Alles Wissenswerte über das

Double Opt-In

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1. Was bedeutet Double Opt-In?

Sicher hast du dich schon einmal für einen Newsletter angemeldet. Nachdem du deine E-Mail-Adresse eingetragen hast, bekommst du meistens eine E-Mail zugeschickt, in der du diese Eintragung bestätigen musst – z. B. indem du auf einen Link klickst. Erst dann ist deine Registrierung für den Newsletter erfolgreich. Genau das ist ein Double Opt-In.

Der Begriff Double Opt-In, ein englischer Fachbegriff der Werbebranche, heißt sinngemäß übersetzt „Doppelte Zustimmung/Einschreibung“.

Indem du erst deine Mailadresse aktiv in das Newsletter-Feld einträgst, gibst du eine erste Zustimmung. Sobald du diese erste Zustimmung mit Klick auf den E-Mail-Link bestätigst, gibst du die zweite Zustimmung. Tadaa: Double Opt-In!

Ryte hat dies in einer anschaulichen Grafik illustriert:

Double Opt-In erklärt

Double Opt-In erklärt von Ryte / OnPage.org

2. Warum benutzt man das Double Opt-In?

Das Double Opt-In muss immer dann verwendet werden, wenn kommerzielle Botschaften (Werbung, Hinweise auf Produkte, etc.) per E-Mail verschickt werden.

Grund ist der Verbraucherschutz: Ein Unternehmen – also auch du, wenn du mit deinem Blog Geld verdienst – darf nicht ungefragt an mögliche Kunden Werbung verschicken. Und Achtung: auch wenn du nur für deinen Blog wirbst, nicht aber für ein bestimmtes Produkt auf deinem Blog, ist es Werbung, sobald dein Blog in irgendeiner Weise gewinnwirtschaftlich ausgerichtet ist.

Zu den Anfängen des E-Commerce war es üblich, E-Mail-Adressen von möglichen Kunden in Paketen zu kaufen und diesen Newsletter zu schicken. Am Ende der Werbe-E-Mails gab es einen Link, um sich vom Newsletter abzumelden. Dieses Verfahren nennt man Single Opt-Out, weil es nie die Möglichkeit zur Zustimmung, sondern nur die Möglichkeit der einmaligen Ablehnung gibt.

Dieses Verfahren wird in Deutschland mittlerweile als illegal behandelt.

3. Warum reicht nicht die einfache Zustimmung?

Beim Single Opt-In, also der einfachen Zustimmung durch das Eintragen der Mailadresse, kann nicht gewährleistet werden, dass der Interessent sich tatsächlich selber eingetragen hat.

Möglich wäre folgendes Szenario: Jemand aus deinem Freundeskreis möchte sich einen Scherz erlauben und trägt deine E-Mail-Adresse in dutzende Newsletter-Felder verschiedener Seiten ein. Du würdest folglich viele Werbe-E-Mails bekommen, die du nicht haben willst und müsstest dich irgendwie von den Newslettern abmelden.

Um diesem Problem vorzubeugen, hat sich der Gesetzgeber für das Double Opt-In stark gemacht. Damit bekommst du zwar immer noch eine Mail, wirst aber in dieser aufgefordert, deine Registrierung zu bestätigen.

Für Unternehmen erhöht das gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass die Person, an die eine Werbe-Mail geht, auch wirklich interessiert ist.

4. Was bedeutet das für meinen WordPress Blog?

Bietest du für deinen Blog einen Newsletter an, musst du gewährleisten, dass die Abonnenten zwei Mal zugestimmt haben, bevor sie den Newsletter bekommen. In deinen Verteiler dürfen also nur die Adressen aufgenommen werden, die per Link vom Abonnenten bestätigt worden sind.

Wenn du einen Newsletter erstellst, solltest du also darauf achten, dass im Newsletter-Plugin die Double Opt-In Funktion enthalten ist. ​

Die gängigen E-Mail-Programme, wie MailChimp und Co. bieten ein Double Opt-In an.

5. Vorteile des Double Opt-In

  • Rechtssicherheit
  • Verbraucherschutz
  • Nur die wirklich Interessierten erhalten deine E-Mails
  • Ethische Aspekte von Internetwerbung

6. Nachteile des Double Opt-In

  • Bestätigungs-E-Mail kann im Spam-Ordner landen
  • Der zweite Schritt könnte als zu große „Hürde“ wahrgenommen werden und die Anzahl deiner Leads reduzieren.

Zusammenfassung

Aus Verbrauchersicht ist das Double Opt-In eine tolle Sache, die uns vor Spam schützt. Für Blog-Betreiber und Marketers bedeutet die Regelung zusätzliche Herausforderungen. Es liegt in ihrer Pflicht, die rechtlichen Anforderungen umzusetzen.

Weitere spannenden Informationen zum Double Opt-In

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Sina - Autorin bei Ferndurst, Soulflake und Blog Wings

Autorin

SINA WENDT

Co-Founder bei Blog Wings und Gründerin des Reiseblogs Ferndurst - einem der am meisten geklickten Reiseblogs Deutschlands. Seit neustem bloggt sie auch auf Soulflake über die Freiheit, wir selbst zu sein. 

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