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Ein Blog ist eine Website, die als Online-Tagebuch dient. Der Betreiber des Blogs (Blogger) stellt hier seine persönlichen Gedanken, Ideen, Erfahrungen und/oder Kreationen online und kommuniziert mit seinen Lesern in Form von Kommentaren oder Foren.

1. Was ist ein Blog?

Blogs sind eine wunderbare Möglichkeit, der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen und Inhalte zu kreieren, die andere Menschen inspirieren und ihnen helfen. 

Dabei geht es nicht um Perfektionismus, um Profi-Sein, um einen Geniestreich. Es geht darum, dem eigenen Denken und den eigenen Ideen eine Plattform zu geben sich auszutauschen und andere Menschen zu erreichen.

Bloggen ist eine Leidenschaft.

2. Was unterscheidet einen Blog von anderen Webseiten?

Blogs sind persönlich. Es geht weniger um allgemeine Texte und Informationen, sondern vor allem um die Gedanken, Talente und Leidenschaften des Bloggers.

Er möchte mit seinen Inhalten Leser inspirieren, von eigenen Erfahrungen berichten oder einfach seinem Hobby mehr Ausdruck verleihen.

Ein Blog ist somit ein ganz eigenes Medium. Der Blogger publiziert selbst und wird zum Verlag.

Meist werden die Inhalte chronologisch veröffentlicht: Der Leser sieht auf einen Blick den neusten Artikel ganz oben auf der Seite. Bei anderen Webseiten rückt die Chronologie in den Hintergrund, weil sie weniger relevant ist.

Anders bei Blogs: Die Leser möchten wissen, welcher der neuste Artikel des Bloggers ist, um nichts zu verpassen.

3. Welche Arten von Blogs gibt es?

Es gibt unendlich viele Themen, zu denen man einen Blog kreieren kann.

Die gängigsten Blogthemen sind:

  • Reise
  • Familie 
  • Rezepte/Kochen
  • Psychologie/Persönlichkeitsentwicklung
  • Technik
  • Mode/Lifestyle
  • Berufliche Themen


Prinzipiell kann man über alles bloggen, das einen interessiert. Vielleicht ist es ein bestimmter Sport, eine Musikrichtung, eine DIY-Leidenschaft oder Interior Design? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Oft mixen Blogger auch Themengebiete und schreiben z. B. über Kochen und Reisen (TravelOnToast) oder Reisen und Familie (Planet Hibbel) – eben über das, wofür ihr Herz schlägt.

Meist spezialisieren sich Blogger auf spezifische Unterthemen, um ihre Nische zu finden und sich von anderen Bloggern abzugrenzen. Z. B. kann ein Reiseblog sich auf Backpacking oder Luxus konzentrieren, ein Kochblog auf vegane Ernährung etc.

Mehr dazu: Ein Blogthema finden - worüber soll ich bloggen?

4. Was macht einen guten Blog aus?

Das Wichtigste: Authentizität!

Nur Blogger, die auf ihrem Blog das repräsentieren, was sie wirklich mögen und denken, können langfristig ihre Leser begeistern.

Wer eine Rolle spielt, wird Probleme bekommen.

Nicht nur, weil Unehrlichkeit über Kurz oder Lang jedem auf die Füße fällt und unsympathisch machen, sondern auch, weil einem als Blogger schlichtweg die Motivation ausgeht: Nichts macht weniger Spaß als über Dinge zu schreiben, die man eigentlich gar nicht mag.

Wenn wir „gut“ mit erfolgreich verbinden, also mit einer großen Leserschaft und/oder Geld verdienen, dann könnte man folgende Kriterien für einen erfolgreichen Blog definieren:

  • Erfolgreiche Blogs lösen Probleme, indem sie Mehrwert schaffen, auf Bedürfnisse reagieren, von eigenen Erfahrungen berichten und Rat/Orientierung geben.
  • Erfolgreiche Blogs sprechen Emotionen an und begegnen ihren Lesern auf Augenhöhe.
  • Erfolgreiche Blogger schaffen Begeisterung durch ihre Texte, Bilder, Videos etc. und/oder durch sich selbst als authentische Person.


Ansonsten gibt es keine pauschale Antwort darauf, was einen guten Blog ausmacht. Das ist subjektiv.

Manche Leser mögen es, wenn der Blog möglichst toll designed ist und mit hochqualitativen Fotos aufwartet, ein anderer möchte vor allem inspirierende Texte lesen, wieder andere mögen gut strukturierte Seiten mit Tipps, die sich schnell und einfach konsumieren lassen.

Letztlich ist hier das Wichtigste, dass die Aufmachung des Blogs zu der Persönlichkeit des Bloggers und seinen Inhalten passt.

Wenn du einen eigenen Blog erstellen möchtest, frage dich:

  • Was gefällt dir an anderen Blogs?
  • Worauf legst du Wert?
  • Liegt dir dieser Bereich oder siehst du deine Stärken vielleicht ganz woanders?
  • Was magst du überhaupt nicht?
  • Wie könntest du anderen Menschen helfen bzw. diese inspirieren/warum sollten sie deinen Blog lesen?

