufsgruppen, deren Berufsausübung speziell geregelt ist (z.B. Steuerberater, Anwälte etc.)
  5. "bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die sich in Abwicklung oder Liquidation befinden, die Angabe hierüber" - TMG

Die rechtlichen Anforderungen des TMG findest du auch noch einmal hier dargestellt.

Solltest du bei der Erstellung deines Impressums unsicher sein, kontaktiere am besten einen Juristen.

4. Wie und wo muss das Impressum integriert werden?

Laut TMG und RStV muss das Impressum "leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" sein.

  • "Leicht erkennbar" bedeutet, dass die Verlinkung gut wahrnehmbar integriert werden muss.
  • "Unmittelbar erreichbar" beschreibt, dass Besucher mit nur wenigen Klicks zum Impressum gelangen können.
  • "Ständig verfügbar" heißt, die Impressumsseite darf nicht durch technische Probleme o. Ä. nicht geladen werden können.


In der Praxis hat es sich etabliert, das Impressum auf eine extra URL zu packen und als Verlinkung in einem der Menüs auf der Webseite unterzubringen. Besonders beliebt ist das Footer-Menü am Ende einer Seite, wie hier in Sinas Blog Ferndurst.

worpress impressum verlinkung im footer

5. Wie erstellst du ein rechtssicheres Impressum in WordPress?

Um ein Impressum führt kein Weg herum. Doch glücklicherweise benötigst du keinen teuren Juristen, um ein Impressum zu erstellen.

Als kostenlose Unterstützung hat sich bei diesem Thema der Impressumsgenerator von E-Recht 24 einen Namen gemacht. Hier kannst du mithilfe von ein paar Infos und Klicks ganz einfach dein persönliches WordPress Impressum generieren.

So gehst du bei der Erstellung deines WordPress-Impressums vor:

  1. In WordPress solltest du ein Impressum als Seite anlegen. Dazu klickst du einfach im Backend-Menü auf „Seiten > Erstellen“
  2. Gebe der neuen Seite den Titel "Impressum"
  3. Öffne dann den Impressumsgenerator von E-Recht 24
  4. Erstelle nun deinen eigenen Impressumstext, in dem du korrekte Angaben machst und dich so durch den Prozess manövrierst. Du solltest hier auch gleich deine Datenschutzhinweise generieren lassen.
  5. Am Ende des Prozesses lässt du dir dein persönliches Impressum per E-Mail zu senden.
  6. Kopiere deinen Impressumstext und füge ihn in deine angelegte WordPress-Seite mit dem Titel "Impressum" ein.
  7. Checke die Darstellung mit einem Klick auf "Vorschau" und veröffentliche dein Impressum, wenn die Darstellung korrekt ist.
  8. Danach bindest du die Impressumsseite in dein Footermenü (oder an einer beliebigen Stelle) ein. Klicke hier im Backend-Menü auf "Designs > Menüs >" und wähle das Footermenü aus. Du kannst nun einfach die von dir erstellte Impressumsseite per Drag and Drop in das Menü ziehen.


So wählst du das Footermenü aus:

wordpress menü footer auswählen

So fügst du die Impressumsseite zum Footermenü hinzu:

wordpress menü impressum footer einfügen

Datenschutzerklärung

Sobald du mit WordPress arbeitest, benötigst du eine Datenschutzerklärung. Diese solltest du in jedem Fall bei der Erstellung deines Impressums mit generieren.

Zusammenfassung

Ein Impressum ist also nahezu unumgänglich für deine Webseite. Sei diszipliniert und nimm dir die Zeit für die Erstellung, um Abmahnanwälten keine Chance zu geben.

*Hinweis: Alle Inhalte auf blog-wings.de werden mit größter Sorgfalt erstellt, doch wir sind keine Juristen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann keine Gewähr übernommen werden. Blog Wings übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.

Autor

BENNET POLENZ

Co-Founder bei Blog Wings und Online Marketing Stratege. Hat bereits Marken wie BRAVO, Cosmopolitan, InTouch und Wunderweib zu mehr Wachstum verholfen.

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