5. Wie erstelle ich einen Blog?

Die einfachste und populärste Art, mit der man einen Blog erstellen kann, ist Wordpress. Wordpress ist ein kostenloses Content Management System, in dem jeder ohne Programmierkenntnisse Beiträge erstellen, Bilder integrieren und Designs anpassen kann.

Wordpress bietet jedem Blogger in spe eine tolle Basis, sich selbst zu verwirklichen und anderen Menschen Input zu geben. 

Wer den Fokus darauf legt, möglichst erfolgreich mit dem Bloggen zu sein, sollte über ein externes Hosting, hilfreiche Plugins, SEO-Beiträge, Blog-Struktur und Sicherheit nachdenken.

Benötigst du Unterstützung bei der Erstellung deines Blogs?

Dann ist unser E-Book "Blog erstellen leicht gemacht" genau das Richtige für dich!

6. Wie kommen Leser auf meinen Blog?

Das ist wohl die Frage aller Fragen. Wer möchte schon viele tolle Inhalte produzieren, wenn sie letztlich nicht gelesen werden? 

Genau. Niemand.

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, Reichweite, also eine Leserschaft, aufzubauen:

Der erste Schritt: Content produzieren (und für Google optimieren)

Die Inhalte sind das Wichtigste an einem Blog. Natürlich. Schließlich wollen die Leser ja auch etwas lesen. Doch wie viele Blogartikel sollte man erstellen?

Im Internet finden sich oft Faustformeln von 2-3 Beiträgen pro Woche, was ich persönlich so nicht pauschalisieren würde. Diese Angabe hat mich zu Beginn von Ferndurst sogar etwas abgeschreckt und unter Druck gesetzt.

Trotzdem habe ich einfach so weitergemacht, wie es für mich richtig war. Es gab Zeiten, in denen ich maximal einen Artikel im Monat veröffentlicht habe.

Es kommt schließlich ganz darauf an, was das persönliche Ziel beim Bloggen ist und wie viel Zeit man zur Verfügung hat: Ist da eine Familie, die einen braucht? Der Job, der einen fordert? Oder einfach das eigene Bedürfnis nach Raum für Ruhe und Nichtstun?

Und letztlich bestimmt auch der Inhalt die Zeit, die man investieren muss. Eine Gedankennotiz ist wahrscheinlich schneller geschrieben als ein umfassender Reisebericht über einen 3-wöchigen Thailand-Urlaub.

Eine Mischung aus kurzen und längeren Inhalten ist deshalb empfehlenswert, um sich selbst nicht zu überfordern und dem Leser regelmäßig neue Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Jeder Blogger sollte für sich selbst entscheiden, wie oft er publizieren möchte. Das Wichtigste ist: Spaß und Authentizität.

Prinzipiell ist es aber so: Je mehr Inhalte ein Blog publiziert, desto mehr Menschen können erreicht werden – sei es über Google oder die sozialen Medien.

Und hier sind wir schon bei DEN Reichweiten-Kanälen angelangt, die eine Leserschaft auf deinen Blog leiten können.

Google braucht nach unseren Erfahrungen mindestens drei Monate bis es die ersten Artikel auf dem Radar hat. Und dann braucht es nochmal mindestens 3 Monate, bis der Artikel auch wirklich weiter oben in den Suchmaschinenergebnissen auftaucht ("ranked"). Doch das passiert leider nicht von allein: SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung ist hier das Stichwort.

In unserem E-Book "Blog erstellen leicht gemacht" geben wir eine konkrete Anleitung, wie man seinen Blog möglichst gut für Suchmaschinen aufsetzt, worauf man bei der Beitragserstellung achten sollte und wieso auch die Bilder wichtig sind, um das Google-Ranking zu verbessern. 

Bei Ferndurst hat es z. B. ca. ein halbes Jahr gedauert, bis die Leserschaft markant anstieg. Bis dahin hatten wir ca. 25 Artikel veröffentlicht.

Der zweite Schritt: Sich mit Menschen vernetzen, die sich für die Inhalte interessieren könnten 

Am Anfang, bevor Google auf den eigenen Blog aufmerksam wird, ist es zugegebenermaßen etwas ernüchternd, Inhalte zu veröffentlichen, ohne Feedback zu bekommen. Doch auch hier kann Abhilfe geschaffen werden – mit etwas Einsatz:

  • Nutze die Kraft der sozialen Medien: Du kannst deine Artikel über deine persönlichen Profile teilen und/oder spezifische Blog-Kanäle erstellen. Die wichtigsten Social Media Plattformen sind Facebook, Instagram, YouTube, Pinterest und Twitter.  
  • Suche Kontakt zu anderen Bloggern: Vernetze dich mit Multiplikatoren, indem du ihnen mit deinem Blog-Profil auf den Social Kanälen folgst, Beiträge kommentierst und sie und ihre Leser so auch auf deinen Blog aufmerksam machst. Wichtig: Verliere dich nie in Eigenwerbung, sondern poste thematisch Passendes und Hilfreiches!
  • Biete dich als Gastautor an, um Links für deinen Blog zu generieren. Diese Links bringen Leser und helfen bei Google.
  • Stichwort: "Round Ups":  Interviewe andere Blogger zu einem bestimmten Thema und publiziere die gesammelten Tipps/Gedanken auf deinem Blog mit Links zu den jeweiligen Blogs. Du kannst im Anschluss fragen, ob diese als Dankeschön deinen Artikel über ihre sozialen Kanälen teilen könnten, um dich zu unterstützen.

Der dritte Schritt: Geduld haben, Weitermachen, Austoben

Es kann zu Beginn etwas demotivierend sein, dass nur wenige Menschen deinen Blog lesen und finden. Doch habe Geduld! Wenn du wirklich gute Inhalte produzierst und deine Leser glücklich machst, wirst du langfristig Erfolg haben. 

Probiere verschiedene Dinge aus und schau, wie die Resonanz deiner Anhängerschaft ist.

Der vierte Schritt: Newsletter und/ oder RSS-Feeds nutzen, um deine neusten Artikel zu verbreiten

Um deine Leser regelmäßig über neue Artikel zu informieren, hilft es, einen Newsletter und / oder RSS-Feeds anzubieten, die abonniert werden können.

Als guten, kostenlosen E-Mail-Service können wir Mailchimp* empfehlen.

7. Kann man mit einem Blog Geld verdienen?

Ja. Doch auch hier zählt wieder: Geduld! Das wichtigste ist guter Content, dann kommen die Leser, und dann irgendwann auch ein kleines Taschengeld. Wer von Anfang nur darauf aus ist, möglichst viele Anzeigen im Blog zu platzieren, wird seine Leser wahrscheinlich kaum halten bzw. aufbauen können.

Deshalb empfehlen wir, zuerst den Fokus auf die Inhalte zu setzen, richtig Spaß am eigenen Blog zu entwickeln und nach ein paar Monaten und mehr Lesern, über erste Schritte in Richtung Geld verdienen nachzudenken.

Selbst Blogger deren Hauptmotivation zum Start ihrer Seite das Geld war, mussten mindestens sechs Monate an ihrem Blog arbeiten, bis sie die ersten Einnahmen erzielen konnten. Und in dieser Zeit musste sie definitiv ordentlich Gas geben.

Bei Ferndurst haben wir eher zufällig nach ca. einem dreiviertel Jahr die ersten Einnahmen erzielt, da Kooperationspartner auf uns aufmerksam wurden. Geplant war das nicht. Ein tolles Gefühl!

Da wir nicht auf die Einnahmen angewiesen waren, sondern Ferndurst als Hobby betrieben, konnte das Taschengeld mit ein paar kleinen Kniffen und steigender Reichweite ganz von allein wachsen. Mittlerweile finanziert Ferndurst einen großen Teil unseres Lebensunterhaltes und hat mir das letzte Quäntchen Mut gegeben, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen.

Die gängigsten Arten, mit denen Blogs Geld verdienen, sind:

  • Affiliate Marketing
  • Sponsored Posts/Kooperationen
  • Anzeigen (z. B. Google AdSense)
  • E-Mail-Marketing
  • Eigene Produkte


Wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest, schau doch mal in diesen Artikel rein: Als Blogger Geld verdienen - damit kannst du rechnen

8. Unsere Lieblings-Blogs

Diese Blogs finden wir besonders toll:

1. Modern Hippie

"Eve, die Bloggerin hinter Modern Hippie, ist mir sehr sympathisch, weil sie auch über die schwierigen Seiten des Lebens schreibt, ohne den Leser in der Luft hängen zu lassen. Nach jedem Artikel hat man Lust, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie immer authentisch bleibt, vor allem auf den Social Kanälen, und sich freimacht von dem "Immer mehr" und "Nie genug". Auch das Blog-Design gefällt mir sehr."  - Sina

screenshot lieblingsblog modern hippie

2. Kea schreibt

"Kea habe ich erst ganz frisch entdeckt. Ich mag ihre fast lyrische Art zu schreiben und die offene, ehrliche und vor allem kluge Art, wie sie auch mit negativen Themen und Gefühlen umgeht." - Sina

screenshot lieblingsblog kea schreibt

3. Soulflake

"Ich finde Soulflake toll! Ich mag den Namen, die Texte, Bilder und das Design des Blogs sehr." - Bennet

screenshot lieblingsblog soulflake

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Sina - Autorin bei Ferndurst, Soulflake und Blog Wings

Autorin

SINA WENDT

Co-Founder bei Blog Wings und Gründerin des Reiseblogs Ferndurst - einem der am meisten geklickten Reiseblogs Deutschlands - und von Soulflake.

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